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Menorah · 1924-02-01 · Heft 2 (Februar 1924) · p. Seite 21

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
2 (1924)
Issue
Heft 2 (Februar 1924)
Article
Modebericht
Date
1924-02-01
Page
Seite 21 (sequence 2)
Language
German
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M L NORAII DIE CUTE NÄH5E MEZ VATER und braune Stoffe sind beinahe aus dem Bilde verschwunden, sie werden nur geduldet, wenn sie perlenüberricselt, rech gestickt oder mit Sr>ü/e > überworfen, verarbeitet werden Dagegen ist Wei:;, in jeder Ausführung, besonders mit Silber kombiniert, sehr beliebt, dann Grün, Fraise, Cyclamc, reich gestickt, und alle Gold- und Silberslo'fe. Dazu phantastischer Kopfputz, und als besonderer Schmuck die Straußfeder, die ihre Auferstehung feiert. Schals aus spinnv.cbfeinen Geweben werden mit gleichfarbigen Straußfedern besetzt, sogar Kleider tragen Straußfedernschmuck, selbstverständlich spielt die Straußfeder, wie überhaupt alle Fcderngcslccke, bei der Zusammenstellung des Kopfputzes eine wesentliche Rolle. Alles kommt mit größeren und kleineren Variationen wieder, so auch der lange 1 lands-huh.!Jic Mode der ganz- und halblangen Arm: l hat ihn ein wenig in den Hintergrund gerückt, nun isi Gewinnende Erscheinung. .Du bist wahrhaft in eine Zauberin, Oisi! In dem einfachsten Kleidchen machst du einen eleganten fäu- (Iruck!- .\Vei!.">! Du, lledi, eine gute Freundin hat mir einmal gesagt : es kommt "nicht darauf an, was man tragt, sundern wie man es trägt!" - „t'nd wie 1täi;t man so ein billiges Kleidchen, dal'» es doch so reizend 1 mWMIN x mm [mk&x'ikt^fr n-f-;^i4^A^ ich M ich a;<-lilank- ohne Rückeuvc seh äffe n '. \Vn bekumint niiü] dieses Mode: IV" „Nur in den Tan/paar - Mieder-Vcrkaiiis- ^T^-i^lzL-i \ \ '""»* "'n!" frOh : - "-^ v IV «"^" Tahorstr. 4.», l.atulstialk'! I.uiplstral.k'!>, l'ilgraiiigasse N. Sehinibi uinierstrai.ie SS, Mai iahil'ei - stral.'.e 4S, X., FavoritenstraUe Dl, XVIU., Wäliriiignstral.'.e 117 1 l'.i. MX., (iatterhurggasse IN). „(iemniakostet K :«'U)!>1), MSO.OOO, 400.00(1 und UiO.OOi». Wir empielileii auch die weiteren Schöpfungen der I anzpaar-.Vucuei-Kiinstwcrksiattc : J vzclMdi" K 170.r()0 und 2tK).(KV.>, „Hera" H.aiigschlii!.'.) K i'.aUKM, „Sclilupfer" K IUI).Olli), Büstenhalter .Kenia" aus Trikot K;«>.<>::(> und la.Uül. „Aula" aus 1 'tili K ID.diiO. Auswärtige Verkaufsstellen werden unter Berufung auf die „Menorah". von uer Wiener 1 anzpaar-Miede:- Zentrale, Wien. III. 1. I an/.paai hol. bekanntgegeben. •eine Zeit wieder da; aus Glace oder schwedischem Leder, weit über den Ellbogen reichend und beinahe ebenso weit geknöpft, ist er in Amerika beim I anz so unerläßlich, wie das winzige Spitzcntaschenluch in der Rechten der Einz.\:n, die damit ihr Bestreben, die 1 lancl ihr s Partners nicht direkt berühren zu wollen, noch bclont. Von dem Schuh ist nur zu sagen, dal.» er an Kostbarkeit sich dem Kleide anpal.it; ans Silber, Gold, in schmaler, spitzer Foim, erweckt er m der Trägerin wohl oft die Erinnerung i»n die Taub- •:hen im .Aschenputtel, die da singen: Rucke di guck, rucke di guck .... Der Schuck ist zu klein .... §I18§||||11|S!I|«!!I1111 \ v i- # I- F. Fl. W. BERNHARD Folkloristisches Allerlei 27. DIE GESELLSCHAFTER-''-) Zwei Juden, die w?der schriftgelehrt waren noch zur Ausübung eines praktischen Berufes Dgendwelche Eignung hatten, beschlossen, zusammen ihr Glück in der Well zu suclun, der e:ne als V> underrabbi, der andere als C hasan. Sie kamen nun in einen fremden Ort. Bald wurde es im Städtchen bekannt, da'.» der Mann im Atlasgewand ein berühmter Kcbbe und der andere mit dem verbundenen Hals ein berisl trter Chas-'p sei, der sogar Nissi von Kcschinew in den Schatten stelle. Es ist hreitag Abend geworden. Die ganze Gemeinde strömte in die MauplsynAgvge. Der Vorbeler des Ortes beendete das Minchagebet. Der Chasan trat an das Betpult. Die Spannung war bis zur höchsten Flöhe gcd'chen. Wie die Menschen schon einmal sind, dal.» die sinnlichen Genüsse bei ihnen alle anderen aufwiegen, vergaßen sie an den Rabbi, der sonst der Gegenstand besonderer Beachtung gewesen wäre, und scharten sich um den Chasan. Schon steckte er nach chasounischer Art den Daumen an den Kaisknopf und den kleinen Finger an das Ohr, um das Lcchi nrannu hcrauszutrillern, die Zuhörer hatten schon alle im Genüsse des Kommenden in der Kehle je wojim tidojm, tidojm, tidojm als der Rabbi in großer Erregung an das Gebetbuch klopfte. Schal .sc bUcjin Ita-Sclian ivc-ha-Tofrcf1) stehen da alle haiim den Miliar) ün nemm n ni.-cht a Wort in Maul heran! "ch bin goisei"'), as der Wassechewrenik') soll fckcf 'nwjad'') das Kol'1) verlieren." Kaum hatte der Rabbi seine Worte zu ende gesprochen, als der Chasan völlig verstummte. Alle Anstrengungen, nur euien Laut hervorzubringen, gingen fehl. Das Gebet mußte der Orlschnsan fortsetzen- Der Iremde konnte nicht einmal mitbeten. Ein mit Freude gemischter Schrecken ergrill die Gemeinde. Welch ein heiliger Mann weilt in ihrer Mitte! Jisrucl Rachtmmim fere/ Raclmwnim'-) haben sich nach Vollendung des Gebetes ehrfurchtsvoll dem Rabbi mit der Eilte genähert, den Bann zu lesen. Der Rabbi gab zur Hälfte nach. Er versicherte der Gemeinde, daß er ein1 Reassumierung seines Ccsar-Dirf) bei Iia-Sclum *) In der vorigen Nummer. S. LS, statt 23, 24, 23 zu lesen: 24. 25. 26. &> rx WIEN, I, >T HOHER MARKT ililliÜ lrken werde in dem Sinne in wie ale Menschen wirc i. jedoch nicht singen, Menschen zur Sünde schah es. Der Chasan wa: Ja Iis nur ah ) be daß der Ch; sprechen könn dies nur di leite. Und so stände, wie alle anderen Menschen sich zu verständigen, nur daß er nicht singen konnte. Am Samstag abends ergoß sich ein Goldregen über den Wundertäter. Nicht nur Juden, sondern auch mi- C bristen der Umgebung kamei liegen zu dem heiligen Manne, türheh an den Pidjon1") nicht so viel Vermögenden drang vc über die ganze Umgebung, der i Besuche gelten .-oü'.cn. Außer!., gab es noch ei Di. Gescllscha bilanz. und schütteten den Gewinn sofort aus. mit nren Milser Ruhm des i Städtchen aus in seine weiteren b des Odc< aber leres Geschäft zu erledigen, arteten nicht bis zur Jahresgenseitigen 50"'/igen ') Welche Verletzung der Ehre Gottes und der Tora. '-') Ein Mann, der es mit der Befolgung der göttlichen Gesetze nicht ernst nimmt. ::) befehle. '1) Leichtes Tuch. '"') sofort. '') Die Stimme. :) Die Söhne Israels sind in der Reihe der Geschlechter immer barmherzig- ") Urteil. ") Gott, gelobt sei er. "') Lösegeld. -liOEÄlU STRUMPF «ü&rß LTRÄLTN ER HOF 2 graben

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