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Menorah · 1924-10-01 · Heft 10 (Oktober 1924) · p. Seite 24

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
2 (1924)
Issue
Heft 10 (Oktober 1924)
Article
Was uns die Herbstmode Neues bringt
Date
1924-10-01
Page
Seite 24 (sequence 3)
Language
German
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24 M E N O R A M u ms R eMue i NiKXjhQ v * * * r<jiiiiiii>ii!:!iiiniiiii!iiiiii!iiiiii!iiii;ii!i!i:i:iiiiiiiiiiiiin;;;.......■■ -; i i i: i: 111; i! i; t n111: i: i: u i■ Pflegen Sie Ihre Zähne! „GIMBO" Mundwasser, Zahnpasta Zahnpulver HERBERT die als Schal um den Hals geschlungen werden. Viele dieser Kleider und Kasacken sind vorn oder seitlich geschlitzt und lassen ein durch Farbe oder Materialverschiedenheit abstechendes Unterkleid sehen. Oft auch ist das Oberkleid plissiert und der Schlitz wiederholt sich am Halsausschnitt. Wohl wenige Frauen unter den Trägerinnen dieser Modelle ahnen, daß die Grundform, auf die sich jene Moclc zurückführen läßt, in der Tracht einer italienischen Bürgersfrau aus dem 13. Jahrhundert zu linden ist. Ebenso wie das Plissee, das häufig in Kniehöhe als Abschluß des Kleides angebracht wird und sich in zarterer Ausführung um den Hals legt, seine Vorfahren unter den Modeformen zu suchen hat, die in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts in England beliebt waren. So erkennt man nur immer wieclei, wie wenig wirklich Neues es gibt und daß nur das rasche Vergessen alles wieder neu erscheinen läßt. F.-H.-K. Aus dem Buche der Narrheiten 4. DIE KATZE. Zwei Jahre halten die Chelmcr vergebens darauf gewartet, daß der Tempel von selbst wachsen würde. Als sie dann endlich erkannten, daß dies nicht geschehe, ließen sie den Maurer wieder arbeiten. Nun ging der Bau rasch vorwärts. Einmal, der Tempel war schon beinahe fertig, erblickten 'die Chelmer hoch oben auf dem Baugerüst eine Katze. „Weg! Weg! Gehst du weg!" schrien sie alle zornig. Denn die Katze ist ein nicht koscheres Tier, und sie wollten nicht, daß solch ein Wesen das erste sei, das den Tempel betrete. Erschrocken lief die Katze davon, aber sie wurde von den Chclmern eingefangen, und diese hielten ein Gericht über sie. „Niemand hat ihr erlaubt," sagte ein Chelmcr, „den Tempel als erster zu betreten. Da sie es dennoch tun wollte, muß sie bestraft werden. Wir wollen sie daher hoch oben vom Gerüst herabwerfen, damit sie dann tot ist." Alle waren damit einverstanden. Die Katze wurde wieder auf das Baugerüst getragen und von 'dort hinuntergeworfen. Katzen fallen aber immer auf die Füße, und hurtig lief sie davon. Alle Chelmer eilten ihr nach, und bald war die vierfüßige Verbrecherin wieder gefangen. „Wißt ihr," sagte ein Chelmer, „warum sie sich nicht erschlagen hat? Sie hat sich in der Luft herumgedreht und ist gesprungen. Wenn man sie während des Fallens festhalten würde, daß sie sich nicht drehen und nicht springen kann, dann würde sie sich gewiß totschlagen." Das sahen alle Chelmer ein, und so mußte der Tempcldicner die Katze in den Arm nehmen und wurde mit ihr vom Gerüst hinabgeworfen. Im Fallen hielt der Tempeldiener die Katze sorglich fest, und als der arme Mann mit zerbrochenem Fuß schreiend am Boden lag, lief sie lustig davon. 5. DAS KLOPFEN ZUM GEBET. Vor dem Roschhaschanahfeste geht man morgens noch früher in den Tempel als sonst. Es ist daher in den Judenstädten des Ostens eingeführt, daß der Tempcldicner an alle Fenster klopft, um die Leute zu „Selicholh", so heißt das Gebet, zu wecken. Der Tempcldicner in Chelm sagte aber, er müsse hiezu unbedingt einen Gehilfen bekommen. Bis er allein an alle Fenster geklopft habe, sei „Selichoth" längst vorbei. Es wurde deshalb eine Gemeindeversammlung einberufen. Der Antrag des Schammes, ihm einen Gehilfen zu geben, schien allen zu teuer und zu unpraktisch. Nach langer Beratung wurde endlich beschlossen: Jeder Jude muß einen Fensterladen seiner Wohnung auf einen bestimmten Platz tragen. Dort kann dann der Tempeldiencr ruhig auf ein Fenster nach dem andern klopfen. Ob dadurch alle Chelmcr geweckt wurden, das mußt du erraten. DER KLEINE FRITZ. Fritz machte ein trauriges Gesicht, während er die Linsen aß. Sie wollten ihm gar nicht schmecken. Dennoch wagte er es nicht, die Speise stehen zu lassen, war doch die Mutter so strenge, daß es, wenn man das Gemüse nicht verzehrte, keine Mehlspeise gab. „Wenn ich doch so wie unser Stammvater Jakob sein dürfte", seufzte Fritzchen plötzlich. „Das darfst 'du gewiß sein", sagte die Mutter. „Wir sollen uns doch bestreben, so tüchtige Menschen wie unsere Stammväter zu werden." „Darf ich also wirklich wie Vater Jakob sein?" fragte Fritz. „Selbstverständlich. Ich habe es dir doch schon gesagt." „Nun," rief Fritzchen jubelnd, „Jakob hat seine Linsen auch nicht selbst gegessen." Und er schob seinen Teller seinem älteren Bruder zu, der gerne auch noch eine zweite Portion verzehrte. Über all dies mußte die Mutter lacken, und so gab es heute für den kleinen Fritz doch noch eine Mehlspeise. Siegfried A b e 1 e s. DCPPELRÄTSEL. Suche sieben zweisilbige Wörter: 1. Schwester des größten Lehrers der Juden; 2. Zwillingsbruder eines unserer Stammväter; 3. Mensch, der zur Zeit der Sintflut lebte; 4. wozu der Altar im alten Tempel diente; 5. Lieblingsfrau Jakobs; 6. erster Hohepriester; 7. Feind Mordcchais. Die Anfangsbuchstaben dieser Wörter, der Reihe nach gelesen, ergeben ein neues Wort. In 'der einen Bedeutung erfreut es dich allmonatlich, in der anderen nur einmal des Jahres durch acht Tage. Auflösung im nächsten Hefte. Die Namen der Einsender richtiger Lösungen werden hier veröffentlicht. STEINMETZ, HERRENWÄSCHE WIEN, I, LILIENGASSE 2

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