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Der Morgen · 1932-12-01 · Heft 5 (Dezember 1932) · p. 399

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Morgen
Volume
8 (1932-1933)
Issue
Heft 5 (Dezember 1932)
Article
[Rezension] / Dienemann, Max
Date
1932-12-01
Page
399 (sequence 1)
Language
German
Belongs to
spine
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IRI
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Anzeigen Moses Mendelssohns Gesammelte Schriften. Bd. II u. IX. Jubiläumsausgabe. Akademie-Verlag Berlin. Preis jedes Bandes: Ganzl. 12.— Mk., Halbfranz i5.— Mk., Luxusband 3o.— Mk. Bd. II enthält die Fortsetzung der „Schriften zur Philosophie und Ästhetik". 428 S. Er ist bearbeitet von Fritz Bamberger und Leo Strauß. Auch diesem Band geben, wie den früher erschienenen (siehe „Morgen", Jahrgang VI, S- 592) Abhandlungen der Bearbeiter vorauf, mit denen sie die einzelnen Schriften einleiten; diese Einleitungen sind höchst wertvolle wissenschaftliche Arbeiten; besonders sei auf die Einleitung zur „Abhandlung über die Evidenz" hingewiesen, jener Schrift, mit der Mendelssohn einst den Preis der Akademie der Wissenschaften errang. Der Band enthält auch eine auszugsweise deutsche Übersetzung von Mendelssohns hebräischem Kommentar zu den „Termini der Logik" des Maimonides, Einleitung von Leo Strauß. Bd. XI (516 S.) bringt den ersten Teil von Mendelssohns Briefwechsel in deutscher Sprache. Die neue Gesamtausgabe wird gegenüber den älteren den Vorzug haben, daß in ihr eine Fülle neuer, früher nicht bekannter Briefe enthalten sein wird. Und zum ersten Male kommt hier der gesamte Briefwechsel in seiner zeitlichen Aufeinanderfolge zum Abdruck. Da, der Vollständigkeit halber, auch diejenigen Briefe, deren jüdisch-deutsche Fassung in Bd. 16 wiedergegeben war, in deutscher Fassung vorhanden sind, kann man interessante Vergleiche anstellen, essante Vergleiche anstellen. M.D. Geschichte der jüdischen Gemeinde Kassel unter Berücksichtigung der Hessen-Kasseler Gesamtjudenheit. Band I, hrsg. von der Israelitischen Gemeinde Kassel 1931, 196 S. 5o Abb. Von der Geschichte der jüdischen Residenzgemeinde Kassel gibt der vorliegende erste Band in drei Beiträgen ein Bild der inneren Gemeindegeschichte. Im Mittelpunkt von Dr. Rudolf Hallos Beitrag „Kasseler Synagogengeschichte. Synagogen und Friedhöfe, Kunst und Handwerk der Juden in Kassel" steht, nachdem die Geschichte der Kasseler Juden von I2g3 herab kurz geschildert ist, die Baugeschichte der noch jetzt bestehenden Synagoge von 1836/39. Ihre Entstehungsgeschichte, ein langjähriger Streit um die Formgebung, ist zugleich „ein klassisches Dokument der Entstehungsgeschichte des stilistischen Historismus" . Neben der Baukunst wird die bildende Kunst Kasseler Juden dargestellt. Hierbei interessiert besonders die Vorbereitung der Emanzipation durch die von jüdischer Seite z.T. bewußt gewollte Angleichung in kulturellen Dingen, was durch viele hessische Maler und Illustratoren belegt wird. Schließlich wird dem Handwerk eine eingehende Würdigung zuteil, die ebenfalls über den lokalen Rahmen hinaus auf allgemeinere Zusammenhänge soziologischer Natur hinweist. Eine Darstellung der Friedhofskunst schließt die durch Bilder reich illustrierte und mit Anmerkungen fest unterbaute, wissenschaftlich gründliche Arbeit ab, die mit des Verfassers früheren Arbeiten über jüdische Volkskunst 399

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