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Menorah · 1924-02-01 · Heft 2 (Februar 1924) · p. Seite 15

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
2 (1924)
Issue
Heft 2 (Februar 1924)
Article
Die Schachmeister der Zukunft
Date
1924-02-01
Page
Seite 15 (sequence 1)
Language
German
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15 MENORAH DIE SCHACHMEISTER DER ZUKUNFT Nach dem Kriege tauchten eine Reihe bahnbrechender Großmeister auf, wie Aljedin, Bogoljubov und der allzu früh dahingeschiedene Breyer. Diese hatten sich in der schacharmen Kriegszeit durch Selbststudium herangebildet und beherrschten, ohne daß ihre mähliche Entwicklung dem Publikum deutlich geworden war, unvermittelt plötzlich das Turnicrfcld an Stelle der Vorkriegsgroßmeister, eines Dr. Tarrasch, Tcichmaim, Rubinstein usw. Die Schachwclt erwartete nun mit Spannung die Entwicklung neuer Talente, aber davon war wenig zu sehen. Von Jüngern war es nur der Wiener Grünfcld, welcher den Erstrangigen manchmal gefährlich wurde. In den großen internationalen Turnieren fand man immer wieder, fast unverändert, die gleiche Tcilnehmcrliste, sie arteten, wie Dr. Tartakovcr schrieb, allmählich zu Haustumieren aus. Erst im letzten Jahre gelang es wieder jungen, vielversprechenden Talenten, sich bemerkbar zu machen, und so kann man hoffen, daß die Turniere dieses und der nächsten Jahre einen lebhafteren, frischeren Verlauf nehmen werden als die der letzten Jahre. Die jungen Spieler, von denen man Großes erwarten kann, sind der Flolländer E m d 1, der Belgier C o 1 1 c, der in Italien lebende Peruaner C a n a I, die Franzosen M u f f a n g und R en a u d, der Jugoslave V u k o v i c s und der jüngere der beiden Budapester Brüder Steiner. Wie man sieht, sind es nicht mehr dieselben Länder, aus denen die Schachmeister früher stammten. Die romanischen Länder, in denen das Schach in den letzten Jahrzehnten arg vernachlässigt war, sind nun in den Vordergrund getreten oder hoffen wenigstens, es demnächst auf den internationalen Turnieren zu tun. Merkwürdig ist es auch, wie wenig das Judentum, das schachlich immer so stark hervorgetreten war, unter diesen jüngsten Meistern vertreten ist. Von allen Genannten ist nur der Budapestcr Steiner Jude. Von ihm wollen wir als Probe seines Talents die nachfolgende Partie aus dem Schlechter-Memorialturnicr zu Wien bringen: WVilJ 1. Seil 2 e 4 2. S p i _ f;i 3. s M c 3 -1 r! 2 d-1 5. s r 3 x d 4 0. T, r 1 e 2 r/.: Takärs. e 7 — o l) c .") x (14 d S - c 7 1) 7 b5 7. 1, e 2 1" 3 L r H b 7 8. 0 0 ' (1 7 •1 (i 10. S «• 3;i 2 s C s f <; 11. T M ■ 1 SLS <1 7 Eine fehlerhafte Kombination. 12. : 13.! b 4 I. 4 .1 .-)' Die gewinnbringende Gegenkombination Weiß erhält sofort zwei Bauern und entscheidenden Angriff für die geopferte Figur.' 13...... c< (> <l 5 14 e 4 x (15 K e 8 Auf 14. . . . I. e 7 fok-t 15. K :■: <• 1 10. e 0* (i S T ir>. 10 1 18.! in. i. Erzwungen, S.14 T c 1 T <• 3 - K ,18 L IS T i, S a (*> T c 8 20. f 2 x 3 T;t 8 i C 21. il 5 — (1 0 1) c 7 b Ii 22 T c 3 1. 3 L c 5 - - b 4 23 c 0 c 7 K c 8 b 8 24. 1. P - 1) 7 K 1. 8 1. 7 2"). S o 7 il 5 1) b 0; : (l 0 20 s (1 5 x 1. 4;\ 5 b 4 27. l> «! 1 ,. ,1 0 T a 0 ■ .1 0 28. T h 3 -■■ t. 4 : K. b 7;i 0 29. T 1. 4 d 4 T il 0 e 0 30. K P 1 - I'2 Weiß, in Zeitnot, gestattet dem Gegner noch eine Gegenchance. 30 Tad 1 entschied sofort. 30. S ,1 7 ■ » 5 31. Ii 2 - h 3 S o 5 e 0 32 T d 4 - c 4 s r 0) 4 - 33 K f 2 - rr 2 f7 — 1' 5 34 Tal .1 1 T c 0 £1 0 35. P 3 P 4 h 7 Ii 5 30 T (1 1 - .1 5 h 5 x P -J 37. T (1 5 x 1' 5 jr 4 h 3 F 38. K g 2 x Ii 3 T jr 0 — h 0 : 39. K h 3 » 4 S o 4 f 0;- 40. K - 4 - 3 S c 0) (' 7 41. t r r. — e ."> s f i; - (1 5 42. T r 4 c 5 T h 0 <T f. 43. K -3 I 3 T ir 0 - 1" <»; 44 k r 3 - 2 T l'O — ,1 0 45. c 2 - «• 4 Auf—gc ben. DIE SC H AC H E REIG N1 SSE DES Schwarz sollte sich entwickeln, che er an Damenflügcl angreift. JÄNNER Der Jännncr war arm an Schachcrcignissen, aber reich an Nachrichten über zukünftige Veranstaltungen. Das einzige Tatsächliche, was zu berichten ist, ist das Ende des Hastingscr Wcihnachlstumicrs, in dem der jugendliche Flolländer Emdl in glänzendster Weise, mit 7' -Punkten, aus 9 Partien den ersten Preis erstritt. Zweiler war M a r 6 c z y mit 7, den dritten Preis teilten C o 1 l c und Y a t c s mit 6 Punkten. Der hochbegabte Belgier Colle war übrigens der ein-'ige, der Emcll eine Niederlage beizubringen wußte. Es folgten weiter: Michcll. Seitz, Blake, Mieses, Norman, Price. Am 4. Februar begann in Mcran ein internationales Turnier kleineren bormats. Die Liste der Teilnehmer ist: Bogoljubov, Cenni, C ollo, Grünfcld, Koltanowski, Miliani, Patoy. Rubinstein, Sclesnicw, Spiclmann, Dr. Tarrasch, Vukovics. Möglicherweise noch Przcpiorka, Takacs und Fleinrich Wolf. Die interessanteste Neuigkeit ist aber das geplante internationale Turnier zu New York, welches am 16. März beginnen soll. Als Teilnehmer werden genannt: der Weltmeister Capablanca, der Exweltmeistev Dr. Laskcr, außerdem Aljcchin, Maroczy, Dr. Tartakower sowie der Redakteur dieser Rubrik und einige andere. Es würde zur Klärung der Möglichkeit eines nächsten Wettkampfes um die Weltmeisterschaft viel beitragen. Sollte es Capablanca gelingen, den Sieg zu erringen, so wäre ein solcher Wettkampf wieder in weite Ferne gerückt, da niemand an der Superiorität des Weltmeisters zweifeln würde. GALERIE HOLBEIN i \ II -\ B I-: \i: t.KOI'OLn KOIIN F. FRITZ lA'NZFR WIEN, I.. FRANZ JOSEFS-KAI 41 THi.F.iMioN i;r->-"-i;'.i E I N- U N D VE R K A U F ALTER U N D M ODERNER KUNST (ieöIftuM tätlich von 9 bis f> L'hr. - u IV ' bis I Fi

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