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Menorah · 1924-03-01 · Heft 3 (März 1924) · p. Seite 20

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
2 (1924)
Issue
Heft 3 (März 1924)
Article
Die große Vorbereitung
Date
1924-03-01
Page
Seite 20 (sequence 1)
Language
German
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20 MENORAH 4 f l «i t Ii li 1 1 1. II GRAB DEN KMALE WÜLKAN ' & NEUBRUNN STADT STEIN METZMEISTER WIEN III RENNWEG 110 BADISCHER ANZEIGER j Freiburg (Breisgau) Goethestraße 3. Eigene Villa Töchterpensionat nehst Töchterschule und Haushaltungskurse Frau Ida Cohn u. Lotte Bernstein sta.i.lich geprüfte Lehrerinnen Vorzügliche Ausbitdung. Erstklassige Verpflegung. Beste Referenzen NUR WER NICHT VERGISST iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii uns die AboiiiK'ini'iitRi lnihr rechtzeitig zusenden, kann mit der ic'.nelmiil.nyeii wei Zusenduiis; der Menoran rechnen. I irr Freiburg Tw 2 \ tm Brvisgau, Rho eiterst ruße 2 \ Resiaurant Libanon \ einzig streng koschere, l bürgerliche Küche Südbadens \ Restauraiearin Henny Schmiickler ^FÜR^ ÜNSRE M<lElNErQ ulü 2)ie große Uovöeveiiung Von SIEGFRIED ABELES. Geflüster, Gewisper und leises Streiten, Gekicher, Getue und Heimlichkeiten. Da plötzlich ein Schreck ruf mitten ins Lachen: ,,Räuml weg, versteckt schnell alle Sachen! Man kommt! Es wird doch der Vater nicht sein! Du, Jakob, bist es! Du darfst herein." Mehr quer noch das Leintuch umgewunden! Hier nur gesteckt, hier schön gebunden. So sieht es, Esther, vortrefflich dir! Nimm als verschönernde Schleierzier Vielleicht diesen Spitzen Vorhang hier noch. Ach, niemand sieht wohl das grolle Loch, Wirst du ihn so um den Hals dir schlagen. Wie Frauen im Orient es tragen. Des Onkels Mordechai Gesichtchen wird Nun über und über mit Kleister beschmiert. Der riesige Wattebart macht ihn recht alt, Scheint noch so jugendlich sonst die Gestalt. Der Mantel ist vornehm und kleidet wie echt, Ist er als Decke fiir's Bett auch zu schlecht. Ei, Haman, welch ein zerbeulter Topf Sitzt denn als Hehn auf deinem Kopf? Iuchsrot ist dieses Mannes Bart, Doch schwarz sein Aug", seine Sinnesart. Sein Schwevt, es ist lürwahr ein Graus, Schürt sonst den Olenrosl uns aus. Den König drückt seine Krone nicht schwel Doch ist sie zerknüllt schon allzusehr. Als Zepter erhöht noch die slol/.e Zier Freund Kochlöffel, glänzend in Goldpapier. Nun noch ein Kritteln, Begucken und Richten, Ein halten und Zuplcn, ein Kämmen und Schlichten. Dann sorgsam das ganze Schauspiel probiert, Das man seit Wochen schon einstudiert. Wird das überraschend den Ellern sein! Pst! Still! Tretet alle auf , Und wie dann die Kinder im Stücke gefielen? Es konnte vor Lachen nicht eines spielen. CHANE UND IHRE SIEBEN KINDER Eine Chanukkageschichlevon Siegfried Abelcs (Fortsetzung und Schluß) Das Spiel war sehr lebhaft, es wurde viel gelacht und gescherzt, aber immerfort mußten alle Kinder an die Zuckerln denken. Sic hätten so yernc welche gegessen. Freilich, die zwei kleinsten Buben kümmerten sich nicht um das Verbot der Mutter, und wenn Simon ein Zuckerl laut zerbiß, bekamen alle Lust, auch ein wenig zu nastlicn. Aber nein, sie wollten standhaft bleiben. Moritz aber beugte sich plötzlich ein wenig unter den Tisch, und als er wieder emporkam, klang METHODE RITTER LEOPOLDSTR-1 AM KAISERPLATZ I ENGLISCH - FRANZÖSISCH ITALIENISCH - SPANISCH - PORTUGIESISCH - 1 RASCHER SICHERER ERFOLG * DAS GANZE 3AHR GEÖFFNET ♦ ScFiulen: Karlsruhe, Leopoldssir. 1 Pforzheim, Baumstr. lO Bruchsal, in Eröffnung seine Stimme nicht mehr so deutlich wie vorher. .Das merkten die Brüder bald, aber sie sagten nichts. Immer häufiger bog sich nun ein Kopf unter den Tisch und schwups wurde dann rasch ein Zuckerl in den Mund gesteckt. Jakob aber, der doch der älteste war, wollte zeigen, daß zumindest er standhaft sein könnte. Auch er hätte beinahe schon genascht, doch cla band er schnell seine Düte so fest in sein reines Taschentuch, daß er kein Zuckerl mehr entnehmen konnte. Nach kurzer Zeit sagte die Mutter: „Nun möchte ich doch wissen, welches Kind der jetzigen Mutter Chane standhaft zu bleiben vermag." Aber sie sah sogleich au? den verlegenen Gesichtern der Jungen, daß sie alle genascht hatten. Nur Jakob zog stolz sein Bündel hervor und rief: „Ich iiab' noch alle Zuckerln!" „Wie kommt es denn," fragte die Mutter strenge, „daß ich dich eines essen sah?" Da wurde nun Jakob noch verlegener als alle ^eine Brüder. „Ich, ich," sagte er stotternd, „habe doch nicht widerstehen können und hab' dem Simon eines vom Sessel weggenascht. ' Jakob mußte zur Strafe seinem Brüderchen fünf Zuckerln zurückgeben. Aber der kleine Schreier ließ sich nicht beruhigen. Er heulte immer weiter: „Zuti! Tobi mir Zuti nonimen! Zuti!" Und er weinte solange, bis er endlich am Tische einschlief. „Leider hat sich keiner von euch beherrschen künnen," sagte die Mutter, «und ich darf daher niemanden belohnen. Aber heute ist Chanukka. Deshalb soll jedes noch zwei Stückchen Backwerk dazu bekommen." Da drängle sich Moritz, schmeichelnd an sie

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