Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 2 (1924)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1924)
- Article
- Baal Machschowes [Illustration]
- Date
- 1924-02-01
- Page
- 1 (sequence 1)
- Language
- German
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MEN O R A H Illvstrated Monthly For The Jewij-h Home illuxtr.monamchriftfük dlb jüdische familie 1 YKKKAf' F. 1!K1>,\ KTIOX: WIKX ^VIKXXA IX. liKZ.. IlKlKHiASSK 31 / TKKKl'llOX 12-1-lU lHUXiv: ^KLUKMKUK., WIKX. IX.. ÜKlMiC. 31 I.UIIKi.VX' XII. -2 A l!UXXKMKXTS- F. 1 X S I". Li A TK X A F K TR A (i b. XI.MMT IHK ADMIXISTRATLOX WIKX tVIKXXAh ix.. m;u<;(;AssK3i. kxtckiikx / tkl. 12-1-04 Marc Chagall (Paris) Baal M a c 11 s c h <) w e s Am I 3. Jänner starb in Kowel in Polen Dr. Israel Eliaschew, ein berühmter jüdischer Kritiker, unter dem Pseudonym Baal Machschowes bekannt- Baal Machscl owes wurde im Jahre 187 3 zu Kowcl als Sohn wohlhabender Eltern geboren. Der Knabe genol.i im gute Erziehung streng Y crvollkomnmuug seine: er nach Kurland in eine Jüngling zogen jedoch schatten mehr an, und eügi seiner Litern eine i Charakters. Zur re.igiösen Studien wurde Jcschiwah geschickt. Den die we h liehen Wissen - r begab sich nach Heidel- Othmar Schiff Größte internationale Kunstwerkstätte für Perücken, Scheitern und Transformationen berg, um dort Medizin zu studieren. Unter dem Einflüsse des Mathematikprofessors Dr. Spiro wird er Zionist und befaßt sich nun viel mit jüdischen 1 ragen und jüdischer Literatur. Im Jahre 1895 erscheinen seine ersten schriftrtcllerischen Arbeiten in deutscher und russischer Sprache. Im Jahre I89d beginnt er seine ersten Kritiken in jüdischer Sprache zu veröffentlichen. Er war es auch, der als erster das sogenannte ,,Kleine Feuilleton" in die jüdischen Zeitungen einführte. Im Petersburger „Frajnd" wurde die von ihm geleitete Rubrik „Schnychen und Gedanken'* äußerst geliebt und geschätzt. In der jüdischen Schriftslellerwclt halte Baal?\Iachschowes speziell als hervorragender Kritiker Bedeutung gewonnen und zeichnete, sich als fieffühlencler Analytiker der Werke Mendelcs, Scholem Alejchems, Perez' und anderer mehr aus, denen er ein feines Mitempfinden und Verstehen entgegenbrachte. Sein früher Tod bedeutet einen großen Y'erlust für die gesamte jüdische Literatur und Kritik. CEM. AUS UNSERER ZEIT in. DIE JÜDISCHEN VÖLKERBUNDLIGEN Der Versuch, jüdische \ öikerbundligen zu gründen, der in einer Reihe \on Staaten, darunter Österreich, durchgeführt werden soll, bringt zwei Angelegenheiten des öffentlichen Lebens des Kontinents in enge Beziehung, die gleichermaßen unter der Unaufrichtigkeit unserer Zeit leiden. Wie die Judenfrage, erfährt auch der Y'ölkcrbundgedanke in Mitteleuropa offiziell und hinter den Kulissen eine entgegengesetzte Behandlung. Während man sich der in ihm immerhin verkörperten Summe internationaler Autorität und Hilfsbereitschaft gerne versichert und bedient, wird jeder halbwegs ernst zu nehmende Versuch, ihn wahrhaft populär zu machen, sabotiert. Die Sozialdemokraten sehen in ihm nur das Werkzeug des imperialistischen Kapitalismus, der sich kleine Freundschaftsdienste bei der Stabilisierung der derouüerten Wirtschaftsverhältnisse der besiegten Staaten mit dem zumindest temporären Verlust der staatlichen Unabhängigkeit kompensieren läßt, den konservativen Parteien ist der Gedanke internationalen Zusammenwirkens, auch wenn dieses durch besternte Diplomaten ausgeübt -wird, nicht unbedenklich genug, daß er nicht den allzu eng eingestellten Kantönligeist ihrer Wähler irritieren Wien, I., Kärntnerring Nr. 6 (gegenüber dem Hotel Bristol) liefert seit mehr als anderthalb Jahrzehnten den vornehmen orthodoxen Damen aller Länder Perücken. Spezialität: Brautschoiteln, diese werden der Mädchenfrisur mit verblüffender Täuschung nachgemacht