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Der Morgen · 1938-04-01 · Heft 1 (April 1938) · p. 41

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Morgen
Volume
14 (1938)
Issue
Heft 1 (April 1938)
Article
[Rezension]
Date
1938-04-01
Page
41 (sequence 2)
Language
German
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Adolph Donath — Nebensätze mit notierenden Bemerkungen, Hinweise auf allgemein und doch für viele Menschen nicht mehr bekannte Kunstereignisse mit ihrem großen Komplex von Spezialfragen — verbindet sich mit weitschichtiger Sachkenntnis auf dem behandelten Gebiet. Sammler der Alten und der Neuen Welt, Museumsleute, Kunsthändler, die Werke, die den Fälschungen zugerechnet wurden oder werden, Techniken der Fälschung und Psychologie der Fälscher, — das alles gehört dazu. Man hört von der Tiara des Saitaphernes aus der Zeit um 200 v.Chr., dem Goldhelm mit antiken Darstellungen, den der Louvre für 200 000 Goldfranken von einem Künstler-Fälscher kaufte. Man liest von Fälschungen der Porzellane, der Möbel und Gläser, von Ausstellungen gefälschter Kunstwerke, von Antiquitätenfälscher-Prozessen, von japanischen, chinesischen und palästinensischen Fälschungen. Die Methoden, Fälschungen zu erkennen: Röntgenuntersuchung, X-Strahlen, die das ungefähre Alter eines Gemäldes bestimmen oder in strittigen Fällen die „Authentizität" entscheiden helfen. „Wie erkennt man denn eine Kunstfälschung?'4, fragt der kunstliebende Laie. „Fälschungen erkennt man um so sicherer, je größer die Kenntnis von Originalen ist, welche man ihnen entgegenzustellen vermag", gibt Donath zur Antwort. Das Buch ruft das ganze Können, den sicheren Geschmack und die leichte Prägnanz seines Stils nochmals in Erinnerung: in die Dankbarkeit mischt sich Trauer um den Dahingeschiedenen. Olga Bloch Franzosen zur Jadenfrage. Kaum eine Frage steht heute so sehr im Mittelpunkt der internationalen Diskussion wie die Judenfrage, nicht nur als theoretische Frage, sondern als praktisches Problem. Nicht so sehr seine religiöse als vielmehr seine nationale, soziale, wirtschaftliche Seite steht zur Debatte. Die Erörterung ist nicht beschränkt auf die Länder jüdischer Massensiedlung oder grundsätzlich judenfeindlicher Regierungen; sie dehnt sich auch auf Länder mit geringer jüdischer Bevölkerung und scheinbar gesicherter Emanzipation aus. Das ganze Gebiet der Judenfrage hat ein Band der von Daniel- R o p s herausgegebenen Reihe „Presences" zum Gegenstand: „Les Juifs" (Librairie Plön" Paris 1937) enthält Beiträge christlicher und jüdischer Autoren über die verschiedenen Aspekte des jüdischen Problems. Das Buch leiten einige Briefe des katholischen Dichters Paul Claudel ein, in denen er seine Verehrung für das jüdische Volk und die Bibel zum Ausdruck bringt, zugleich aber auch auf dessen Anteil an' sozialen und religiösen Zersetzungserscheinungen hinweist. Emile Meyer skizziert auf wenigen Seiten, wie im ganzen Verlauf der Geschichte der Juden antisemitische Erscheinungen zu beobachten sind. Ein ungenannter Katholik zieht Parallelen zwischen dem Christ- 41

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