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Menorah · 1925-10-01 · Heft 10 (Oktober 1925) · p. 201

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
3 (1925)
Issue
Heft 10 (Oktober 1925)
Article
[Nachricht]
Date
1925-10-01
Page
201 (sequence 1)
Language
German
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MEN O RAH III. JAHRGANG OKTOBER 1925 NR. 10 Wir veröffentlichen in dieser Nummer als Titelbild die Reproduktion eines Gemäldes (unbekannter Meister, erste Hälfte des XIX. Jahrhunderts) aus der Sammlung Seeligsberger (Würzburg). Wir verweisen auf unseren Aufsatz Seite 3. Diese Nummer enthalt Reproduktionen nach Originalen von Ludwig Blum und Hermann Fechenbach. INHALTSVERZEICHNIS ERICH TOEPLITZ (Frankfurt a/M.) : Die Svnagoge in Heidingsfeld GERHARD BIRNBAUM: Vergänglichkeit Rabb. Dr. VIKTOR KURREIN (Linz) : Die Monate des Jahres in der volkstümlichen Deutung HERBERT URFAHR : Drei Gedichte Univ. Prof. MAX EISLER (Wien) : Von unseren jungen Künstlern ILLES KACZER: Der Traumsiedler 1. Forts. Dr. J. JACOBSOHN (Berlin-Hermsdorn : Zur Moses Mendelssohn -Ausstellung in Dessau EUGEN HOEFLICH: Der Mörder (Forts.) Bibliographie Frauenwelt: Unsere Mutter. Von A. K. Für unsere Kleinen : Die Kinderpredigten des Dubnoer Mnggid Zufolge längerer Abwesenheit unseres Mitarbeiters Herrn Richard Rcti entfiel diesmal die Rubrik „Schach". UMSCHAU Auf der denkwürdigen Tagung, die der ..Reichsbund jüdischer Front Soldaten" vom 5. bis 7. September d. f. in Worms und Köln abhielt, erschien auch der Staats p r ä s i d c n t von Hessen, Ullrich. In seiner Rede, die er bei der Feier in Worms hielt, finden sich folgende, sehr bemerkenswerte Stellen: .....Die Gründling des Bundes der Frontsoldaten war eine l'olge der nach dem Kriege wiedererstandenen maßlosen antisemitischen B ew o g u n g, ... Ihr Bund hat die Aufgabe, dahin zu wirken, daß alle Ihre Glaubensgenossen als gleichberechtigte Bürger. ungestört von völkischen Hetzern, im. Lande Ihrer Väter und Kinder leben können. . . . Ich wünsche, da Ii der Gedanke der Gleichberechtigung sich so sehr und sc intensiv den Massen des Volkes mitteilt, daß Ihr Bund nicht mehr nötig sein möge. Solange dies aber nicht der Fall ist, müssen Sie auch weiterhin unermüdlich als Reichsbund jüdischer Frontsoldaten auf dem Posten sein.'* In einer in den Sophiensälen Berlins abgehaltenen Versammlung desselben Reichsbundes jüdischer h ronlsoldaten machten Polizeioberst L a n ge und Kapitän zur See P e r s i u s nicht minder bemerkenswerte Äußerungen. Polizeiobersl Lange stellte den jüdischen Frontsoldaten das denkbar beste Zeugnis aus und Kapitän I >crsius sagte n. a.: „Der Antisemitismus ist die große Schande für uns Deutsche. . . . Man suchte nach dem Kriege nach einem Prügeljungen, aul den man dir Schuld abwälzen könnte." •v- Baron Edmund Rothschild hat an den XIV. Zionistcnkongreß auf die ihm von diesem anläßlich seines 80. Geburtstages dargebrachten Glückwünsche mit folgender Depesche geant- Othmar Schiff Miiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiilliiiiiiiniiiimiiiinlliiiiinlliiiiiiiiiiiliiiiiin „Ich danke Ihnen für die mir im Namen des Kongresses übersandten Wünsche. Ich bewundere die ungeheure Arbeit, die vom Zionismus geleistet, wurde, und danke dem Ewigen, daß er mich an meinem Lebensabend die Wiederbelebung Israels im Lande unserer Ahnen sehen ließ. I Ibermiltein Sie der hohen Versammlung meine Wünsche anläßlich des XIV. Kongresses." EREZ JISRAEL Im. Monat Juli wanderten rund 2900 Personen in Palästina ein. — In der palästinensischen Industrie sind bisher rund zwei Millionen Pfund von Juden investiert worden. 5000 Arbeiter sind in der Landesindustrie beschäftigt. — Die Palästinaregierung hat beschlossen, die ganze Hälfte des Nachlasses des jüdischen Philanthropen Kadoorie für die Errichtung einer jüdischen Landwirtschaftsschule in Afulch zu verwenden. — Nach einer soeben bekanntgewordenen Statistik sind seit dem Jahre 1919 bis Ende August 1925, 77.000 Einwanderer nach Palästina gekommen. (Juden derzeit 15'' der Bevölkerung.) — Der Nationalfonds hat ein Terrain im Ausmaße von 45.000 Dunum (etwas mehr als 4000 Flektar) nördlich vom Mcromsec erworben. — Der Araber Hussein Amro, der in der Nacht des 14. Juni I. J. ein Mordattentat gegen den Gouverneur der Nordprovinz Palästinas, Mr. Abramson in Hebron, versucht hat, wurde vom Gericht zu sieben Jahren Zuchthaus verurteilt. — Das palästinensische Bürgerschaftspeset /. ist. am I . August in Kraft getreten. Der neue Oberkommissär für Palästina, Lord Plumer, ist am 25. August in Jaffa eingetroffen. Er wurde vom Obersekretär Coloncl Symes, vom Gouverneur General Storrs und von der Bevölkerung herzlich empfangen und begrüßt. Die Bürgermeister von Jaffa und Tel-Awiw hielten Ansprachen. Am selben Tage leistete Lord Plumer den Eid als Oberkommissär von Palästina. Der Lidesleistung wohnte als Vertreter der Jewish Agencv Colonel Kisch bei. —- In der palästinensischen Textilindustrie sind neue Unternehmungen gegründet worden: eine Seidenweberei, eine Wollwirkerci, eine Fabrik für Unterkleidung, für Schuhriemen, für Nähgarnspulung und eine Teppichweberei. — Die jüdische National- und Universitätsbibliothek in Jerusalem zählt nach dem letzten Ausweis mehr als 100.000 Bände. — Im Monat August sind in Palästina 3696 Personen eingewandert. — In Tel-Awiw fand eine Protest Versammlung gegen den Plan der Judenkolonisation in Rußland statt. — Die Palästina- Zentrale der Agudas-Jisroel hat in Beerfelden im Odenwald 100 Morgen Land zwecks Errichtung einer Farm für Ausbildung deutscher Olim erworben. ~- Am hebräischen Technikum in Haifa fanden die ersten Jahresprüfungen statt. — Die Protokolle der Stadtratssitzungen in Jerusalem, werden von jetzt ab auch in hebräischer Sprache geführt werden. — Die Zahl der Arzte in Tel-Awiw betrug am I. Juli d. J. 110. AUS ALLER WELT Der neue Oberkommissär von Palästina. Heldmarschall Lord Plumer, emplmg am I 3. August in London den Oberrabbiner des britischen Reiches, Dr. J. H. Hertz. — Dr. Boris Bogen, der gewesene europäische Direktor des Joint Distribution ( ommittee, wurde zum Generalsekretär der Weltorganisation Bnei Brith erwählt. — Dem Bericht der amerikanischen Regierung vom Jahre 1924 ist zu entnehmen, daß sich das jüdische Bauernelement im Lande immer mehr verstärkt. —• Baron Edmond de Rothschild, der große jüdische Philanthrop und Begründer der jüdischen Kolonisation in Palästina, ist am 19. August 80 Jahre alt geworden. — Gegenwärtig leben in Lettland 8374 Juden ohne Staatszugehörigkeit. — In diesem Jahre sind im Büro des amerikanischen Keren Flajcssod mehr als 1,850.000 Dollar? an Spenden eingelaufen. — In Berlin hat Größte internationale Kunstwerks tä tte für ^^j^fj J Ü^ämtnCrrinCr 6 Perücken, Scheitel u. Transformationen g'cgcn;Lr dem Hotei Bristol g liefert seit mehr als anderthalb Jahrzehnten den vornehmen orthodoxen Damen aller Länder Perücken. Spezialität: Brautscheitel, diese werden der Mädchenfrisur mit verblüffender Täuschung nachgemacht

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