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Neue jüdische Monatshefte · 1917-12-25 · Heft 6 (25.12.1917) · p. Seite 146

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Journal
Neue jüdische Monatshefte
Volume
1917-1918
Issue
Heft 6 (25.12.1917)
Article
Die Juden und der Weltkrieg [Rezension]
Date
1917-12-25
Page
Seite 146 (sequence 1)
Language
German
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146 IQBflOSIOEfiBfnjdl Lferaturbiatf 103 OD GD 03 ED 03 dB dB Die Jssden und Beide Schriften ergänzen Bich in vorzüglicher Weiße und enthalten ein reiches und gutgeordnetes Material Simon teilt den von ihm verarbeiteten Stoff nach den Gesichtspunkten der Gleichberechtigungsfrage, der Ostjudenfrage und der Emigrations- (Palästina-) Frage. Er weist in überzeugender Weise nach, daß trotz der antisemitischen Strömung in Deutschland das Judentum keineswegs sieh der Entente zuneigen dürfe, da das Bündnis der Weststaaten mit Rußland nicht zur Folge gehabt hat, daß das Prinzip der russischen Judenpolitik aufgegeben oder auch nur geändert worden sei, sondern nur bewirkt habe, daß Frankreich und England ihre liberale Haltung den Juden gegenüber nach der antisemitischen Seite hin modifizierten. . Unter den Belegen für diese Behauptung befindet sich jener Brief des Juden Litwak von der „slawischen" Legion, mit dessen Veröffentlichung Gustave Kerv6 sich ein bleibendes Verdienst erworben hat. Ferner findet sich eine Zusammenstellung der russischen Angriffe auf die Juden (Spionageverleumdung usw.), die in ihrer Geschlossenheit stärksten Eindruck macht. Simon kommt zu dem Ergebnis, daß die jüdische Gesamtheit ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen müsse und daß bei den Friedensverhandlungen die autorisierte Vertretung der jüdischon Interessen nicht fehlen dürfe. Theilhaber berücksichtigt ganz besonders die Verhältnisse in Deutschder Weltkrieg*) land und weist den außerordentlichen Anteil nach, den die Juden sowohl an den militärischen wie an den organisatorischen und wirtschaftlichen Erfolgen Deutschlands haben. Seiner. Schrift darf man besonders unter eine m Gesichtspunkte die weiteste Verbreitung wünschen: sie dürfte die meisten Juden überraschen durch eine ganze Reihe ihnen unbekannter Tatsachen, besonders aus dem Gebiete der Wissenschaft und Industrie, und ihnen ein vorzügliches A b - w ohrmaterial bieten gegenüber antisemitischen Herabsetzungen der jüdischen Leistung. Es wäre ein« dankenswerte Aufgabe für den Zentralverein, der Theilhaberschen Schrift möglichst viele Leser zu verschaffen. Simon wie Teilhaber stimmen überein in der Anschauung, daß die Durchführung nicht nur der individuellen, sondern' auch der volklichen Gleichberechtigung, sowie die Möglichkeit eines palästinensische!» Zentrums die Grundbedingungen für eine Lösung der Judenfrage in dem Sinne bilden, wie sie vom Judentum selbst als einzig erstrebenswert angesehen werden kann. C. Z. TC, •) t. Dr. Max Simon, D e r W e 11 - krieg und die Judenfrage. G. B. Teubner, Leipzig-Berlin. 2. Felix A. Theilhaber, Die«! u d e n im Weltkriege. Mit besonderer Berücksichtigung der Verhältnisse für Deutschland. Weltverlag, Berlin 1916. Verantwortlich für die Scfcrlftleitung: Martin Goetz, Berün-Charlotteabunr. Veriuff der Neuen Jüdischen Monatshefte, Berlin-München. Martin Goetz. Nachdruck der Beiträge den Tageszeitungen mit genauer Quellenangabe gestattet. Gedruckt hei Julius Sittenfetd, Hoibuchdrucker., BerHn W

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