Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 2 (1924)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1924)
- Article
- Ernst Müller
- Date
- 1924-07-01
- Page
- Seite 20 (sequence 1)
- Language
- German
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20 M E N O R A H c *Mrtfß. r \ / ^$14a ERNST MOLLER: Der Sohar und seine Lehre. Zweite Auflage. R. Lowit. Den Juden des Westens von heute sind Talmud und Kabbalah in gleicher Weise unbekannt. Ernst Müllers Einführungswerk setzt manches voraus, das unserem Judentum der Jetz.tx.cit unverstanden geblieben ict. Darum wäre das Verhältnis der Kabbnla zu eleu biblischen Urquellen darzustellen gewesen. Es ist kein Zufall, daß das Problem „Gott und Mensch" im Mittelpunkte der Kabbala steht, da sie, wie einst die Schöpfungsgeschichte, von den ersten und ältesten hragen des Menschentums ihren Ausgang nimmt. Überhaupt wird man die Quellen der Kabbala weit früher ansetzen müssen. Es :st doch beispielsweise höchst auffällig, daß die judenchrisllichc Lehre vom Eidenreich und Himmelreich schon im zweiten Jahrhundert der gewöhnlichen Zeitrechnung ganz feste hormen angenommen hat, und die allgemeinen Behauptungen der späten Kabbalisten, daß die Überlieferungen aus frühtalmudischer Zeit stammen, sind nicht von der Hand zu weisen. Das Buch Ernst Müllers ist methodisch und stilistisch besonders klar eingeleitet und erfüllt von der Weihe des Überlieferten. Aber es ist insoferne noch zu wissenschaftlich und auch zu kabbalistisch, als es bei der Darstellung der Lehre des Sohar durchaus in der philosophischen Sprache des Themas spricht. Eine „Einleitung'' in die Gedankenwelt der Kabbala ist aber eine pädagogische Aufgabe, die insbesondere bei der Darstellung des Lehrinhallcs der Kabbala Objektives geben müßte, unter Verzicht auf gehobenste Sprechform. Dem geübten Leser ist anderseits diese Sprach- und Stil form gewiß sehr willkommen. Dr. IT. G. /. PHOTOGRAPHISCHES PREfSA USSCHREfBEN DER „MENORAH" I. Preis: 20 Dollar; II. Preis: 5 Dollar; III. bis X. Preis: 1 Dollar. 1. Die zum Wettbewerb zugelassenen Photographien sollen vornehmlich Darstellungen enthalten, welche irgendwie durch historische oder kulturgeschichtliche Erinnerungen mit dem Judentumc verknüpft sind, oder sonst nach Ansicht der Einsender Interesse für die Leser der Menorah haben. Besonders erwünscht sind aktuelle Bilder aus dem religiösen und weltlichen Leben des jüdischen Volkes. 2. Wer sich am Wettbewerb beteiligt, kann soviel Aufnahmen senden als ihm beliebt. Jedes Photo muß in einer besonderen Umhüllung verpackt und mit einem Zettel versehen sein, auf dem das Pseudonym des Bewerbers, der 1 itcl des Bildes, Zeit und Ort der Aufnahme, Marke des Apparats und des verwendeten Papicrcs deutlich lesbar verzeichnet ist. 3.In einem besonderen Briefumschlag muß ein Zettel beigegeben werden, auf dem Name und Adresse des Einsenders verzeichnet ist. Auf diesem Briefumschlag muß das Pseudonym des Einsenders ersichtlich sein. 4. Über die Zuerkcnnung der Preise entscheidet endgültig der Herausgeber der Mcnorah nach Vorschlag der Kunstredaktion. 5. Die preisgekrönten Aufnahmen werden in der Menorah veröffentlicht. 6. Der Herausgeber behält sich das Recht vor, jede eingesandte Photographic in der Menorah zu veröffentlichen, ohne Rücksicht, ob eine Preiszuerkennung erfolgte oder nicht. 7. Der Herausgeber kann nur solche Photos den Bewerbern zurückstellen, welche ihrer Einsendung ein adressiertes und frankiertes Rückkuvert beilegen. 8. Der Pierausgeber macht die Leser der Menorah aufmerksam, daß aktuelle jüdische Photos in der Menorah auch außerhalb dieses Preisausschreibens veröffentlicht und honoriert werden. Der Herausgeber der Menorah. SCHACH Geleitet von RICHARD RETI Die folgende Partie wurde im New Yorker Turnier durch den ersten Brillancyprcis ausgezeichnet. Weiß Reti Schwarz Bogoljubow 1. s K 1 - f 3 S K 8 — f ß 2. c 2 — c 4 e 7 — e fi 3. K 2 ~ K 3 d 7 — cf 5 4. L f 1 — K 2 L f 8 — d 6 5. 0 — 0 0 — 0 6. b 2 — b 3 T f 8 — e 8 7. L c 1 — b 2 S b 8 — d 7 8. d 2 — d 4 c 7 — c 6 9. S b 1 — d 2 S f 1) — e 4 Ein Versuch, sich zu befreien. Wenn Schwarz dies nicht sogleich spielt, verhindert Weiß es durch S f 3 — e 5. 10. S d 2 x e 4 d 5 x e 4 11. S f 3 ••- e 5 f 7 — f 5 12. f 2 >; f 3 c 4 x f 3 13. L ff 2 x f;i Weiß nimmt nicht mit dem Bauern" da er diesen zum Durchbruche (e 2 — e 4) t>enützen will. 13. 14. S c 5 15. c 2 D d 8 — c 7 d 7 L c 8 x d 7 - e 4 e () c 5 Von hier ab hat Schwarz lauter Zw 16. Ldlit 8 e 5 x d 4 T a 8 — d 8 angzuge. 17. Dld 1 c 2 18. e 4 x f 5 19. L f 3 — h 5! T e 8 20. L b 2 x d 4 T c 5 x f 5 21. T f 1 x f 5 L d 7 x f 5 22. De 2 x f 5 T d 8 x d 4 23. T a 1 f 1 T d 4 d 8 Oder D e 7; 24. L f 7 K h 8; 25. L d 5, D f (i; 26. D c 8. 24. L h 5 f 7 i K ff 8 h 8 25. L f 7 eS Aufgegeben. DAS BERNER OBERLAND ist dank seiner einzig dastehenden Naturschönheiten seit Jahrhunderten das Ziel von Tausenden gewesen. — Zwischen Alpen und Alpenvorland eingebettet, steht der blaue Thuncrsee in bezug auf pittoreske Gestallung seiner Umgebung an erster Stelle der Schweiz. Er übertrifft alle benachbarten Gebiete weit durch die unerreichte, in Europa einzig dastehende Herrlichkeit seines Hintergrundes mit seinem unvergleichlichen Schmucke schimmernder Hochfirne. THUN-COLDIW1L (565 m). Kurort mit Villen- und Fremdenquartier in der malerischen Pracht einer Ufer- und Gartenstadt. Kursaal. OBERHOFEN (565 m). Ganzjahrkurort um freundliche Bucht gruppiert, geschützte Lage. 6 Hotels. ST. BEATENBERG (1150 m). Drahtseilbahn auf die grüne Alptcrrasse dieses großen Luftkurortes. Waldspaziergänge, Bergtouren. 22 Hotels. AN DER LöTSCH BERGBAHN. SPIEZ (631 m), bedeutender Kurort in malerischer Bucht, von bewaldeten Bergjochen flankiert, steigt im Halbkreise empor. 17 Hotels. Bahnlinie nach Montreux. ADELBODEN (1356 m) auf herrlicher Alptcrrasse, Kurort ersten Ranges, 1600 Betten, feiner Gcbirgsblick (Wildstrubel). Weite, fast ebene Spaziergänge, reiche Auswahl von Berg- und Hochgebirgstouren. Großartiger, alpiner Erholungsplatz. * REICH EN BACH (712 m). Freundliche Sommerfrische, 3 Hotels. KANDERSTEC (1169 m), alpiner Höhenkurort ersten Ranges am Fuße von Blümlisalp und Gemmi mit 16 Hotels. Bei Kanderstcg liegt das Nordportal des großen, 14.605 m langen Lötschbcrgtunncls, an dessen Südende die Berner Alpenbahn in das Lötschental und durch dieses nach Brig im Rhonctal fährt (Simplon-Italicn). INTERLAKEN UND DAS JUNGFRAU- GEBIET. INTERLAKEN (569 m), der große, fashionablc Fremdcnplatz, an sich, mit überraschenden Gegensätzen von Weltstadt und Bergdorf, eine Sehenswürdigkeit. Intcrlaken ist Weltplatz mit prachtvoll gepflegten Promenaden, Alleen, Schattengängen und Waldpartien. Kurhaus mit mächtiger Konzerlhallc, Theater, Variete, Feuerwerk. Im Kurort 80 Hotels und Pensionen. CSTAAD (1053 m). Kurort ersten Ranges, im grünen Gelände lieblich gruppiert vor den Hochtälern von Turbach. Viele leichte Alpwanderungen und genußreiche Gcbirgsausflügc. 14 Hotels. Zahlreiche Chalets.