Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 3 (1925)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1925)
- Article
- Die Eröffnung des Bikur Cholim-Hospitals in Jerusalem [Illustration]
- Date
- 1925-06-01
- Page
- 121 (sequence 1)
- Language
- German
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III. JAHRGANG JUNI 1925 NR. 6 Wir veröffentlichen in dieser Nummer als Titelbild die Reproduktion eines Gemäldes von MANE KATZ (Paris): „DER TALMUDSCHÜLER", und verweisen auf unseren Aufsatz Seite 128. INHALTSVERZEICHNIS Univ.-Prof. MAX EISLER (Wien): Rembrandts Bibel (vide hiczu unsere Illustration in Nr. I des III. Jahrganges) Dr. MARCUS KOHN (Basel): Von der Waisenfürsorge des altjüdischen Staates OSKAR NEÜMANN: Zion Der Maler MANE KATZ J. P. SCHAPIRA: n,..,,;.;:«.!,, Fragmente Zwei Gedichte des JEHUDA HALEVI OSKAR NEUMANN (Bratislava): Mirjam ALEXANDER EBENESER: Die Stadt am Berge WILHELM LÖWINGER: Der Anteil der Juden an FrauenweluLW? Mutter von A. K. Modenolizen, Schach, Für unsere Kleiner, AN UNSERE LESER! Bei unregelmäßiger Zustellung unserer Zeitschrift wolle zuerst bei der zuständigen Postanstalt reklamiert werden. Bei Erfolglosigkeit ersuchen wir um schriftliche Mitteilung an unsere Verwaltung, Anschrift: Wien I/l, Postfach 152. Adressenänderungen sind im eigensten Interesse umgehendst bekanntzugeben. Die Verwaltung der „Menorah" UMSCHAU Der jüdische Staatsgedankc wurde durch die Pariser Konferenz der Zionisten-Revisionisten wieder in Erinnerung gebracht. Als HerzI den politischen Zionismus begründete, war sein Ziel die Schaffung eines jüdischen Staatswesens. Sein erster Aufruf trägt daher auch bezeichnenderweise den Titel „Der Tudenstaat". Noch zur Zeit der Balfour-Deklaration, selbst bei der Konferenz in San Rcmo war es der jüdischen und nichtjüdischen Öffentlichkeit klar geworden, daß die politische Arbeit der Zionistischen Organisation letzten Endes die Schaffung eines jüdischen Staatswesens bezwecke. Das Wort „National home" sollte damals beinhalten: ein jüdisches Staatswesen nach Art der englischen Kolonien (Commonwealth) mit einer beschränkten Autonomie, daher die Chance zur Schaffung einer jüdischen Majorität gleichzeitig mit der Sicherung der Existenzbasis für die schon in Palästina ansässige jüdische Minderheit. Durch das englische Weifsbuch vom fahre 1922 wurde aber der Begriff „National home" auf den Rechtskreis einer sehr eingeschränkten Selbstverwaltung in rein jüdischen Angelegenheiten festgelegt. Heute scheint daher die Diskussion über den staatsrechtlichen Charakter unserer Nationalheimstätte ohne jede Aktualität. Mit Unrecht. Der heiße Pulsschlag des jüdischen Lebens im Lande beweist täglich, daß der Aufbau von Ercz Jisrael mehr als ein historisch unbedeutendes Experiment, mehr als die organisatorische „Spielerei" einer Gruppe von Idealisten geworden ist. Palästina ist heute das Z e n t r a 1 b e c k e n, in das alle politischwirtschaftlichen Energien des jüdischen Volkes die (< e u 1 a h zu befruchten. Palästina ist heute der einzige politische und wirtschaftliche Konzentrationspunkt für alle Juden geworden, denen ein Weiterleben in den Galuthländern. insbesondere des Ostens, aus politischen, wirtschaftlichen und geistigen Gründen unmöglich geworden ist. Erez Jisrael schickt sich heute bereits an, wenigstens den politisch-wirtschaftlichen Teil der Judenfrage einer Lösung zuzuführen. Dies verlangt aber den Einsatz vollkommen anderer Mittel und Methoden, als der ewigen Unzulänglichkeiten, mit denen bisher das Aufbauwerk zu kämpfen hatte. Das jüdische Leben zeigte uns in der gesteigerten kleinbürgerlichen Einwanderungswelle der letzten Zeit den Weg: er Hegt in der Großkolon isation und diese führt zur jüdischen Mehrheit, zum Judenstaat. Wirtschaftlich drückt sich dies darin aus, daß von der Methode des Aufbaues durch Spenden zur Zunahme privater Kapitalinvestitionen und vor allem zur großen Kolonisationsanleihe geschritten wird, die von dem palästinensischen Arbeiterführer Arlosoroff schon seit Jahren als einzig möglicher Ausweg erkannt wurde. Die Kolonisationsanleihe wird die wirtschaftlichen Voraussetzungen zum jüdischen Staate schaffen. Auch der religiöse Zionsgedanke ist unlösbar mit der Errichtung eines jüdischen, gottgeweihten Staatswesens verbunden, eines Staates, in dem die politische, wirtschaftliche und geistige Manifestation des jüdischen Wesens zum Ausdruck gelangt, wobei es selbstverständlich ist, daß die von Gott eingesetzten Gebote der Gerechtigkeit allen Landesbewohnern gegenüber zur Geltung kommen müssen. Der Verlag „Eschkol", dessen aeistige Leitung die bekannten Schriftsteller Jakob K 1 a t z k i n und Nachum G o I d m a n n innehaben, beabsichtigt eine jüdische Encyklopädie in hebräischer und deutscher Sprache herauszugeben. Chefredakteur wird Dr. Klatzkin sein. Herr Dr. Simchoni wird ihm bei der Herausgabe zur Seite stehen. Der Wagemut und das Selbstvertrauen, das zu einem solch gewaltigen Unternehmen erforderlich ist, kann nicht hoch genug gewertet werden. Insbesondere wenn man bedenkt, daß einer wie Achad Haam jahrelang seine besten Kräfte in der gleichen Richtung angesetzt hat und trotzdem über die ersten Vorarbeiten nicht hinausgekommen ist. Seine diesbezüglichen Bemerkungen im ersten Bande seiner Schriften „dem Scheidewege" haben nach wie vor an Aktualität nichts ver- Um so größer ist die Verantwortung, die der Herausgeber der angekündeten Encyklopädie vor der jüdischen Öffentlichkeit auf sich nimmt. Es ist dringend zu hoffen, daß Dr. K 1 a t z k i n bei der Auswahl seiner Referenten von dem Grundsatz ausgehen wird, daß diese Encyklopädie zum Nachschlagewerk für alle Teile des Volkes werden soll. R. W—ß /~\ I 1 O 1 *ff Gröfhe internationale Kunstwerkstätte für YV/; n T l^Üv-nf n A*-rinrr fk Uthmar ^Chlir PerückeD> ScheiteI u- Transformationen wien^Sb«™?f™ g liefer, mehr a]s anderthaIb Jahrzehnten den vornehmen orthodoxen Damen aller Länder Perücken. ini:;jj11;.;.ij1111Ii......ijr11:111jjj11:1111j......j;i.i;,ii'.i;:■.....jj..........;,iu11...................,..............11ini...ii11nji- Spezialität: Brautscheitel, diese werden der Mädchenfrisur mit verblüffender Täuschung nachgemacht