Mannheim
Compact Memory

Der Morgen · 1932-10-01 · Heft 4 (Oktober 1932) · p. 243

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Morgen
Volume
8 (1932-1933)
Issue
Heft 4 (Oktober 1932)
Article
Aus dem jüdischen Neujahrsgebet
Date
1932-10-01
Page
243 (sequence 1)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2895450-2895507-2895512-2902513--05934-2902558
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Aus dem jüdischen Neujahrsgebet Dieses Heft erscheint zum jüdischen Neujahrsfest. Die kultische Bezeichnung des Festes ist „jaum hasikkoraun", „Tag des Gedenkens". Höhepunkt der Liturgie ist ein Gebet, das von Abba Areka, dem Begründer des ersten Lehrhauses in Babylon stammt. Er lebte gegen Ende des zweiten und zu Anfang des dritten nachchristlichen Jahrhunderts. Bekannter noch ist er unter dem Namen, den seine Zeitgenossen ihm gaben: Rab, d. h. „der Lehrer" schlechthin. M.D. Du gedenkst all dessen, was von Ewigkeit geschehen ist, und hast acht auf alle Geschöpfe seit Anbeginn. Vor dir liegen offen alle Geheimnisse und die Fülle dessen, was seit der Schöpfung uns verborgen ist Kein Vergessen gibt es vor dem Thron Deiner Herrlichkeit und nichts Verborgenes vor Deinen Augen. Du gedenkst jeglicher Tat und nichts Geschaffenes kann sich vor Dir verbergen. Alles ist offen und bekannt vor Dir, Ewiger unser Gott, der Du schaust und blickest bis an das Ende der Geschlechter. Du läßt kommen die festgesetzte Zeit des Gedenkens, auf daß gemustert werde jeder Geist und jede Seele und gedacht werde der vielen Werke und 243 16<

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.