Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 4 (1926)
- Issue
- Heft 8 (August 1926)
- Article
- Für unsere Kleinen
- Date
- 1926-08-01
- Page
- Seite 482 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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482 MENORAH Fü] unsere Kl einen LIEBE NEFFEN UND NICHTEN! Ich habe die kleine Geschichte von dem Krach in der Sedernacht zu erzählen begonnen und nicht weniger als 17 von Euch haben, jeder nach seiner Art, weitergesponnen. Nur fünf dieser Erzählungen habe ich drucken lassen. Aber die andern Dichter und Dichterinnen dürfen nicht böse sein. Auch sie haben zum Teil recht hübsche Geschichten geschrieben, aber die eine war zu lang, die andere schon ähnlich von einem kleinen Dichlerkollegen gebracht. Mancher hat sich die Arbeit aber allzu leicht gemacht. So schrieb ein Kleiner aus Berlin einfach: ,,Der Krach war eine Ohrfeige. Die bekam der kleine Jakob, weil er die Fragen nicht sagen konnte." Von den vielen guten Erzählungen haben wir zwei preisgekrönt. Den ersten Preis, das Jugendbuch, Max Speier: „Daheim und Draußen" (J. KaufTmanns Verlag, Frankfurt am Main), erhielt Ruth Bamberger, 13 Jahre alt, in Bad Kissingen. Die Geschichte „Siebe es schläft und schlummert nicht der Hüter Israel", die diese Nichte mir gesendet hat, ist noch schöner als sie Euch erscheinen mußte, denn der Selzer hat sich damals sicher geirrt, so daß der Sinn der Erzählung etwas gestört war. Damals hat sich Ruth gewiß sehr geärgert, aber heule wird sie sich freuen. Den zweiten Preis, Siegfried Abeles: „Tains Reise durch die jüdische Märchenwelt", erhielt der zwölfjährige Heinrich Lauterbach in Krakau für seine hübsche Geschichte „Marannenseder". Weil Ihr alle aber gewiß auch einmal einen Preis erlangen wollet, beginne ich heute wieder eine Geschichte, der Ihr erst Sinn und Titel geben müßt. Schreibt möglichst bald und keine allzu langen Geschichten. UNSERE NEUE PREISERZÄHLUNG. Abseits von einem Dorf stand einsam eine große Fabrik. Als in einer Sommernacht der Nachtwächter seine erste Runde machte, fand er im Hof einen schlafenden Knaben. Der Junge trug eine eigentümliche Tracht und war, wie seine Gesichtszüge verrieten, offenbar Jude... Da könnt Ihr jetzt phantasieren: Was war denn das für eine Tracht? Wieso kam denn der Junge hiehcr, so fern von der Stadt, in die Fabrik? Ich bin schon neugierig und freue mich, daß ich auch diesmal eine so harte Nuß aufgegeben habe. Es grüßt Euch Euer Onkel Ben Nathan. ZÜRICH Zentral und ruhig XiTE Alle Zimmer yTO'|'|-''|, mit fließendem Wasser ZÜRiCH eingerichtet Bestempfohlenes Haus Mäßige Preise GARAGE HUGO E.PRAGED ll||||||||||tlllllllllllllllllllllll!ll!llllllll!llilll|l!|IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIMI.....millllllllllllllllllimiMII1^ I Lausanne (Suisse) | | Israel. Töchter-Pensionat j 1 Levy Hauser Av. Rambert | ^iiiiitittiBixiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiini ii ttiiiiii iiBiiiiaiitiiiiiiiiiiiiiiiaiiiiciii in iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiuiiiiti niT WlP^hlflpn Kapellenstraße 81 1 V b U cl U t* U . Telephon Nr. 654 : Israelitisches Töchterpensionat Hermine Wolff Gründliche wissenschaftliche, hSu-liche u. eresellschaftlicne An Mlduns: y-|»|»|»|-|,,|.,|»|, f f ++++++++M"I- | Konstanz a. B. | | Töchterpensionat Wieler | i. Gründliche wissenschaftliche, haus- 1 X liehe und gesellschaftliche Aus- 5 .j. bildung. Beste Verpflegung und j j gesunder Aufenthalt. Telephon 178 ^^^^^Hh^^"f*"fr*"t""l*,"t"'4""f"",l"",t""4" «4""f""f"»f»"f>"«4""|4""f*"(<"^ Samsonschule in Wolfenbüttel staatlich anerkannte Realschule mit Schülerheim (gegründet 1786) Kleine Klassen — Rituelle Verpflegung Der ausführliche Prospekt ist in neuer Auflage erschienen Herausgeber Dr. Norbert Ii o f f ina n n, Eigentümer und Verleger Habrith-Verlagsg est: Usch afl rn. b. II., sämtlich Wien, I., Zelinkagasse 15. Verantwortlicher Redakteur Friedrich Matzner, Wien, IV., Rainergasse 25. Druck der Waldheim-Eberl e A.. G. (veranfwortl.: Karl Wieland), Wien, VII., Seidengasse 3—11.