Mannheim
Compact Memory

Menorah · 1924-08-01 · Heft 8-9 (August 1924) · p. Seite 31

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
2 (1924)
Issue
Heft 8-9 (August 1924)
Article
Herbstmantel aus Doublestoff mit glockig geschnittenen Seitenteilen [Illustration]
Date
1924-08-01
Page
Seite 31 (sequence 1)
Language
German
Belongs to
illustration document
OCR quality
86% known words query
IRI
…/2912821-2912828-2912836-2914486--01088-2914581
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

M E N O R A H 31 Herbslmanlcl aus Doublestoß mit glockig gcschnitlenen Seitenteilen RATGEBER FÜR DIE KÜCHE EINIGE FEINERE WIENER TORTEN 1. Milchig, das heißt mit Butter Viktoria-Torte 6 Dotter, 10 dkg Butter mit 1 2 dkg Schokolade erweichen, gut abrühren, 12 dkg Zucker, 6dkg Kartoffel- oder Reismehl, von 6 Klar Schnee dazu, gut verrühren, backen, mit Marmelade füllen und Schokoladeglasur darüber. V anille platzchen Vi kg Mehl, 4 dkg Butter, 9 dkg Zucker. 2 ganze Eier, 3 g Natron in I Löffel Milch gelöst, etwas gestoßene Vanille zu feinem weichen Teig kneten, ihn dann messerrückendick auswalken, mit kleinen Förmchen ausstechen, hell backen. Topfentorie Nufigroßes Stück Butter mit 1 Dotter und '/:-Löffel Zucker gut abtreiben, 4 dkg Mehl dazu. Die Form am Boden und an den Seiten damit dünn auslegen und leicht backen. Fülle: 10 dkg Butter, 6 Dotter, 14 dkg Zucker, 20 dkg passierten Topfen, 1 Löffel Milch, 6 Klar Schnee, Vanille, das Ganze nochmals backen. 2. Ohne Butter. Toblacher Torte 10 Dotter '/■-• Stunde mit 250 g Vanillezucker dick rühren; dann kommen hinein: 125 g braune geriebene Mandeln, 6 dkg geriebenen Pumpernickel, 4 dkg Mehl, Zimt, Neugewürz, Nelken, Zitronensaft, -schale; die geriebenen Pumpernickel mit Rusterwein, Muskateller oder dergleichen befeuchten, damit sie saftig sind und zuletzt den Schnee der 10 Klar. Nicht zu lange backen, dann mit heller Marmelade und darüber mit weißer Punschglasur becisen. KURZE NOTIZEN ZUR KOMMENDEN HERBSTMODE Es ist undankbar, Dinge zu prophezeien, besonders aber in Modeangelcgenheiten scheint es schwer, etwas vorauszusagen, denn unberechenbar sind die Launen der Mode wie die der Trägerinnen ihrer Schöpfung. Eines aber scheint möglich vorausgesehen zu werden, die Silhouette der schlanken, biegsamen Linie dürfte weiter führend bleiben. So wechselnd auch die Modeformen sind, gewisse, besonders kleidsame Formen halten sich länger und verdrängen oft die neuesten Schöpfungen um so mehr, wenn letztere durch ihre Eigenart nur einer kleinen Gruppe zugänglich sind. * * * Im vergangenen Jahr, zur selben Zeit, versuchten die Pariser Modckünstler die Directoircmode zu lancieren. Poirct, Chanel usw. verkürzten die Taille, brachten enge Leibchen mit glockigen Röcken, Rüschen und Falbeln, sogar ganz stilechte Directoirekleider wurden geschaffen, doch nur wenige, besonders gut gewachsene Frauen griffen in einer vorübergehenden Laune danach, und bald verschwanden auch diese wenigen Modelle. Nun versucht man es aufs neue, diese Linie vorzuführen, ob mit mehr Erfolg, das werden die nächsten Monate erweisen. Zwar sehen wir bereits Kleider, deren Gürtel zum Teil die Taille höher markiert, Mäntel, die wie ein enges Leibchen, mit Knöpfen versehen, die Brust umspannen, solche mit glockigen Pelerinenkragen und ähnliches, doch wird sich erst zeigen, ob all dies Beifall finden wird. 7f- Weißes Wollkleid, rote Knöpfe, Lederstreifen geflochten. Einjaches Nachmittagskleid aus weichem, besticktem Wollstoff mit ärmellosem Überkleid Strauß federn als Besatz für Abendkleider, womöglich in der Farbe des Kleides, abschattiert in Violett, Grau und Kupfer, sind sehr wirksam und elegant. Auch die Schals, die noch immer zur Ergänzung des Abendkleides gehören, werden oft mit kleinen Straußfedern eingefaßt. Die Modefarbe des Herbstes ist violett, heliotrop, in allen Nuancen, vom tiefsten Weinrot bis zartestem Lila, je nach Art des Stoffes. Die Kasaque wird immer länger, beinahe zur Tunika, während die Röcke Tendenz zeigen, kürzer zu werden, sowohl beim Kostüm als beim Kleid. Der Mantel läßt wieder den Rocksaum sehen, ist teils ganz gerade nur mit Pelzkragen geschmückt gearbeitet, teils in komplizierten Fassons, gestickt und reich mit Pelz verbrämt. Der Hut bleibt klein, clocheartige Formen herrschen vor. Als Material kommt Velours in hellen Farben, Zylindersamt in Schwarz und Topc in Verarbeitung. * * * Die Schuhe in allen Farben, vom dezenten Braun, Beige und Grau bis zum grellsten Rot, giün, selbst blau und gelb werden in den verschiedensten Materialien hergestellt und zeigen die phantastischen Fassons, und noch phantastischer sind die Preise. F. H—K,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.