Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 1 (1923)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Fashion Notes
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 20 (sequence 1)
- Language
- German
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20 M E N O R A H &asßion SVotes! SYlodeöericßt Paris hat lange gczögcrl, es schien, als könne man sich nicht recht einschließen, und später als in vergangenen Jahren kommen die neuesten Modelle heraus. Die sogenannten neuen Modelle waren schon langer zu sehen, sie wurden als neu bezeichnet, waren jedoch, von geringfügigen Details abgesehen, nur die schon bekannten Formen der letzten Monate in Herbst- und Winteraufmachung. Sonst waren die Rennen in den französischen Seebädern die letzte große Rundschau über das Gewesene, vor allem aber der große Auftakt der kommenden Moden. Doch dieses Jahr machte sich dieses Zögern selbst bei den großen nercllrchaftlichen Ereignissen in Deauville und Trouvüle fühlbar. Nun, da die großen Schneider von Paris mit ihren neuesten Schöpfungen in die Öffentlichkeit treten, sehen wir, daß der große Zwiespalt, der so verzögernd gewirkt hatte, nicht ausgeglichen ist, und wir sehen, eine merkwürdige Erscheinung in G.f.ng der Modeenlwicklung, zwei grundverschiedene Typen der neuen Linie neben einander gehen. Lavin, Chanel und seine Anhänger haben sich für die schlanke Linie entschieden. Der Stoff umschlief.'t den Körper so stralT als möglich, man bevorzugt Stoffe, die die Plastik des Körpers betonen, die sich anschmiegen, jeder Biegung nachgehen und die Formen, wenn auch verhüllt (langer Ärmel, kleiner Ausschnitt), erst recht enthüllen. Die andere Gruppe der Modekünstler weicht der s:blanken Linie aus. Der Rock wird aus übereinander fallenden Stufen gebildet, zwei, drei und auch mehrere; dann werden daraus große Volants, kleine Volants, Rüschen. Die Röcke werden weiter, bauschiger, verhüllen die Figur, um aber, wie immer bei allen Modeformen, an anderen Stellen zu enthüllen. Je weiter und faltiger der Rock wird, desto enger umschließt das Leibchen den Körper, der Ausschnitt wird größer, um oft sogar die Schultern frei zu lassen, die Ärmel ganz kuiz, oft nur angedeutet. So sehen wir zwei sehr vers:hiedenc Silhouetten der Frau; die eine unter dem Einflüsse des Orients entstanden, die andere verdankt die Anregungen, aus der sie geschaffen wurde, der Zeit Ludwig des XIV. und Ludwig des XV'., denn wie jede an selbständigen Ideen arme Zeit ist auch unsere Epoche darauf angewiesen, ihre Motive aus vergangenen Zeiten oder fremden Ländern zu bereichern. Einen intercsanten Versuch macht Paquiii, einer der führenden Modemeistcr, indem er verrate ht, die eben besprochenen zwei verschiedenen Linien, respektive Formen zu verbinden. Das Produkt mag originell sein, doch ist es weni» har- % ^4 NN Y PElA Alle Arten Pelzwaren in vornehmster Ausführung WIEN, IL, TABORSTRASSE 1, I.STOCK TEL. 46-7-61, FILIALE TABORSTR. 17 PELZHÄUf LEIPZIG-PARIS EIGENE —W E RKSTATTE N FÜR FEINE PELZKONFEKTION; " "•: =9 ' . MODERNISIERUNGEN UND REPARATUREN SOFORT TEL. NS 70V8iH Hochfeine Stoffreste iyjHiii'Hiiiniiiiiiiiiiiiiiiiriiiiiiiiii^ i 1 MIEDERFABRIK §j | MIEDERLEIBCHEN UND 1 | DAMENWÄSCHEFABRIKATION 1 ii niiiiiiii JAKOB GEWÜRZ 'iiiiiiiiii:: WIEN, 1. BEZIRK, SALZGRIES 8 i | EINGANG GÜLSDORFGASSE NR. 2 1 1 EN GROS TELEPHON 1)0-701 EXPORT I ^lll!IINIil!llll!llllllllll!lllllllllllllllll!!ll!llllllllllllllllllllllllllllllllllilllllll Hfl JVlenJ JVildprstmarkt 2. =m Qt Gxporl %J¥l4>diel&S Sn gros tJfis^/fla{^£cfmt Jft&bes. M&sttlmea.JflanteaaXt ZTeatjGtvnSi et ^ourrures STe l e /b n Ö5373. (Kl m ^E2!^hl^i!}S^^ der neuesten ZModellkollektion m W für Anzüge, Modeliosen, Winterröcke, Kleider und Kosliime, kauft iiutu jetzt noch vom alten Vorrat besonders billig bei Kann & Fried SME