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Neue jüdische Monatshefte · 1918-01-25 · Heft 8 (25.1.1918) · p. Seite 194

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Journal
Neue jüdische Monatshefte
Volume
1917-1918
Issue
Heft 8 (25.1.1918)
Article
Die Juden in der Bukowina [Rezension]
Date
1918-01-25
Page
Seite 194 (sequence 2)
Language
German
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194 Ortes wie' um Nepoloköutz finden sich jetzt noch viele jüdische landwirtschaftliche Tagelöhner, Von den Herrschafisgütern ist ungefähr ein Drittel in Händen von Juden. Zahl und wirtschaftliche Bedeutung der Juden brachte es mit sich, daß ihnen stets eine bedeutsame Einflußnahme auf das politische Leben des Landes zufiel. Verbürgt wurde ihre politische Machtstellung durch die Landtags Wahlordnung des Jahres 1910, welche der Bukowina als einzigem Kronland der Monarchie, außer Mähren, ein Wahlrecht nach nationalen Wahlkörpern gewährte. Die Juden sind hierbei als Nation anerkannt. Czernowitz wird seit hDgern im österreichischen Abgeordnetenhause durch einen Juden (gegenwärtig Dr. Straucher) vertreten. Das Bürgermeisteramt der Landeshauptstadt fiel nach einem nationalen Schlüssel wiederholt Juden zu. Die jüdische Vereinigung im Landtag zählt 10 Mitglieder. IflÖLÖHEiDEE© Eduard Bernstein, „Aus den Jahren | meines Exils1'. Erich Reiss Verlag, Berlin 1917, Preis geh. 5,50 M. Dr. Nathan Birnbaum, „Gottes Volk". B. Löwit Verlag, Berlin/Wien 1917. Preis geh. 1,20 M. Dr. Joseph S. Bloch, „Kol - Nidre und seine Entstehungsgeschichte". R. Löwit Verlag, Berlin;Wien 1917. Martin Buber. „Ereignisse und Begegnungen/' Insel-Verlag, Leipzig 1917, Preis geh. 3,50 M. _ Martin Buber,?,Die Rede, die Lehre und das Lied. Drei Beispiele." Insel-Verlag, Leipzig 1917. W« Feldmann, „Geschichte der politischen Ideen in Polen seit dessen Teilungen (1795—1914)." Verlag von R. Oldenbourg, München und Berlin 1917, Preis geh. 10 M. M. J. Gorion, „Der Born Judas", n. Bd. „Vom rechten Weg." Insel-Verlag 1917, Preis 6 M. „Hickis jüdischer Volkskalender für das Jahr 5673." Brünn/Wien 1917/ 1S18, Preis geh. 3,50 M. In dem politischen Selbstgefühl sieht der. Verfasser die Grundlage des starken Nationalgefühls der Juden des Landes, die früher, ds anderswo, das Recht, sich national ausleben zu können, in Anspruch nahmen und erwirkten. Die Betonung des jüdischen Volkaempfjndens war einem gesunden und freundschaftlichen Zusammenleben mit den übrigen Völkern des Landes: Ruthenen, Rumänen, Deutschen und Polen, nur förderlich. Kennzeichnend in diesem Sinne ist, daß der Gemoinderat von Czernowitz bereits vor mehr als 10 Jahren einstimmig den Entschluß faßte, den alten Markt in der Judenstadt „Theodor-Herzl- Platz" zu benennen. Die Schrift ist wegen ihrer wertvollen Beiträge zur Erkenntnis der Verhältnisse der Juden in der Bukowina zu schätzen. Dr. Artur Rodenberg, z. Zt. Wien. ©O3ElB(ID0ö3ö30 Karl HHmar, „Die deutschen Juden' im Weltkriege". Selbstverlag des Verfassers. Berlin 1917, Preis 0,50 M. „Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz.** Verlag des jüdischen Jahrbuches Luzern. Leipzig 1917. Karl Kauteky, „Die Befreiung der Nationen11. 2. Aufl. Verlag von J. H. W. Dietz Nachf., Stuttgart 1917. Preis geh. 0,80 M. Th. G. Masaryk, „Zur russischen Geschichte- und Religionsphüosopbie". Eugen Diederichs Verlag, Jena 1913, 2 Bde., geh. je 12 M. R. E. May, „Konfessionelle Militärstatistik'4. Verlag von J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) Tübingen 1917 Preis geh. 2,60 M. Sigmund Mayer, „Die Wiener Juden 1700—1900". R. Löwit Verlag, Wien/Berlin 1917. Dr. Jose? MeisI, „Heinrich Graetz." Eine Würdigung des Historikers und Juden. Verlag L. Lamm. Berlin 1917, Preis geh. 4,50 M. Bücherschau Verantwortlich 1ür die Schrütleltunß:: Martin Goctz, BerLln-Charlottenburg. Verlag de* Lotion Jüdischen Monatshefte, Berlln-Manchen. Martin Goetz. Nachdruck der Beitrage den Tageszeitungen mit genauer Quellenangabe gestattet Gedruckt bei Julius Sittenfeld, Holbuchdru«ifcrH Berlin W

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