Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 2 (1924)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1924)
- Article
- [Chanukkahtage] [Nachricht]
- Date
- 1924-01-01
- Page
- 1 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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MEN O RAH II. JAHRGANG DEZEMBER 1924 NR. 12 Als Titelbild veröffentlichen wir in dieser Nummer eine Reproduktion aus den Bildern zur Bibel von Abel Pann (Jerusalem) und verweisen auf den Aufsatz „Das künstlerische Werk Abel Panns" (Seite 7). Dieser Nummer liegt bei: SCHLEMIEL, Jüdische Blätter für Humor u. Kunst Nr. 1 INHALTSVERZEICHNIS Erich TOEPLITZ (Frankfurt a/M.l: Die Menorah des Tempels Nachum GLATZER: Gleichnisse und Legenden Franz ROSENZWEIG: Aus den Gedichten des Jehuda Halevv Otto SOYKA: Als ich dich fand . . . Ernst MANNHEIMER: Psalm Das künstlerische Werk Abel PANNS (aus dem Hebräischen) Hermann BLUMENTHAL: Gilgul (5. Fortsetzung) Dr. Ing. W. MAJERCZIK 'Berlin): Elektrizität in Palästina Dr. Wolfgang WEISL (Jerusalem): Alltag in Zion Jakob FINGERMANN: Die Wallfahrt nach Grinzing Leo FELD: Rudolf Schildkraut Wilhelm LÖWINGER (Wien): Der Anteil der Juden an den Naturwissenschalten Bibliographie, Schach, Reise und Sport, Mode. Für unsere Kleinen UMSCHAU Keiner unserer historischen Gedenktage mahnt uns eindringlicher an die unlösbare Einheit von Volk, Staat und Lehre als die lichten Chanukkahtage. Wer Chanukkah nur als konfessionelles Fest feiert, der verkennt, daß damals ein Volk nicht nur um seinen Gott, sondern auch um seine menschliche Würde rang. Wer wieder vermeint, daß Juda Makkabi nur um die Errichtung eines geordneten jüdischen Staatswesens kämpfte, der vergißt, daß die Wiedercinweihung des Beth- Hamikdasch, des Nationalheiligtums im Mittelpunkt der historischen Ereignisse stand. Juda Makkabi und die Seinen rangen um ihre Würde, um ihre Unabhängigkeil und um ihre überlieferte Gottcslehrc. Eines ist im anderen verschlungen. Es gibt für ein Volk keine Würde ohne ein Minimum nationaler und sozialer Unabhängigkeit, und es gibt keine innere Freiheit ohne die Hingabe an das Weltgesetz. Eines ist im anderen verschlungen und erst alles zusammen gibt den jüdischen Begriff der Freiheit, des Cheruth wieder. Das ist der Sinn des historischen Chanukkah und der Festtage der jüdischen Zukunft. Robert W c l t s c h, einer der weitsichtigsten jüdischen Publizisten, schrieb in der „Jüdischen Rundschau" einen — volkswirtschaftlich gesehen -— überaus bemerkenswerten Artikel über die Probleme der neuen Palästina-Einwanderung. Auch an dieser Stelle wurde öfters schon darauf hingewiesen, daß der soziale Charakter der Ein- I s I i Vornehmste Herrenyardcrobe nach Alaß aus oriijniaßeiiijfiscßeii Stoffen, Schnitt i Ausführung anerkannt tadellos hei ARTHUR LEDERER CT ranz Schlafs Söhne Nfy.) Wien, L, Opcnicjasse 16, I. Stock Gegrüncfet r'ni Jahre IS2 5 Telephon 24=12 Eigene Einrichtung für streng rituelle Ausführung wandererschichten sich in den letzten Monaten durchaus geändert hat. Während früher das jugendliche Chalu/elemenl die Mehrheit bildete, wanderten im Monat September allein dreihundert F a m i 1 i e n mit einigem, wenn auch geringen Kapital in Erez Jisrael ein. Es ergibt sich daraus die dringende Notwendigkeit, den wirtschaftlich oft sehr naiven Immigranten mit Rat und Kredit über die Schwierigkeiten der ersten Zeit hinwegzuhelfen. Robert Weltsch verlangt nun die Einsetzung einer verantwortlichen, wirtschaftlichen Instanz, die aus fachmännisch geschulten, urteilsfähigen, vertrauenswürdigen Personen sich zusammensetzen sollte. Ihre vornehmste Aufgabe wäre es, den eben Angekommenen wirtschaftlich zur Seite zu stehen. Mit Recht betont Weltsch: „Aller Scharfsinn und alle Bemühung muß angewendet werden, um die ins Land geströmten Energien in die Kanäle p roduktiver Tätigkeit zu leiten." Es ist offensichtlich, daß die ökonomisch u n g e r e g e 1 t e Einwanderung kleinbürgerlicher Elemente eine schwere Belastung für die noch nicht allzu tragfähige Erez-JisraelAVirtschaft bedeutet. Nur die Überführung dieser kleinen und kleinsten Kapitalisten in w i r ts c h a f t s f ö r d e r n d e Berufe kann ihre Energien und Geldmittel nutzbringend dem palästinensischen Wirtschaftsleben eingliedern. Jede ökonomische Anarchie, jeder Zweigbetrieb, jeder volkswirtschaftlich unproduktive Kettenhandel, jede Vergeudung und Zersplitterung \on Zeit, Arbeit und Kapital rächt sich doppelt im Wirtschaftsleben junsrer Kolonialländer. R. W. SEIDENWEICH U N D LOCK1 Q V/illD DAS HAAR | ELI DA ■! SHAMPOON /^V , 1 1 •ff GrölitcinteMialionaleKunsUverkstättcfür Vj^'^ J Kämtnerring 6 V Jl hm^y ^Pnltl Perll(*en> Sclieitel u. Transformationen ^ber dem iuei Bristol ö A * liefert seit mehr als anderthalb Jahrzehnten den vornehmen orthodoxen Damen aller Länder Perücken. ......i;,,,!-,;,.,.,; .......,„..;, L.iuimhiiiuiiiii Spezialität: Brautschcitel, diese werden der Mädchenfrisur mit verblüffender 1 äuschung nachgemacht