Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 3 (1925)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1925)
- Article
- Abraham [Illustration]
- Date
- 1925-07-01
- Page
- Seite 152 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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152 MEMO m ' Ä" ' mf ff? J. J. ISAÄCSON U * l :! ABRAHAM RUDOLF FUCHS Brautwerbung (Aus der ,,Liebesmesse". Manuskript) Drei Sterne standen über Abrahams Hütte, Stern Ungeduld, Stern Freiheit, Stern Einsamkeit, Rings im Gesträuch hing die nächtliche Zeit, Sein Vaterherz schlug in der Mitte. Aber im ölbaumduftenden Wiegenland Der Knecht, der Bot', der Brautwerber stand, Stand auf von seinem Lager fromm Und trank im Geist nochmal Willkomm; Wie sie ihn labte aus kühlem Krug, Auch für die Kamele Wasser trug. Und wie sie ging, zuard der Abend mild, Als hätt' sie der ganzen Welt Durst gestillt. Und zuenn sie am Brunnen lächelnd blieb. Ward erst dem Wasser die Klarheit lieb. RAH RUDOLF FUCHS Der Ch al u z Auf dem Schiff, das südwärts rollte, Saß er, der nach Jaffa zuollte, Sah die Küste, sah sie schwinden, Hörte keinen Fluß mehr münden. Kleine Mädchen, Georginen, Werd' ich euch als Gärtner dienen? Kleine Mädchen, Anemonen, Werd' ich, Gärtner bei euch zuohnen? Chaluzim, Chaluzim, Chaluzim! Dem Unüberwindlichen — Grimm! Galiläa wird es lohnen, Wird Zypressen tragen und Zitronen! Drei Pfund türkisch sind geblieben, Gold geprägt, gewechselt hüben, Sind sein Stab und seine Schlange Und er hofft, sie reichen lange. Starkes Leder, guter Spaten, Fester Stock, in Moor zu waten, Zeigt er alle seine Pfänder, Läßt ihn durch der Engelländer. Chaluzim, Chaluzim, Chaluzim/ Dem Unüberzoindlichen — Grimm! Galiläa zuird es lohnen, Wird Zypressen tragen und Zitronen! Kam der Teufel, breit und bieder: „Langeweile drückt dich nieder. Laß sie ruhen, die Gefühlchen, Komm, probier ein Würfelspielchen! Du — jetzt ich — gib her den Batzen! Ich — jetzt du, ei, kannst du kratzen! Nun, zum Letzten — gib die Dinger, Sonst zerbrech' ich dir die Finger . . . /" Chaluzim, Chaluzim, Chaluzim/ Dem Unüberwindlichen — Grimm! Galiläa zuird es lohnen, Wird Zypressen tragen und Zitronen I Gabriel, ein Bot' des Herrn, Wandelte an Bord nicht fern, Machte, daß es nur ein Traum war, Rührt die Schulter, küßt sein Traumhaar — Minaretts und Zitadelle Dehnen sich in Mondeshelle, Geld im Sack, und Koffer, Stiegen, Ach, am liebsten möcht er fliegen! . . . Chaluzim, Chaluzim, Chaluzim/ Dem Unüberwindlichen — Grimm / Galiläa wird es lohnen, Wird Zypressen tragen und Zitronen /