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Der Morgen · 1937-10-01 · Heft 7 (Oktober 1937) · p. 312

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Journal
Der Morgen
Volume
13 (1937-1938)
Issue
Heft 7 (Oktober 1937)
Article
Juden, Araber und Palästina [Rezension]
Date
1937-10-01
Page
312 (sequence 2)
Language
German
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über die palästinensische Wirtschaft im Jahre der Unruhen und zahlreichem statistischen Material bringt es Spezialarbeiten 'über die verschiedenen Wirtschaftszweige, darunter auch verschiedene von Juden aus Deutschland: Dr. Erwin Wittkowski (Industrieprobleme),, Dr. Max Hirsch (Jüdische Landwirtschaft), Dr. Walter Erhard (Das Versicherungsgeschäft), W.. Düsterwald (Ausländische Investierungen), Dr. Alfred Michaelis (Handelsbeziehungen zwischen den Ländern des Nahen Ostens), Dr. Reinhold Cohn (Patente und Handelsmarken) u.a. Zur Geschichte des Zionismus liegt das Material nun in immer größerer Fülle vor und wird jetzt wieder nach einer neuen Seite ergänzt. Von der Zionistischen Weltorganisation, die sich auf dem 7. Baseler Kongreß 1905 gegen Uganda für Palästina entschied, spaltete sich damals unter der Führung des englischen Schriftstellers Israel Z a n g w i 11 eine „territorialische" Gruppe ab, deren Programm vorsah, „denjenigen Juden, die in den Ländern, in denen sie jetzt leben, nicht leben können oder wollen, ein Territorium auf autonomer Basis zu verschaffen". „Speeches, Articles and Letters" Zangwills werden jetzt von Maurice Simon mit einem Vorwort von Edith Ayrton Zangwill von der Soncino Press, London, herausgegeben. Der Band enthält allgemeine Essays über jüdische Themen, Reden und Artikel aus Zangwills erster zionistischer Zeit, aus seiner territorialistischen Periode und aus seiner zweiten zionistischen Phase nach der Balfour- Deklaration. Wenn sich neuterritorialistische Strömungen auf ihn berufen, um ihre Abneigung gegen Palästina zu begründen, so darf man nicht übersehen, daß Zangwill selbst gegenüber der Realität des jüdischen Palästina zu der zionistischen Überzeugung seiner Jugend zurückkehrte. Das alte, historische Palästina des Neuen Testaments läßt der Reisebericht Fulton Ourslers „A Sceptic in the Holy Land" (Methuen & Co. Ltd., London) vor uns lebendig werden. Die Geschichte des Landes „From Babylon to Bethlehem", vom babylonischen Exil bis zum Christentum, stellt Laurence E. Browne in christlichem Sinn knapp und anschaulich dar (W. Heffer & Sons, Ltd., Cambridge). Das eigentliche Problem Palästinas ist die Frage der Beziehungen zwischen Juden und Arabern. Ein Beitrag zu den rechtlichen Grundlagen liefert Dr. J. Gottlieb in einer Broschüre „Juden und Araber im Mandat" (Selbstverlag, Tel Aviv). Recht instruktiv ist eine kleine Schrift von Michael A s s a f „Die arabische nationale Bewegung" (Kleine Zionistische Bücherei, Heft 15, Prag). Assaf behandelt darin die historischen Faktoren in der arabischen Bewegung, die panislamischeBewegung, die panarabische, und kritisch die arabische Bewegung in Palästina. Einen historischen Rückblick auf die Erschließung Arabiens bietet das reich illustrierte Buch von R. H. Kiernan „The Unvei- 1 i n g o f A r a b i a" (George G. Harrap & Co. Ltd., London). Aber nicht nur das Geographische ist von Interesse, sondern vor allem auch, was man über das arabische Volk erfährt. Rudolf Levy 312

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