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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1920-01-01 · Heft 3 · p. Seite 219

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
64 (1920)
Issue
Heft 3
Article
Die Stellung der Juden in den 1793 und 1795 von Preußen erworbenen polnischen Provinzen zur Zeit der Besitznahme
Date
1920-01-01
Page
Seite 219 (sequence 11)
Language
German
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erworbenen polnischen Provinzen zur Zeit der Besitznahme. 219־ völkerung1) und nach Schmidt fast den 3. Teil der städtischen Einwohnerschaft aus2). Dasselbe Verhältnis wie in Süd- und Neuostpreußen fand auch in dem kleinen Neuschlesien statt. . (ז Während zu Beginn des Jahres 1798 nur erst 2824 Juden3) aufgeführt werden, gibt eine wahrscheinlich von dem Kriegs- und Steuerrat v. Tschirschky verfaßte, undatierte Denkschrift, die etwa zu Beginn, des Jahres 1798 anzusetzen iät, ihre Zahl auf etwa 5000 unter 70 0004) und die Menge der städtischen Juden auf 3424 unter 16 569 an5). Die gebrachten Zahlen geben an sich schon einen Begriff davon, was die. Juden besonders für die polnischen Städte bedeuten mußten, sie gewinnen aber erst volles Leben in den Spezialtabellen der Statistiker und der Akten. Fassen wir nur einmal das Posener Kammerdepartement mit seinen 120 Städten und kaum diesen Namen verdienenden liehe Einwohner für das Bialyst. und 40 250 städtische und 237 071 ländliche Einwohner für das Plocker Dep., also eine Gesamtsumme von 796 983 an. Abweichende Zahlen bei Schmidt I. 445 u. 430. Das Plocker Departement war das am dünnsten bevölkerte im ganzen preußischen Staat— Krug: Betrachtungen I. 328 — und wie Schrötter hei Ueberreichung des Reiseberichts von Neuostpreußen sagt, überhaupt ,,gegen das Bialystoker ungemein zurück4‘. 10. 10. 1801. h Dieser Prozentsatz — der 11. Teil — ergibt sich nämlich, wenn man die Zahl von 852 936 annimmt, die das von Schmidt I. 415 Anm. 6 zitierte General Finanz Tahleaux von der Prov. Neuostpreuß. hat, und mit der von Schrötter oben angegebenen Zahl der Juden zusammenhält. CI. Mayer a. a. O. S. 7 setzt 10 °/0 an. 2) Schmidt I. 429. 3) St. A. Bresl. Rep/14 P. A. 37 i v. I. 3. 4) Geh. St. A. Rep. 7 C la v. I. 203 (Denkschr. ״Neuschlesien.4‘־) Die ursprüngliche Schätzung war 50 000 und 3 000, ebenda Bl. 189. 5) Geh. St. A. Rep. 7 1 a v. I. 207. Dabei ־waren die Juden noch am den Städten (Siwierz u. Kozieglo) u. Dörfern d. Herzogtums Siwierz ferngehalten. St. A. Bresl. Rep. 14 P. A. 37 1 v. I. 266 ff. Geh. St. A. Rep. 7 C 1 v. I. 199.

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