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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1918-01-01 · Heft 3 · p. Seite 277

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
62 (1918)
Issue
Heft 3
Article
[Nachricht] / Brann, Marcus
Date
1918-01-01
Page
Seite 277 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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Kurze Mitteilungen. ׳277 mich zu berichtigen: x7\v qxbvrjv öXog 6 Xaög slöam'üoofiev naß0>g <0qiCav 01 uvqioi fjficöv 01 feaßßlboi fjfxcov tov חבורא rov äyiov ä7rö ■oiuöneoav äaru ירושלם ä%0f1ev ביום פלוני rö yjfjyos tov ר״ח מיום פלוני הב״ה äv€/üt,eGT0>Kajbiev סימן טוב. M. Br. [1] In seinem vortrefflichen »Rückblick auf das Jahr 5676« in dem jüngst erschienenen Jahrbuch für jüdische Geschichte und Litteratur hat Herr Dr. El bogen leider übersehen, des m. E. nicht geringen Anteils der niederländischen Juden an der jüdischen Weltkultur während des Weltkrieges Erwähnung zu tun. Es sei mir daher gestattet, ergänzend die wichtigsten Tatsachen wenigstens in Kürze hervorzuheben: Ein gewaltiger, stetig wachsender Zustrom osteuropäischer Juden aus Rußland, Polen, Galizien und Ungarn neben einer großen Zahl westeuropäischer Flüchtlinge aus Belgien, Frankreich, England, Deutschland und Österreich, hat sich über Holland ergossen. Allen diesen ist es in unserm gastlichen Lande gestattet, sich nach jeder Richtung hin, sei es auf religiösem oder sozialem Gebiet, sei es im Bereich der jüdischen Literatur oder auf dem des Gewerbes und Handels, ja sogar auf dem der darstellenden jüdischen Kunst (Theater), frei zu entfalten. Wahrhaft herzerquickend ist dabei die Harmonie zwischen klassischem Mosaismus ohne jegliche Reformen und westlicher Bildung und Kultur, die beim Zusammentreffen des osteuropäischen Judentums mit dem niederländischen zu Tage tritt. Ferner sei hier kurz auf die tatkräftige Unterstützung der jüdischen Kriegsinvaliden und Gefangenen durch Geld und Gut neben den reichlich fließenden Mitteln zur Beihilfe für die Kriegsopfer aller Nationen ohne Unterschied des Glaubens hingewiesen. Zu demselben Zweck ist u. a. in Amsterdam eine sehr interessante Ausstellung jüdischer Kriegslitteratur veranstaltet worden, die sich des weittragendsten Interesses auch bei den Andersgläubigen zu erfreuen hatte. In diesen Zusammenhang gehört auch die Tatsache, daß wohl nirgends anderswo auf so engem Raume sich ein so vielseitig angeregtes, geistiges jüdisches Leben offenbart, wie gerade bei uns, indem sowohl der Zionismus in sei nen vielseitigen Schattierungen, als auch nahezu alle anderen jüdischen geistigen Strömungen einander begegnen und sich lebhaft allesamt auf den verschiedensten Wegen journalistisch betätigen. Es kommt weiter hinzu, daß in unserem eigenen Vaterlande etliche tausend Juden, und d arunter eine große Anzahl vom Offiziersrang in allen Dienstgraden, unter den Fahnen stehen, ohne daß man dieses bei uns als etwas Besonderes hervorhöbe oder zu erwähnen für besonders notwendig

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