Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 1 (1923)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Fashion Notes
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 22 (sequence 3)
- Language
- German
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22 MENORAH 33 monisch. Der Rücken glatt, eng die Formen umspannend, während an der Seite beginnende Tabliers oder Volants der Vorderansicht, wenn noch Asymmetrie hin/.ukommt, ein bizarres, unruhiges Aussehen verleiht. Das sind, im großen ganzen betrachtet, die beiden Typen, die neben einander y,eheti und vorläufig herrschen. Dazu kommt, wie oben schon bemerkt, das Stilkleid, aus dem ja die eine Type eigentlich entstanden ist. Mit der Vorliebe für das Stilkleid ist auch Taft ein viel verwendetes Material geworden, neben Taft andere Seiden, daneben Tüll und Spitze, und neuerdings im Zusammenhange mit den kleinen Rüschen auch Band. Welche Materialien zu bestimmten Zeiten bevorzugt wurden, das hat oft merkwürdige Ursachen gehabt. Ein Edikt, von Richelieu im Jahre 1633 unterzeichnet, richtet sich gegen jede Verwendung von Edelmetallen, respektive Stoffen, Borten, Schnüren aus solchen Metallen, die bei der Herstellung der Kleider verarbeitet wurden. AU das wanderte in die Schmclzlicgel, und man mußte sich mit Seidenbancl begnügen, dessen Verbrauch ins Unermeßliche stieg und vielen Fabrikanten zu großen Reichtümern und Ruhm verhalf. In den „Precieuses ridicules" läßt Moliere Masrarille, nachdem jemand dessen Schleife bewundert hat, ausrufen: „Cest Perdrigeon toul pur!" Ebenso strenge Verordnungen bezüglich Männer- und Frauenkleidung erließ Mazarin, und er wurde von Ludwig dem XV7., der in seiner Jugend si.hr einfach gekleidet ging, dabei unterstützt. Doch als dieser die Spitzenfabriken von Chantilly und Alcncon gegründet hatte, da wurde er gegen den Verbrauch von Spitzen, wenn sie nur französischer Flerkunft waren, nachsichtig, und der mühsam eingedämmte Luxus nahm unerhörte Dimensionen an. Bei der Flochzcil des Herzogs von Burgund ir. Jahre 1679 trug dieser, um zu zeigen, daß r.ein Hol der glänzendste sei, einen Rock, der mit Edelsteinen im Werte von 8 bis 9 Millionen besetzt war, und seine Höflinge standen ihm nicht nach in Entfallung ungeheuren Glanzes. Wie bescheiden, beinahe puritanisch, muß uns unsere so viel verschriene „verderbte Zeit", unser Luxus erscheinen, gemessen an der Prachtent fnltung, an den Modeextravaganzen vergangener Zeiten. F. N.-K. LJUBA KADISON (Wiliiaer Truppe) S^S^S^G*^ j Ii l'XKT.nÖ IKELF A ItlUK jl .1 t<r*iri:* wvijjn, wircx, i.. i| WOM.ZI Il.i; MS. 21 1 REICHHALTIGES LAGER IN: SCHLAF-, SPEISE- UND HERREN- II /IMMER, KLUB-UND SALON GARNITUREN. SPEZIALABTEILUNG FÜR i| BÜROMÖBEL-ERZEUGUNG 'i■ ^Ii1 iI■'1Mi!i!11;1H1: M11 -M.'.'.':11!IMI:i■ ]:: .,r!IiI:!:^:i''i,LUM11,:^!'>■ I;.......!'111.;|i:.:,;[ii!|f:i;:;11i1!:! >i,[,;.■ |:i;.....I!! MH'j!!'I:!; FRANZ SCHINDLER, WIEN, VII., IVEUßAUGASSE 17 £Füv die vornefjme l&elt modernste Lederwaren aß ^Faörifi lii^iiiiiiMiiiiiiitiiiiiiiiwiiiiiiiw pilllllllilliillllllillllillillllllllllllilllim I MESSING- UND EISENMÖBEL, 1 1 KINDERWAGEN I HERBERT FRITSCHE, WIEN V., MITTERSTEIG 22 I , DOMGASSE 2