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Neue jüdische Monatshefte · 1919-10-25 · Heft 2-4 (25.10.1919) · p. Seite 78

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Journal
Neue jüdische Monatshefte
Volume
1919-1920
Issue
Heft 2-4 (25.10.1919)
Article
Mein Verlag
Date
1919-10-25
Page
Seite 78 (sequence 1)
Language
German
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78 Unter den Werken, die dadurch in den Verlag der Firma kamen, sind hervorzuheben: Winter und Wünsche, Die jüdische Literatur seit Abschluss des Kanons, M i d r a s c h T e h i 11 i m übersetzt von Aug. Wünsche, M a y b a u m , Predigten und Schrifterlclärungen, Targum Önkelos herausgegeben 'von Berliner, DavidKaufmann, Geschichte der Attributenlehre. Hierzu kam im Jahre 1901 die Uebernahme von Jakob Auerbach, Biblische Erzählungen und der „Kleinen Schul- und Hausbibel" desselben Verfassers, aus dem Verlage von F. A. Brockhaus, Leipzig, wodurch der Schulbücherverlag weiter ausgebaut wurde. Unter vielen Werken, die im Verlage der Firma im Laufe der weiteren Jahre erschienen, sind besonders zu erwähnen: Der dreiteilige hebräische Bibelkommentar „Mikraki-Pheschuto" von Arnold B. Ehrlich, dessen „Uebersetzung der Psalmen mit Erkärung^, D. Hof f mann's Leviticus und Deuteronomium, Sachs, Mich.» Die religiöse Poesie der Juden in Spanien in 2. Aufl., hrsg. v. Dr. S. Bernfcld, „Die Geschichte der jüd. Literatur" von Gustav Karpelesi „Memoiren einer Grossmuttcr" von Pauline Wengeroff. 27 Kataloge, teils in hebräischer, teils in deutscher Sprache, manche von bedeutendem Umfang, geben Kunde von dem jeweiligen Lager. Im Jahre 1910 konnte die Firma auf ein halbes Jahrhundert ihres Bestehens zurückblicken, aus welchem Anlass ihr der Börsenverein der deutschen Buchhändler ein Diplom überreichen Hess. Im nächsten Jahr kann die Firma ihr 60jähriges Bestehen begehen. Mein Verlag Von Louis Lamm, Berlin s bedurfte zweifellos eines gewissen Idialismus, als ich der lukrativen AHtallbranche Valet sagte, um mein Leben der jüdischen Literatur zu widmen. Bei meiner Etablierung sagte ich mir schon, dass der Verlag das Rückgrat des Buchgewerbes bildet, und ich bemühte mich schon im ersten Mottat meiner Geschäftsgründung — Juni 1903 — nach dieser Richtung tätig in sein. Es traf sich günstig, dass damals die bekannte Simionsche Verlagsbuchhandlung gesonnen war, ihre jüdischen Sachen — es handelte sich der Hauptsache nach um die Quellen und Regestcn zur Geschichte der Juden in Deutschland, die als Standard-Works bezeichnet werden müssen — abzustossen. Diese von der ehemaligen Kommission für die Geschichte der deutschen Juden herausgegebenen Bände von erheblichem Umfange, auf die ich heute noch stolz bin, bildeten den Grundstock meines Verlages; sie bezeichnen auch seine Hauptrichtung: die Geschichte der Juden. Diesen Zweig zu pflegen, lag und liegt mir besonders, denn mit dieser Materie habe ich mfich selbst viele Jahre beschäftigt und die meisten meiner eigenen Publikationen sind jüdisch-geschichtlicher Natur. Bald kamen auch die Verlagsangebott, unter denen ich sorgsame Wahl hielt und diese Wahl bat sich auch in fast allen Fällen als richtig erwiesen. Da ich etwas zurückhaltend war, ist mir auch einige mal der Lapsus passiert, mir hie und da sonst vorzüglich passende Werke entgehen zu lassen, denn ich ging vorsichtig tastend meinen. Weg, vielleicht manchma]

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