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Menorah · 1926-04-01 · Heft 4 (April 1926) · p. Seite 248

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
4 (1926)
Issue
Heft 4 (April 1926)
Article
Schach [Nachricht] / Reti, Richard
Date
1926-04-01
Page
Seite 248 (sequence 1)
Language
German
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SCHACH Geleitet von Richard R e t i VOM HASTINGSER SCHACHTURNIER Die folgende Partie stammt aus dem Weihnachtsturnier von Hastings, in welchem Alekhine und Vidmar alle Partien gewannen und nur untereinander Remis machten. Es liegt in Alekhines Stil, daß er gegen schwächere Gegner meist in kurzen, scharten Kombinationspartien gewinnt. So hatte er in Hastings seine Partie regelmäßig bereits in der Vormittagssitzung erledigt. Vidmar war dann gezwungen, alles aufzubieten, um mit seinem Rivalen gleichen Schritt zu halten. So erklärt es sich, daß er oft sehr riskant spielte und manchmal gegen schwächere Gegner in Verlustgefahr geriet. Weiß: Vidmar Schwarz: Michell 1. d 2 — d 4 d7—d5 2. c2-c4 e7 — e6 3. S b 1 — c 3 c 7 — c 6 4. e 2 — e 3 S g 8 •— f 6 5. Sgl — f 3 Sb8 —d7 6. L f 1 — d 3 d5Xc4 7. Ld3Xc4 b7 —b5 8. L c 4 — d 3 a 7 — a 6 9. 0 — 0 ...... Vidmar vermeidet es, mit 9. e 4 in die Hauptvariante der viel umstrittenen Meranerverteidigung einzulenken. 9...... L c 8 — b 7 10. a2 —a4 ..... Um c 6 — c 5 zu verhindern. 10...... Lf8— e7 11. Ddl-e2 0 — 0 12. e 3 — e 4 b 5 — b 4 Um nun auf 13. S b 1 mit c 6 — c 5 ein gutes Spiel zu erlangen. Wie man sieht, hat sich die Meranerverleidigung gegen die wenig energische Behandlung, die der Anziehende hier gewählt hat, sehr gut bewährt. 13. e4—e5 ..... Ein zweischneidiger Zug. Weiß will um jeden Preis zum Angriff kommen. 13...... b4Xc3 14\ e5 X f 6 S d 7 X f 6 Ein grober Fehler wäre c 3 X b 2 wegen 15. d X b 2 mit Figurengewinn. 15. b2Xc3 c6-c5 Danach erhält Weiß einen isolierten Bauern entweder auf der c- oder auf der d-Linic. Da außerdem a 4 eine Schwäche ist, ist das schwarze Spiel entschieden vorzuziehen. 16. Lc 1 — e3 . c5 X d 4 Dies halte noch Zeit. Dadurch werden nur die weißen Figuren zu größerer Wirksamkeit gebracht. Besser war D d 8 — c 7. 17. Le3>(d4 Dd8 —c7 18. T f 1 — b 1 L e 7 — d 6 19. S f 3 — e 5 L d G X e 5 Dieser Abtausch war wohl nicht nötig, reicht aber aus, um den Nachziehenden ein sicheres gutes Spiel zu geben. 20. L d 4 X e 5 D c 7 — c 6 21. f2—-f3 Tf8 —d8 22. K g 1 — h 1 T d 8 - d 7 23. L e 5 — d 4 T a 8 — e 8 Der natürliche Zug T a 8 — d 8 war hier sicherlich auch besser. 24. Tbl— b 6 D c 6 — c 8 25. f3 —f4 ..... Sehr riskant und nicht, gut. Weiß will aber um jeden Preis Königsangriffe erlangen. 25...... S f 6 — d 5 26. D e 2 — h 5 f 7 — f 5 Darauf hatte Weiß gerechnet. Nach h 7 — h 6! würde die weiße Stellung zahlreiche Schwächen aufweisen und eine gute Fortsetzung des Angriffes wäre nicht ersichtlich. 27. Tb6Xb7! Td7Xb7 Auf g 7 — g 6 führt Weiß mit dem Damenopfer T b 7 X d 7, g X h, 29. T g 7 +, K f 8 30. T X h 7 nebst eventuell Tal — b 1 — b 7 baldige Entscheidung herbei. 28. Ld3Xa6 Sd5X f4? Schwarz will seinen Bauern zurückgewinnen und verliert dabei eine Figur. 29. Dh5 —f3 Sf4 —d5 30. c 3 — c 4! ..... Nicht gut wäre L X b 7, D X b 7, 31. c 4, da Schwarz mit D d4 die Figur retten würde. Was nun folgt ist ohne besonderes Interesse. 30...... T b 7 — b 1 -f 31. Ta 1 X b 1 D c 8 X a 6 32. c 4 X d 5 D a 6 X a 4 33. Ld4 —g 1 Da4 — a2 34. Tbl — e 1 e 6 — e 5 35. Te 1 — d 1 Da2 —c2 36. d 5 — d 6 e 5 — e 4 37. d6 —d7 Te8—d8 38. Df 3 — h5 g7—g(> 39. D h 5 — g 5 aufgegeben. Auf Dc7 folgt 40. DXd3+, DXd8 41. Lb 6.

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