Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 2 (1924)
- Issue
- Heft 4 (April 1924)
- Article
- An unsere Leser! [Nachricht]
- Date
- 1924-04-01
- Page
- 1 (sequence 1)
- Language
- German
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MENORAH II. JAHRGANG APRIL 1924 NR. 4 AN UNSERE LESER! LITERARISCHE RUNDSCHAU Dem Wunsche zahlreicher Freunde unseres Blattes entsprechend, wird zum Druck der literarischen Betträge ah vorliegender Nummer eine größere Schrifttype verwendet werden. * Die nächste (Mai-) Nummer ist ausschließlich den Werken des jüdischen Dichters und Malers Uriel Birnbaum-Wien gewidmet. Sic wird ein eindrucksvolles Bild vorn Schaffen und Können des jungen Künstlers geben. * In der Juninummer beginnen wir mit der V eröffentlichung des neuen Romans Hermann Blum enlhals (Wien), „Cr/gii/". ein Roman aus dieser und jener Welt. Der Verfasser hat den Stoff dem Legendenkreise entnommen, der sich an die Person des Baal Schern knüpft. Blumenthal schildert hier das Bild der Seelenwanderung, wie es in der chassidischen Auffassung spiegelt. In dieser Nummer entfiel die Rubrik ,,Schach'\ da unser Mitarbeiter, Herr Richard Reti, derzeit an dem internationalen Turnier in New York teilnimmt. BRIEFE VON MORIZ II ART MANN. Ausgewählt und eingeleitet von Prof. Dr. R udolf Wolkan. Wien, Rikola-Verlag, 1921. — Es scheint etwas dahinter zu stecken, daß man gar so gerne Schreibtischladen auskramt, deren Inhalt sichtet, ordnet und dann der Ölfentlichkeit übergibt. Vor allem wohl der Reiz, in verborgene Ecken, hinter die nolcns volens aufgesetzte Maske der in der Öffentlichkeit stehenden Menschen zu schauen — die Neugierde, das „wahre Gesicht" zu sehen. Und es ist wahr, nirgends ist so viel vom Persönlichen und Unbewußten, als in den rasch hingeworfenen Zeilen an vertraute Freunde, nirgends verrät sich die Persönlichkeit mehr als im Brief. So könnte man in Variation des bekannten französischen Apercu sagen: „La lettre, c'est l'homme", und all den Bricfsammlungen bekannter, berühmter und berüchtigter Männer und Frauen als Motto voransetzen. Vielleicht aber auf keine so zutreffend als die uns jetzt vorliegende von Briefen von Moriz Hartmann. Es sind ihrer nicht sehr viele in dem kleinen, handlichen Büchlein, in den wenigen aber steht ein ganzes Lebensschicksal verzeichnet, das Schicksal eines Mannes, der viel gelitten hat und der kein Leid, nicht die jahrelange Verbannung von allem, was ihm teuer war, von Vaterland und Elternhaus, verbittern konnte oder gar ihn wankend machen in dem, was er einmal für recht erkannt hatte. Wenige mehr wissen heute von ihm; diese Briefe aber, die ein Bekenntnisbuch sind, sollte jeder lesen. Er wird sie nicht ohne das Gefühl von 1 lochachtung für den vornehmen Menschen, der sie einst schrieb, beiseitelegen können. Es ist alles darin, was man von einem Mann wissen kann und muü, um ihn zu kennen und dann seine Hand zu drücken. Diese Briefe beginnen mit den während der politisch so bewegten Zeit von lö-lö und 1849 geschriebenen, und gleich der zweite, an Amalie Bölke gerichtete, gedenkt der Wiener Revolution, Belagerung und der Einnahme der Stadt, der Flucht Hartmanns, seiner Teilnahme an der Frankfurter Nationalversammlung, in der er zur äußersten Linken zählte. Gehörte er doch dem Kreise jener deutschen Juden Böhmens an, die in der Verwirklichung der Revolutionsgedanken Deutschlands Heil sahen, und von denen R. Meyer mit Recht sagt: „Für diese Naturen bedeutete die Revolution noch viel mehr als etwa für Herwegh oder Sallet: für sie sollte sie die Zur jüdischen Wissenschaft 3)ie synagogaien Mliertümer Von Prof. Dr. Samuel Kraus Mit 4 Bildern und 22 Tafeln, 470 Seilen Leinen Goldinark 12 / Haibieder üoklmark 15 £Jafiv6ucß für die jüdiseße ^Volfiskunde 25.Jahrgang.Herausgegeben vonDr.MaxGrunwald Die bisher periodisch herausgegebenen „Mitteilungen zur jüdisch en Volkskunde" erscheinen nun in ehr in Form eines Jahrbuches Halbleinen Goldmark 12 Ganzleinen Goldinark 15 Halbleder Goldinark 21) 3)er Ursprung des ^Judenhasses Von Matthias Mieses 580 Seiten broschiert Goldinark 10 Ganzleinen Goldinark 15 Halbleder Goldinark 20 ^Jsrael und die cUöißer Nach jüdischer Lehre von Dr. Josef S. Bloch SM Seiten / broschiert Goldinark 12 / Leinen Goldmark Ui Halbleder Goldmark 20 Benjamin Harz-Verlag, Berlin Wien 3Bücher des Renaissance-Verlages Wien,l.,Johannesgasse14.Tel. 73-3-39 %0 H E R M A N N M E N K E _ j» ^Jüdin jCeonora (Roman eines Wiener Mädchens) brosch. K 15.CXX) ' geb. K 25.000 Das bestbesprochene Buch des Jahres. Paul Wertheinier in der N. Fr. Presse: „Ein Buch von ergreifender Wahrheit und zartester Färbung . . eine packende Liebesma'te.eineLebensbeichte, gleich jenen Blättern Turgenjews, denen dieser österr. stille Musikant so nahesteht, eine Prosa, wie sie nur Poeten schreiben . . " Man weint und freut sich beim Lesen dieses Buches und es wird gewiß in keinem Hause fehlen A D Q L F G E U B E R £Jos. SPopper-jGyn/teus illustriert / geb. K 40.000 Die erste erschöpfende Arbeit über das Leben und Wirken des großen Denkers und Dichters, des Forschers und Erfinders, des Sehers und Türmers von — seinem Freunde NAH U M________S O K O L O W gesamte ^eseßießte des Zionismus brosch. K 55.1XX) / geb. K (>5.(XX> 2Bilnde in einem / Mit einer Vorrede von A. J. Bai our, englischem Minister des Äußern. — Illustriert, auf holzfreiem Papier Größte internationale Kunstwerkstätte für Perücken, Scheiteln und Transformationen Wien, I., Kärntnerring Nr. 6 (gegenüber dem Hotel Bristol) Othmar Schiff liefert seit mehr als anderthalb Jahrzehnten den vornehmen orthodoxen Damen aller Lander Perücken. Spezialität: Brautscheiteln, diese werden der Mädchenfrisur mit verblüffender Täuschung nachgemacht