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Der Morgen · 1935-07-01 · Heft 4 (Juli 1935) · p. 192

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Morgen
Volume
11 (1935-1936)
Issue
Heft 4 (Juli 1935)
Article
Die Schocken-Bücherei [Rezension]
Date
1935-07-01
Page
192 (sequence 2)
Language
German
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würde. Einen hübschen kleinen Schörkel der Sammlung stellen die Zeichnungen zur Josefslegende dar, die ein unbekannter russischer Jude des Biedermeier aquarelliert hat. Die antike Philosophie und Zeitgeschichte vertritt eine Auswahl aus Philos Schriften von Hermann Lewy. Dem Maimonides - Jubiläum dienten zwei Bände, die in anderem Zusammenhang noch gewürdigt werden sollen. Martin Bubers chassidische Schriften sind um die schön gedruckten „Unterweisungen" des Baalschem vermehrt. An die Schwelle der Emanzipationszeit führt Salomon Maimons Lebensgeschichte, an ihren Höhepunkt das Bändchen mit vier temperamentvollen jüdischen Aufsätzen Hermann Cohens unter dem Titel „Der Nächste". Erzählendes schließt sich an: Stifters klassische Novelle „Abdias" mit einem Nachwort von Margarete Susman, dessen Grundgedanken ein Aufsatz im „Morgen" wiedergab; Agnons Erzählung „Und das Krumme wird gerade"; endlich Kafkas „Vor dem Gesetz", ein selbständiger Nebenschößling der großen Gesamtausgabe von Kafkas Schriften. Eine besondere Stelle unter dieser reichen Auswahl, ja im jüdischen Schrifttum überhaupt nimmt aber das von Moritz Zobel herausgegebene Sabbatbuch ein. Hier ist, angefangen von den Stellen der Schrift über den Sabbat, über die spätere Lehre, Sage, Geschichtsschreibung, Dichtung und Sitte, in Beispielen bis zur Gegenwart vereinigt, was das Bild dieses einzigartigen wöchentlichen Festes je und je bestimmt und — verherrlicht hat. Für die Neubelebung des religiösen jüdischen Lebens bietet dieses Buch, als Gebrauchsbuch im besten Sinne, dem Suchenden ohne die sprachlichen und sachlichen Kenntnisse für eigenes Quellenstudium, was er braucht, um zum Zentrum jüdischen Wesens zurückzufinden. Es ist, neben so vielem Überflüssigem, das jetzt manchmal erscheint, einmal ein notwendiges Buch. — a — Die Gesellschaft für jüdische Familienforschung hat ein Merkblatt für die wissenschaftliche Aufnahme der familien- und gemeindegeschichtlich gleich wichtigen älteren Grabsteine herausgegeben. Die Steine sollen mit dauerhafter Farbe numeriert, nach Möglichkeit photographiert und ihr Text — Vorder- und Rückseite des Steins getrennt — festgehalten werden. Diese Daten sind zweckmäßig mit anderen Quellen zu vergleichen und zu einem Buch zusammenzufassen. "Wie uns der Verlag Leo Alterthum, Berlin, mitteilt, wird die seit langem vergriffene einbandige Bibelübersetzung von Zunz im August neu erscheinen. Jahresabonnement des „Morgen" M 13.— , Einzelheft M 1.—. Für Bezieher im Ausland erfolgt Umrechnung in Reichsmark nach der Währung des Landes. Zahlungen sind auf das Postscheckkontoder PhiloVerlagu. Buchhandlg. GmbH. Berlin Nr. 83512 zu leisten. Manuskripte und Zuschriften sind an die Schriftleitung des „Morgen", Berlin W15, Pariser Str. 44 zu senden. / Für Manuskripte, die von der Schriftleitung nicht angefordert wurden, wird keine rechtliche Haftung übernommen; sie werden nur dann zurückgesandt, wenn Rückporto beiliegt. / Jeder Beitrag erscheint unter eigener Verantwortung des Verfassers. Nachdruck der Aufsätze ist nur mit Genehmigung der Autoren und des Verlages gestattet Schriftleitung: Hauptschriftleiter: Dr. Eva Reichmann-Jungmann f stellvertretender Hauptschriftleiter Or. Hans Bach, beide Berlin Verlag: Philo-Verlag und Buchhandlung GmbH, Berlin W15 Druck und Anzeigenannahme Max Lichtwitz Berlin SW19. — DA. I. Vj. 1600 Die Schriftleitung ist, um die Verbindung zwischen Lesern und Autoren der Zeitschrift zu stärken, gern bereit, Briefe an die Mitarbeiter weiterzuleiten. 192

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