Neue jüdische Monatshefte
- Journal
- Neue jüdische Monatshefte
- Volume
- 1916-1917
- Issue
- Heft 13 (10.4.1917)
- Article
- Sterblichkeit der Juden in Wilna in den letzten 5 1/2 Jahren (1911-1916)
- Date
- 1917-04-10
- Page
- Seite 381 (sequence 6)
- Language
- German
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Das Jahr 1911 weist zwei geringe Maxima auf: entsprechend der höheren Kindersterblichkeit in den Sommermonaten Juni-—August (113 und 111 Sterbefällle) und in den Wintermonaten Dezember—-Februar (111 und 112), was mit der Kindersterblichkeit keinen Zusammenhang; hat. 1912 weist zwei Maxima auf (im Januar und Oktober), die ebenfalls der Kindersterblichkeit nicht entsprechen. Für das auch sonst günstige Jahr 1913 ist überhaupt kein Maximum festzustellen. 1914 weist eine gesteigerte Sterbeziffer für die letzten'fünf Monate, was aber "einzig und allein auf den Kriegsausbruch und den Zuwachs der jüdischen Bevölkerung durch die Flüchtlingsmassen zurückzuführen ist. Auch die steigende Kurve Juli—September 1915 hat nach dem Or- .sagten nicht die Bedeutung eines typischen Sommermaximums. Tabelle II. Absolute Sterbeziffer nach den Jahreszeiten .Inhr FrüIlling * Sommer Herbst ------------- ~ Winter I Insgesamt. um 272 \ 317 277 i;u7 | 1183 1912 2<W! 2R« 332 325 i : 12tt uns 287! 231! B04! 266 i 108S WX4 2f>S j JUG 344 ä 340! 1302 intr» 422 : m:-* j 710! 420 | 2105 IfllÖ 458 ' i; „. ' 1911 wiegen die F r ü h I i n gs in o n a t e mithin die niedrigst«» Sterbeziffer auf (272). Es folgen die Herbstmonate (277), während die höchsten Ziffern auf die Sommer- und Wintermonate fallen (je 317). Auch 1912 weisen die Frühlingsmonate das Minimum, der Herbst das Maximum auf. Die Ziffern der drei als normal zu setzenden Jahre lasse» also annehmen, daß die jüdische Sterblichkeitsquote das Minimum in den Frühlings- oder Sommermonaten, das Maximum im Herbst erreicht. Der gesetzmäßige Charakter dieser Erscheinimg steht noch dahin. 1914 weist die Mortalitätskurve vom Frühling bis zum Winter eine .stete Steigerung auf; deren Ursache naheliegt: Kriegsausbruch. Die höchste Sterbeziffer von 1915 fällt in den Herbstmonaten, darauf nach d«*m Winter zu abflauend (von 710 auf 420). (Fortsetzung folgt) Simon Samuel Frug Von Dr. Z. F. Fi nke Istein, Wien ^T^r schuf im Russischen eine Fülle überragender Dichtungen und blieb doch einer der Vielen: er schrieb im Jüdischen eine Handvoll bJüiäSl kaum über das Durcbschnittsmatt herausragender Lieder und Skizzen und ward hier einer der Grollen.