Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 4 (1926)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1926)
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 4 (sequence 2)
- Language
- German
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4 M E N O R A II Jüdische Soldaten der palästinensischeil Gendarmerie in Metullah an der von den Drusen bedrohten JMordgrenze Palastinas eingewandert. — Der Völkerbundrai hat den Bericht der Mandatskommission für Palästina genehmigt. Die Antwort der Mandalarmacht auf die Petitionen der zionistischen Organisation wurde als ausreichend befunden. WANDERUNG UND SOZIALE FÜRSORGE. Die jüdische Gefährdetcnfürsorge in Berlin, in der die führenden jüdischen Organisationen Deutschlands vereinigt sind, beschloß die Schaffung von Zufluchlsheimen für obdachlose und sozialgefährdele jüdische Frauen und Mädchen. — Die jüdischen Flüchtlinge in Danzig mußten auf Beschluß des Senates die Baracken räumen, so daß sie obdachlos werden. — Die Frankfurter Gemeinde plant die Anlage eines neuen Friedhofes. — Die Juden in Damaskus, die durch die Unruhen sehr gelitten haben, erbitten vom Zentralamt der Bnei Brith in Amerika Unterstützung. — Dem Kolonisationsplan der Regierungskommission für jüdische Landansiedlung in Rußland ist zu entnehmen, daß im Jahre 1925 5500, im Jahre 192C> 10.400 Siedlerfamilien angesiedelt werden sollen, 250.000 Desjatin Land werden zur Verteilung gelangen. Die Kolonisten sollen 2,450.000 großen ner jüdische an das New Rubel aufbringen, jüdische Hilfsorganisationen und Private 8,280.000Rubel, 5,000.000 Rubel sollen im Auslände (Amerika) durch öffentliche Anleihen aufgebracht werden und 1,000.000 Rubel stellt die Regierung bei. — Mr. Bernhard Baron, ein englischjüdischer Philanthrop, spendete 50.000 Pfund für Krankenhäuser und Wohlfahrtsinstilutionen. JÜDISCHE LEHRE UND LEHRER. Der Preußische Landtag hat die vielumstrittene Subvention für die preußischen Synagogengemeinden von 450.000 Mark mit einer Mehrheit angenommen. — Der Wiehl istoriker Dr. S. Baron wurde Yorker Institut für Religionswissenschaft berufen. — Dr. Max Wiener (Stettin) wurde zum Gemeinderabbiner Berlins gewählt. — In Amerika starb Rabbi Abraham J. Plata, aus Kiew stammend, im Alter von 107 Jahren. — Rabbiner Zirelsohn protestierte im rumänischen Parlament gegen den Zwang, jüdische Kinder am Sabbatb zum Schulbesuche zu verhalten. — Der Kattowilzer Rabbiner Dr. Louis Lewin hat die Leitung der Erziehungsanstalt in Breslau übernommen. WISSENSCHAFT UND KUNST. An der Harward-Universitäl, der angesehensten Hochschule Amerikas, wurde ein Lehrstuhl für jüdische Geschichte und Literatur errichtet und hiefür Prof. Harry Wolfsohn berufen. — Die deutsche Republik trägt die Kosten für die Pflege des Grabes Heinrich Heines in Paris. — Der Chefarzt des Warschauer jüdischen Krankenhauses, Dr. Schweizer, erhielt das Offizierszeichen des Ordens ,,Polonia Restituta", eine der höchsten Auszeichnungen der polnischen Republik.