Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 4 (1926)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1926)
- Article
- Enzyklopädie des Judentums [Rezension]
- Date
- 1926-05-01
- Page
- Seite 314 (sequence 1)
- Language
- German
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314 MENORAH (Fortsetzung von Seite 509) werk stehen mit den Darstellungen von eingehenden Kennern des Landes und seiner Bewohner und wissenschaftlich geschulten Beobachtern des jüdischen Siedlungswesens in zu auffälligem Widerspruch. Und doch kann dieser unnachsichlige Kritiker dort, wo auch Kürze der Zeit durch Wirkung Eindruck erzielen kann, in den jüdischen Städten an der Küste des Mitlelmeeres vor solchen Erfolgen jüdischen Idealismus, jüdischer Arbeit Anerkennung nicht versagen und lenkt die Aufmerksamkeit der deutschen Wirtschaft auf diese für die nächste Zukunft bedeutungsvollen Zentren. Noah. ENZYKLOPÄDIE DES JUDENTUMS. Verlag Eschkol A. G., Berlin. Im Umfange von 100 Seiten, mit zahlreichen Illustrationen versehen, liegen zwei Probehefte (in deutscher und hebräischer Sprache) des bereits seit langem angekündigten Monumentalwerkes vor. Teils sind es umfangreiche Monographien, teils eine Auswahl kleiner Artikel aus den verschiedenen Gebieten der jüdischen Wissenschaft, die von dem geplanten Umfang des Werkes eindrucksvolles Zeugnis legen. Wir behalten uns vor, in einer eingehenden Besprechung auf den wissenschaftlichen Wert dieser Arbeit zurückzukommen. MAX SCHWAGER: Agende für Trauungen. Selbstverlag. Wien, IL, Zirkusgasse 50. Der rührige Tempelverwalter der israelitischen Kultusgemeinde, der bereits für das Ritual bei Beerdigungen ein brauchbares Handbuch geliefert hat, entspricht nun einem gleichfalls von allen Kultusfunklionären längst empfundenen Bedürfnis, indem er auch für Trauungen in dem soeben erschienenen, durchaus geschmackvoll hergestellten, mit einem künstlerisch ausgeführten Titelblatt eingeleiteten Büchlein eine, insbesondere den Wiener Verhältnissen angepaßte Agende beistellte. Sie bietet nicht nur die einschlägigen hebräischen Texte, sondern auch die Noten der entsprechenden Sulzerschen Vertonungen. Wir wünschen der Publikation weiteste Verbreitung. G. FRAU SOPHIE GRÜNFELD (Wien), rühmlichst bekannt durch 30jährige Tätigkeit auf jüdischem humanitären Gebiete, insbesondere durch die segensreiche Gründung von Ferienheimen, feierte unter weitester Anteilnahme der jüdischen Öffentlichkeit ihren 70. Geburtstag. Für unsere Kleinen DER MENSCH DENKT, UND GOTT LENKT Es ivar Sederabend. Alle Familienmitglieder saßen um den Tisch, nur die Mutter sah in der Küche nach, was die Mazzothknöderln machten. Eben sollte der kleine. Jakob die vier Fragen beginnen, da plötzlich ein Krach — die Mutter sank vor Schreck in den am Ofen stehenden Lehnstuhl zurück; ein fremder Mann halle eine Leiter ans Küchenfensler gelehnt und wollte sich fremden Gutes bemächtigen. Er stieg vom Carlen aus hinauf bis ans Fenster und bemerkte zu seinem größten Schrecken, daß die Mutter noch in der Küche zu tun hatte. Es mußte sogleich Mitternacht sein und der Verbrecher hoffte, kein wachendes Auge mehr in der Wohnung des reichen Kaufmanns zu finden. Doch Gott hatte es so gewollt, und vor Schreck stürzte der Bösewicht in die Tiefe. Die Tischgenossen eilten erregt in die Küche, wo die Mutter von einer leichten Ohnmacht umfangen lag. Man trug sie aufs Sopha, öffnete Fenster und Türen und bald hatte sie sich wieder erholt; und vielmehr die Größe Gottes anerkennend, setzte man den Seder fort. Alfred Winter, Regensburg, 13 Jahre. RÄTSELECKE „Der König ist tot, es lebe der Koni g." Nimm einem Königssproß das Haupt ganz schnell Und seinen Rumpf mit einem Laut beschwer', Dann ist ein andrer König bald zur Stell'; Die Bibel schreibt's fürwahr, 's ist keine Mär! (•ouiopg 'luojesqy) Herausgeber Dr. Norbert lloffmann, Eigentümer und Verleger Habrith-Verlagsgesellschaf t m. b. H., sämtlich Wien, I., Zelinkagasse 13. Verantwortlicher Redakteur Friedrich Matzner, Wien, IV., Rainergasse 25. Druck der Waldheim-Eberle A. G. (verantwortl.: Karl Wieland), Wien, VII., Seidengasse 3—11.