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Der Morgen · 1934-03-01 · Heft 9 (März 1934) · p. 529

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Morgen
Volume
9 (1933-1934)
Issue
Heft 9 (März 1934)
Article
[Rezension] / H. R-n.
Date
1934-03-01
Page
529 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
spine
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lieh. Man hätte doch gern gewußt, w i e Daphne in einen Lorbeerbaum verwandelt wird . . . Man kann noch mancherlei interessante Abstammungsstudien in diesem merkwürdigen Buche machen, das keineswegs lustig wirken soll, sondern die heitere Kunst der Zauberei sehr ernst nimmt. Und trotzdem ist dem Zauberbiographen ein Name entgangen, den wir für diese Encyclopacdie beitragen: Jacks, der das blödeste Gesicht verschuldet hat, das ich je gemacht habe: seine Kartenkunststücke, die er nicht nur vor unser aller Augen, sondern ganz nahe, also gewissermaßen unter unserer Nase, zeigte, sind uns heute noch unerklärbar. Eine Zuschauerin glaubt seit jenem Abend an die Zauberei. Was es so alles gibt! H. R—n. Die judischen Philologen in Preußen Wie alljährlich erschien kurz vor Jahresschluß das „Philologenjahrbuch für das höhere Schulwesen Preußens und einiger anderer deutschen Länder" nach dem Stand vom 1. Mai 1933, jedoch bis Anfang Oktober 1933 fortgeführt und mit einem Nachtrag über „Veränderungen seit dem 15. Mai 1933 auf Grund des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums, abgeschlossen am 10.11.1933 und auf Grund amtlichen Materials zusammengestellt". Daraus ergibt sich nun eine Statistik der männlichen und weiblichen Philologen jüdischen Bekenntnisses; sie bietetVcrgleichsresultate zu früher veröffentlichten Zahlen und Material zu der wichtigen Frage des jüdischen Philologennachwuchses. Im Vergleich zum Schuljahre 1932 hatte sich zu Beginn des Schuljahres 1933/34 in dem Bestand der Festangestellten nichts geändert. Es gab in Preußen: 1 Oberstudiendirektor (an der öffentlichen höheren jüd. Vollanstalt, dem Philanthropin), 1 Studiendirektor (an der Samson- Raphael-Hirsch-LReal-JSchule), beide in Frankfurt a. M., 3 Oberstudienräte an staatlichen Anstalten (2 in Berlin und 1 in Breslau) und 94 Studienräte, darunter 16 an den beiden jüdischen Anstalten in Frankfurt. Von 1578 Philologen in gehobener Stellung (Direktoren und Oberstudienräte) waren also 5 Juden (= 0,32",.,), unter 11348 Studienräten 94 (= 0,83<yo, bzw. ohne Einrechnung der jüdischen Schulen 78 oder 0,69v). Bezüglich der Angabe des durch das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums bedingten Ausscheidens von Philologen muß vorweg gesagt werden, daß in diese Statistik nur solche jüdische Philologen aufgenommen wurden, bei denen ihre Zugehörigkeit zum jüdischen Bekenntnis durch „j" in den Dienstaltcrslisten vermerkt war; dagegen konnte, da das Philologen- Jahrbuch darüber keine Auskunft gibt, die Zahl der Nichtarier überhaupt nicht ermittelt werden. Auch wird nicht verzeichnet, welche der Bestimmungen des Bcamtengesetzes das Ausscheiden vcranlaßtc. Auf Grund des Beamtengesetzes sind nun 1 Oberstudienrat und 31 Studienräte ausgeschieden; sie wurden in den Ruhestand versetzt oder entlassen. Es sind somit im Preußischen Staatsdienst verblieben: 2 Direktoren (beide an jüdischen An- 529

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