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Menorah · 1926-02-01 · Heft 2 (Februar 1926) · p. Seite 68

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
4 (1926)
Issue
Heft 2 (Februar 1926)
Article
[Illustration]
Date
1926-02-01
Page
Seite 68 (sequence 2)
Language
German
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MENORAH bayrischen Maximiliansorclens gewählt. — Dr. Eugen Fraenkel, ordentlicher Professor an der Hamburgischen Universität, starb im 73. Lebensjahre. — Anfang Jänner wurden in Kowno und in Turin jüdische Volksuniversitäten eröffnet. — Der jüdische Kunslverleger AI. Kogan verunstaltete in New York eine Ausstellung von Palästinabildern, die demnächst in einer Sammelmappe im Buchhandel erscheinen werden. — Professor Guido Menasci, Verfasser des Libretto zur Oper Mascagnis „Cavalleria Rusticana", starb in Livorno. — In Berlin hat sich eine Gesellschaft der „Freunde jüdischer Musik" gebildet. — Professor Einstein erhielt eine englische Auszeichnung. — Das Moskauer hebräische Theater „Habimah" wird in Berlin gastieren. — In Wien starb der Cellist Josef Sulzer, ein Sohn des Reformators der Synagogenmusik Salomon Sulzer. —- Ein Teil der Handschriften des Wiener Rabbiner-Seminars wurde an den Bibliophilen Oko (Cincinatti) verkauft. — Der Berliner Kunstverleger Paul Cassirer hat durch Selbstmord geendet. — Der jugendliche Violinvirtuose; Jascha Haifetz absolviert mit außerordentlichem künstlerischen Erfolge eine Europatournec. DR. IGNAZ SCHWARZ. Von Bernhard Wachstci n. Im Alter von 58 Jahren starb der Antiquariats- und Kunsthändler Dr. Ignaz Schwarz am 18. Dezember 1925 eines plötzlichen Todes. Mit Dr. Schwarz verliert die Vereinigung der Wiener Buchhändler einen ihrer hervorragendsten Vertreter, der weit über die Grenzen der Heimat hinaus sich einen Namen erworben hatte. Wie kein anderer, beherrschte er das gesamte deutsche Schrift- und Druckwesen und betätigte sich auch als Forscher auf einigen Teilgebieten dieses ausgedehnten Wissenszweiges. Dem im praktischen Erwerbsleben stehenden Gelehrten ergeht es oft, daß er als Gelehrter unter den Kaufleuten und als Kaufmann unter den Gelehrten angesehen wird. Auf Dr. Ignaz Schwarz. Dr. Schwarz darf diese Charakteristik nicht angewendet werden. Sein bedeutendes Fachwissen und sein gesundes logisches Urteil waren gewiß wirksame Mittel in seinem Bestreben hinaufzukommen und den Seinen, denen er in Zärtlichkeit anhing, die Existenz zu sichern, aber als Gelehrter war Doktor Schwarz kein Kaufmann. Die Liebe zur Forschung war tief in seinem Wesen verankert. Die vielen Tau sende und Abertausende Stücke, die durch seine Hände gingen, waren ihm nicht bloß Ware. Er nahm sie in sich auf, bevor sie den Weg in alle Welt gingen, aber nicht um ein totes Wissen anzuhäufen. Die Anregungen, die sich ihm boten, nahm er willig auf, um sie zur gelegenen Zeit seiner Wissenschaft fruchtbar zu machen. Dieser Arbeitseifer war jedoch nicht durch den Zufall seines Berufes verursacht. Schon im Alter von 18 Jahren regte sich in ihm der Drang, auf antiquarischem Gebiete zu schaffen. Seine ersten Arbeiten gehen auf das Jahr 1886 zurück, wo er als Student der Medizin in ungarischen Zeitungen seiner Heimat — er war in Neutra geboren — über allerlei medizingeschichtliche und heimatkundliche Themen schrieb. Diese seine Neigung veranlaßte ihn denn auch einen Bcrufwechsel vorzunehmen und so trat der

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