Mannheim
Compact Memory

Menorah · 1924-01-01 · Heft 10 (Oktober 1924) · p. 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
2 (1924)
Issue
Heft 10 (Oktober 1924)
Article
Gute Botschaft aus Erez Jisrael ... [Nachricht] / R. W.
Date
1924-01-01
Page
1 (sequence 1)
Language
German
Belongs to
correspondence
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2912821-2912828-2912837--01105-2914713
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

MENORAH II. JAHRGANG OKTOBER 1924 NR. 10 UMSCHAU Gute Botschaft aus Erez Jisracl: Große Bodenkomplexe sind in jüdischen Besitz übergegangen, Juden aller, tatsächlich aller Partcilagcr haben sich nn diesen Käufen beteiligt. 1 6.000 Dunam Neuervverb der P a 1 e s t i n c Land Development Company, 34.000 Dunam durch den Kcrcn Kajemeth und 4000 Dunam durch die Agudas J i s r o c 1: im Emek Jcsreel (Tal Jcsrecl) werden jetzt 160.000 Dunam Land von jüdischen Bauern bearbeitet, Land, das noch vor fünf Jahren Sumpf und Stcinfcld war! Mehr noch als die großen Ziffern des Ncucrwcrbcs erfreut die Tatsache, daß der Jischuw Erez Jisrael langsam aufhört ein Politikum, eine Partciangelegenhciten zu sein. Alle Lager des jüdischen Volkes entsenden jetzt ihre besten Menschen ins Tal Jcsreel, damit sie Zeugnis dafür abgeben, daß zwar Weitanschauungen die einzelnen Siedlergruppen trennen und einander entfremden mögen, daß aber an der leidenschaftlichen Arbeitshingabe keines Juden, möge er welcher Partei auch immer angehören, gezweifelt werden kann, Es gibt nur eine Mizwoh Jischuw Erez Jisrael, ein Gottesgebot der Siedlung im Lande. Deshalb sind die Aspekte der weiteren Siecllungsarbeit besser geworden. Das Jorclan-Stauwcrk und der Hafenbau, zwei Werke von gigantischen technischen und finanziellen Dimensionen werden die größten polirischen und materiellen Kraftanstrcngungen vom jüdischen Gcsamtvolk in absehbarer Zeit erfordern. Gewiß wird und muß es verschiedenartige Schulen, Lchrhäuser, kulturelle Institutionen aller Art in Env. Jisracl geben und das Ringen um die Ach tung der jüdischen Tradition kann und darf nicht vermieden werden: aber in eine n; modernen Hafen in Jaffa oder Haifa werden die Chaluzim aller Parteien zuerst das heilige Land betreten und e i n Jordan-Stauwerk wird die frommen und unfrommen Siedler mit Kraft und Licht versorgen . . . Das Kommissariat für Hygiene beim Gouvernement Odessa veröffentlicht 'die Resultate einer Enquete über den Gesundheitszustand der Odessaer jugendlichen Arbeiter, die Ende 1923 veranstaltet wurde. Von den untersuchten 1123 Arbeitern waren über 70Juden. Bloß 16-9'; der jüdischen Arbeiter wurde als gesund befunden, bei den Nichtjuden die doppelte Anzahl. Lungenkranke: 51'' der luden gegen 20'■< clor Nichtjuden. Bleichsüchtig: 16'^ Juden und 9*5'' Nichtjuden. Nervenkranke 13-7'' Juden und 5-4'' Nichtjuden. Vollwaisen: 23*8' ' Juden und 15• 3'' Nichtjuden. Diese Elendsziffern sind nicht nur für Odessa gültig. In der Ukraine sind noch immer nicht normale Lebensbedingungen für die jüdische Bevölkerung geschaffen worden. Sic hungern und beten. Arbc:tsmöghchkeiten sind keine vorhanden. Die Lage der Juden in Rußland ist nach wie vor unverändert geblieben. Wohl haben die Verfolgungen und Pogrome nahezu aufgehört, aber das kommunistische Regime hat dem jüdischen Kleinhandel ein Ende bereitet und dadurch 90'' der jüdischen Masse zum Hungern verurteilt. Zu diesen chronischen Herden jüdischen Elends kommt noch die ,,amerikanische Katastrophe", das hilflose, verzweifelte Umherirren tausenclcr jüdischer Emigranten. Man sollte nun erwarten, daß angesichts dieser Situation die großen jüdischen Hillsgesellschaften bald die Plattform zur gemeinsamen Durchführung ihrer Arbeiten finden würden. Die zweite Karlsbader Wclthilfskonferenz aber hatte nicht die Kraft, che einheitliche Leitung der allweltlichcn jüdischen hiirsorgcarbeit durchzusetzen. Leclig- Vonteßmste Herrtthjardcrobc mhb Abaß aus oritf!naf=cnijfischen Stoffen, Sduirt mnl Ausfü/iru/iif anerkannt taifeffos bei ARTHUR LEDERER CTranz Scßfaf's Sö/.wc Nfl/J Wien, JtJ Opcnujassc 16, L Stodt Cnyräna'e/ ritt Jahre AYJ 5 - - Teleplwi 24 OON O 1 *f£ ^ö!7inU7VT^ Wien, l, Kärntnerring 6 vJtniTl3.r ^Cnlll Pmicta, Scheitel u. Transformationen gcgonübcr dem Hoid Bristol ______ iioferl Sl.it mt,lu ajs ancl(.,thalb Jahr/ehn'.en den vornehmen orthodoxen Damen aller Länder Perücken. .....i.^.iii.iiiiiiüiiiiiiiiiii!::;!!!!,;,:,......................■IU::,i.ü........... ".. ' . ..... Spezialität: Brautscheitel, diese werden der Mädchen fr isur mit verblüffender Täuschung nachgemacht

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.