Der Morgen
- Journal
- Der Morgen
- Volume
- 2 (1926-1927)
- Issue
- Heft 1 (April 1926)
- Date
- 1926-04-01
- Page
- None (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2895450-2895459-2895461--00872-2896733- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
DAS BUCH VOM PORZELLAN Von Adalbert Zoellner 8°, 230 Seiten Text, Buchausstattung von Kurt Severin In Ganzleinen gebunden M. 10.—, in Ganzpergament gebunden M. 25.— Die „Deutsche Allgem. Zeitung'1 schreibt: Bücher über Porzellan erschienen in Mengen. Das Buch vom Porzellan, das sich seinem Stoff nicht gegenüberstellte, sondern sozusagen aus ihm heraus die Seele des Porzellans suchte, blieb aus. Adalbert Zoellner hat es geschrieben. Von Jugend auf mit dem Porzellan vertraut, hat er, in seltener Feinfühligkeit von den verschiedensten einzelnen Porzellangegenständen ausgehend, den Materialcharakfer, die Seele des Porzellans aufgespürt und in geistvollen Essays, deren Stil sich dem Stoff vollendet anpaßt, auch dem Laien sichtbar gemacht. Das Buch, das in vorzüglicher Ausstattung mit den Bildern des Porzellanmalers Kurt Severin, die nach Ideen Zoellners geschaffen wurden, geschmückt ist, wendet sich an alle, die den edelsten Werkstoff der Keramik lieben. Und wer liebte wohl das Porzellan nicht! Ihnen allen bringt das Buch reiche Anregung, und dem, der es gelesen hat, wird das Klingen des Porzellans nicht mehr ein bloßer Ton sein, sondern die Stimme eines beseelten Stoffes. Das „Berliner Tageblatt" sehr eibt: Unter dem Titel „Das Buch vom Porzellan" gibt Dr. Adalbert Zoellner eine Reihe feinsinniger Betrachtungen heraus, in denen das kunsthistorische Wissen um die Materie völlig untergepflügt ist und nur der Geist der Dinge zu duftenden Blüten sich rundet. Mit dem Feingefühl des Künstlers hat der in der Porzellanerzeugung stehende Verfasser zu jener Höhe der Betrachtung sich emporgetastet, wo nur die reine Erkenntnis wohnt. Ob er über die Tasse oder die Figur, über die Porzellanfarben oder die Vitrine spricht, er trifft stets das Wesentliche, und seine Rede ist einprägsam, da sie kunstvoll, zart und klar wie die Dinge ist, von denen sie handelt. KLINKHARDT & BIERMANN VERLAG * LEIPZIG