Mannheim
Compact Memory

Menorah · 1926-08-01 · Heft 8 (August 1926) · p. Seite 423

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
4 (1926)
Issue
Heft 8 (August 1926)
Article
[Nachricht]
Date
1926-08-01
Page
Seite 423 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
correspondence
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2912821-2912853-2912861--03539-2918063
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

5 entity mentions

UMSCHAU 423 nationale Konferenz des liberalen Judentums statt, an der 140 Delegierte aus allen Ländern teilnahmen. Die Konferenz schloß mit der Begründung eines Well Verbandes für das liberale Judentum. — Rabb. Dr. Salomon Breuer, der Nachfolger S. R. Hirsch, starb in Frankfurt a. M. WISSENSCHAFT UND KUNST In Tel Awiw fand eine Tagung der Musikgesellschaften Palästinas stall, die ein lebendiges Bild des jüdischen Musiklebens bot. — Der Züricher Psychologe Professor Adolf Wreschner, ein gebürtiger Breslaucr, feierte seinen 60. Geburtstag. — In Leningrad starb der Kunsthistoriker Akim Wolinsky. - Der Berliner Porlrätisl Joseph Oppenheimer vollendete das 50. Lebensjahr. — Zur Erinnerung an den vor einem Jahr verstorbenen Maler und Radierer E. M. Lilien wurde in Berlin ein Gedenkstein enthüllt. — In Wien starb Dr. Max Rosenberg, der volkswirtschaftliche Redakteur der „Wiener Morgenzeitung". — Professor Lieben veranstaltete in Prag eine Ausstellung, die die Entwicklung des hebräischen Druckes in Prag von den Anfängen bis 1750 zeigte. — Professor Dr. Moritz Oppenheim wurde zum ordentlichen Professor an der medizinischen Fakultät der Wiener Universität ernannt. Gleichzeitig haben eine Reihe jüdischer Forscher ihre Dozentur wegen Übergehens bei der Besetzung der außerordentlichen Professuren freiwillig zurückgelegt, mit der Begründung, es bestehe ein faktischer Numerus clausus. — Das Moskauer hebräische Theater Habimah gastierte nach einem erfolgreichen Gastspiel in Wien in Paris und wird im Herbst in Deutschland spielen. — Leopold Godowsky wird nach 15 Jahren wieder in Deutschland konzertieren. — Emile Berliner, dessen Erfindung das Telephon seine praktische Bedeutung verdankt, feierte seinen 70. Geburtstag. — Der Hamburger Kunslgelehrte Professor Aby Warburg wurde f>0 Jahre alt. — Achad Hanm wird am 5. August 70 Jahre alt. — In Jena verstarb der Staatsrechtslehrer Geheimer Rat Dr. Eduard Rosenlhal. — Der Dichter Paul Mühsam feierte seinen 50. Geburtstag. — Das Kuratorium der David Wolisohn-Stiftung beginnt mit dem Bau des Hauses der jüdischen Nalionalbibliolhek in Jerusalem. SAMSON-SCHULE IN WOLFENBÜTTEL Die im Jahre 1780 vom Hofbankier Philipp Samson begründete Lehranstalt feierte das Fest ihres 140jährigen Bestandes. Sie wird heute als staatlich anerkannte Realschule geleitet unter Wahrung ihrer alten Aufgabe, jüdische Knaben durch eine auf religiöser Grundlage beruhende Erziehung und eine zweckmäßige Ausbildung für einen bürgerlichen Beruf vorzubereiten. Ein soeben erschienener Prospekt gibt in übersichtlicher Weise Aufschluß über Lehrplan und Ausbildung. Die beigegebenen Abbildungen führen das Gebäude und die den Erfordernissen der modernen Hygiene entsprechenden Schul- und Internatszimmer vor und geben ein anschauliches Bild vom Leben in der Anstalt. WIR VERÖFFENTLICHEN auf Seite 421 das Bild des Herrn Max SchifTmann, Seniorchef der Firma Warenhaus Brüder SchifTniiinn, Wien, IL, Taborstraße 48. Das Unternehmen wurde im Jahre 1907 begründet und entwickelte sich aus kleinen Anfängen zum führenden Kaufluiuse der Leopoldstadl. Die vorzügliche Geschäftsführung, reelle und aufmerksame Bedienung schuf bald einen ansehnlichen Kundenslock, der dem Geschäfte durch alle Jahre hindurch treu blieb. Dank der amerikanischen Geschäftsniothode: „Größter Umsatz — kleinster Nutzen" hat sich die Kundenfrequenz des Kaufhauses so gesteigert, daß Brüder SchifTmann im Laufe von wenigen Monaten dreimal genötigt waren, ihre Verkaufsräume zu vergrößern, um den gesteigerten Anforderungen entsprechen zu können. Dieser bemerkenswerte Aufschwung des Warenhauses der Brüder SchifTmann ist ein unwiderleglicher Beweis dafür, daß Geschäftserfolge nur durch stetig steigende Leistungsfähigkeit zu erzielen sind. (Entgeltlich.)

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.