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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1918-01-01 · Heft 3 · p. 270

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
62 (1918)
Issue
Heft 3
Article
Die Abstammung und der Name Ferdinand Lassalles
Date
1918-01-01
Page
270 (sequence 1)
Language
German
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Die Abstammung und der Name Ferdinand Lassalles. Von M. Braun« Auf dem hiesigen jüdischen Friedhofe ruht bekanntlich, »was sterblich war von Ferdinand Lassalle, dem Denker und Kämpfer1)«, im Erbbegräbnis seiner Eltern. Über seine Familie und seinen Namen habe ich vor einigen Jahren Herrn Paul Joseph Diamant in Wien, dem sehr verdienten und wohlunterrichteten Herausgeber des »Archivs für Familienforschung« nach meinen gelegentlichen Notizen einige Auskünfte gegeben. Im 2. Jahrg. seiner Zeitschrift, Heft 1—3, S. 27 ff., hat er sie veröffentlicht Leider hat damals ohne sein Verschulden, aus technischen Gründen und wegen der gleichzeitig anhebenden und heute noch fortdauernden mannigfachen Nöte im Buchdruckergewerbe der Abdruck nicht in der wünschenswerten Anordnung erfolgen können. Ich setze darum den Artikel umgearbeitet noch einmal hierher und füge einiges Material hinzu, das mir z. Zt. noch nicht zur Hand gewesen ist. Was Ferdinand Lassalles Herkunft anbetrifft, so steht zunächst Folgendes urkundlich fest: 1. Die Breslauer Krankenverpflegungs- Gesellschaft besitzt ein Aufnahmebuch, das von 1793 bis 1859 regelmäßig, und zwar in jüdisch-deutscher Schrift, geführt worden ist. Darin heißt es S. 123, woselbst die 18/.15 =] חה״ם של פסה תקע״ו. April 1916] neu aufgenommenen Mitglieder verzeichnet sind2), unter Nr. 13: »R. Chajjim Lassel3) ben R. Feitel Braun ist aufgenommen worden mit Eintrittsgeld von 100 Thalern, ודשn-Geld, 1) August Böckh soll die lapidare Inschrift verfaßt haben. 2) Die im Urtext mit hebräischen Buchstaben geschriebenen deutschen Worte gebe ich hier in deutschen Buchstaben wieder und setze die deutsche Übersetzung der hebräischen Worte in eckige Klammern. s) Im Text steht deutlich לאס ער. Das 1 am Ende des Wortes ist aber offenbar nur ein Schreibfehler.

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