Der Morgen
- Journal
- Der Morgen
- Volume
- 2 (1926-1927)
- Issue
- Heft 4 (Oktober 1926)
- Article
- [Rezension] / J.
- Date
- 1926-10-01
- Page
- 415 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Besprechungen Klassenkampf und die soziale Mythenbildung. M. Halbwachs: Beitrag zu einer soziologischen Theorie der Arbeiterklasse. G. Salomon: Historischer Materialismus und Ideologienlehre. I. K. Mannheim: Ideologische und soziologische Betrachtung der geistigen Gebilde. A. Blaha: Die zeitgenössische tschechische Soziologie. P. A. Sorokin: Die russische Soziologie der Gegenwart im 20. Jahrhundert. J. Dr. Heinz Pflaum: Die Idee der Liebe. Leone Ebreo. Zwei Abhandlungen zur Geschichte der Philosophie in der Renaissance. (Heidelberger. Abhandlungen zur Philosophie und ihrer Geschichte 7.) J. C. B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen. 1926. 157 S. M 6.—. Die erste der beiden in diesem Heft vereinigten Abhandlungen ist ein Beitrag zur Ideengeschichte der Renaissance. Die Idee der Liebe wird in ihrem Wandel vom Mittelalter zur Renaissance, d. h. von Dante bis zu den italienischen Piatonikern verfolgt. Für die Entstehung der neuen Liebeskonzeption im 15.Jahrhundert sucht der Verfasser einen tiefgehenden Einfluß des Lukrez nachzuweisen. — Die zweite Abhandlung, „Leone Ebreo", ist einem bisher zu wenig gewürdigten Renaissancephilosophen gewidmet, dessen -„Dialoghi di Amore" das Hauptwerk dieser Liebesphilosophie und zugleich den ersten universalphilosophischen Versuch in italienischer Sprache darstellen. Nach einer Einleitung, in der der Verfasser sich bemüht, zwei Grundphasen in der allgemeinen Entwicklung der Renaissancephilosophie zu scheiden, führt er das Leben und das Wert des Jehuda Abarbanel, genannt Leone Ebreo, ausführlich vor. Im Anhang werden neben einer Reihe zeitgenössischer Erwähnungen des Leone Ebreo einige biographisch wichtige Urkunden aus dem napolitanischen Staatsarchiv mitgeteilt. E. Gut: „Für unsere Jugend". III. Band. Sechs Illustrationen. 147 Seiten. J. Kauffmann, Verlag, Frankfurt a. M. 1926. In Leinen gebunden 7 R/fl. Von dem bekannten und von unserer Jugend gern gelesenen Unterhaltungsbuch für israelitische Knaben und Mädchen ist ein dritter Band erschienen. Er hat alle die Vorzüge der früheren Bände, die geschickte Auswahl der aufgenommenen Lesestücke verrät den Pädagogen, der Verständnis für die Seele der Jugendlichen hat. Besonders hervorzuheben ist die von Stefan Zweig gedichtete Legende der dritten Taube, Dr. B. May's Beitrag: Tragikomisches zur jüdischen Geschichte, die Wiedergabe des täglichen Hauptgebetes und eine Sammlung kleiner Erzählungen aus dem jüdischen Schrifttum. D. 415