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Menorah · 1924-08-01 · Heft 8-9 (August 1924) · p. Seite 30

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
2 (1924)
Issue
Heft 8-9 (August 1924)
Article
Das Reich der Frau
Date
1924-08-01
Page
Seite 30 (sequence 1)
Language
German
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30 M E N O R A H 3)as ZReicf) der &rau WIE KLEIDET MAN SICH? Diese nachfolgenden. Bemerkungen sollen ein etwas heikleres Thema berühren, aber — wir sind ja unter uns! Wenn irgendwo, so heißt in der Mode: Eines schickt sich nicht für alle! Und gerade jetzt, wo die Mode sich nur der Schlanken annimmt, auf die rundlichen Figuren ganz vergaß, ist Vorsicht doppelt am Platze. Unser Typus ist mehr auf letzteres eingestellt, daher sei mit erstcrer begonnen! Schlank erscheint man durch: gedämpfte Farben, die Figur und Tracht dämpfen, wie blau in dunklen Tönen, dunkelgrün, mausgrau, schwarz, violett, taupe usw. Wählt man ein gestreiftes Muster, darf es nur der Länge nach verarbeitet sein, nicht in grellen Schattierungen oder breiten Streifen, oder karriert gewählt werden. Die Stoffgattung sei eine solche, die in ruhigen Falten an der Figur herabfließt, nicht etwa absteht oder sich bauscht. Garnierungen müssen möglichst in der Farbe des Ganzen gehalten, nicht gezogen oder plissiert, sondern glatt gelegt sein, daher sind Durchbruchnählc, Ajourborten, flache Stickereien am geeignetsten. Bezüglich der Fasson sind noch folgende allgemein gültige Regeln zu beherzigen: Um mit dem „Kopf" zu beginnen: Ein übermäßig kleiner, hoch hinaufstehende Federn besitzender Hut, der im Haar nur balanciert, unterstreicht die Fülle der Formen genau so wie sein Gegensatz, der groß und ausladend geschwungene, mit herabhängendem Schmuck gezierte Rembrandt- oder wippende Florentiner Schäfernut! Als Musterbeispiel eines richtig passenden Hutes stelle ich die moderne Cloche hin — sie wird fast jedermann, respektive jede Frau gut kleiden. Ein bis zum Kleidsaum reichender, in Mittclfarbe gehaltener, nicht enge geschnittener Mantel ist ebenso nolwendig als das beliebte und geliebte, aus Rock und Jacke bestehende Kostüm mit seiner Blusenergänzung. Von der Farbe an sich wurde schon gesprochen; auch hier muß die Parole des Schlank machens vorherrschen: Der Rock kann in Plissees gelegt sein, die aber bis über die Hüften festgesteppt sein müssen, oder ein Bahnen-Rock, der weder eng noch kurz sein darf. Die Jacke höre n i e gerade unterhalb des Knies auf das verkürzt, sondern gehe entweder bis über die Hüften oder bis zum Rocksaum. Keine breiten Revers, dagegen ein schmaler Schalkragen sei gestattet; keine abgesetzten Garnituren oder solche der Breite nach — je länger sie die Figur strecken, desto besser! Die Bluse: Möglichst Ton in Ton mit der Kostüm färbe, nicht atwa knapp in der Taille sitzend, sondern durch den über den Rockbund reichenden Gürtel verlängert. Die modernen Jumperblusen sind das Richtige; eine abstechende darf nie grell oder gar bunt gemustert sein, eine elegante verständige Frau, die nicht über ein großes Toilcttegeld verfügt, wird solche Dinge streng vermeiden, auch bei dem elegantesten Stück weise Beschränkung in Farbe, Form, Ausputz üben; die so modernen schwarzen Kleider mit etwas diskretem Weiß sind eine große Hilfe für die sachverständige, knapp gestellte Frau. Ebenso seien die jetzt üblichen bunten Galanterieschuhc ein „noli mc längere". Die Mantel-, Kittel-, Hängekleider, die den Eindruck des im ganzen Eintönigen hervorrufen, sind schon deshalb praktisch und für diese Figuren vorteilhaft, weil sie mitleidig die Konturen verhüllen, keine Partie des Körpers betonen. Es ist ein Irrtum, durch enge Kleiderröcke, enge Ärmel, hohe Mieder schlanker zu wirken, das Gegenteil tritt durch die Strammheit der Muskeln ein. Daher sind auch von oben nach unten gehende Längsgarnituren an Rock und Jacke, die sich sogar wiederholen können, eine Avirkungsvollc Unterbrechung und Verlängerung! Sidonie Rosenberg. SCHRANKKOFFER in vornehmer und gediegener Ausführung, eigener ges. gesch. MODELLE PICCOLO- Coupe- Schrankkoffer Auto- Schrankkoffer Type STARK Hut- und Schuhkoffer direkt vom Erzeuger in der Schrankkofferwerkstätte PAUL STARK ^EEK Wien, III. Bez., Erdbergstraße Nr. 35 Messingbetten / Eisenbetten / Kinderbetten / Priihtinairatzen / Roßhaarmatratzen / Steppdecken /Daunendecken /Schlafmöbel Alle unsere Fabrikate werden 1 in eigenen Betriebe erzeugt, und in den eigenen Niederlagen direkt Yerkaul'l Paradiesbetten Fabrik Steiner «fc Sohn V.. Margare ten sLraßc 71, 1., Schoüenrhm 12, VIII.. Lederergasrie 16 XeiiertfHiiet I., ltoteiituriuslralk> Nr. 13 Fabrik:VI. Ilezirk, Mollar<l;rassc Xr.28 MAX LICHTBLAU & CO. WIEN, VII. SIEBENSTERNGASSE4 QUALITÄTSMÖBEL KOMPLETTE WOHNUNGS- E1NRICHTUNGEN TELEPHON NR. 32-305

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