Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1917-01-01 · Heft 3 · p. Seite 308

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
61 (1917)
Issue
Heft 3
Article
Der Briefwechsel zwischen Isak Noa Mannheimer und Leopold Zunz
Date
1917-01-01
Page
Seite 308 (sequence 16)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2829132-2829881-2829885-2894166--42829-2894246
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

$08 Der Briefwechsel zwischen Isäk Nöa Mannheimer u. Leopold Zunz, alles Liebe und Gute erzeigt — und mich verehrt und schätzt mehr, als ich es verdiene — ich habe hier drei Wochen sehr angenehm und heiter zugebracht. Warum denn doch der Brief so düster — nun Sie hörens ja — משיח!; Aber jetzt; da es zum 3. Male oder 4. Male kommt, fängt es an abgeschmackt zu werden, und das ist ärger als משוגע. Also schließe ich lieber — was ich ohnehin schön längst hätte thun sollen, da alle Regeln der Brunnencur und Brunnendiät — eine neue Gattung 10. Gebot — schon längst!!betreten sind. Ehe ich nun aber schließe, muß ich Sie noch einmal recht kräftig und innig in allen Dur- und Molltönen der Freundschaft und der Liebe bitten und ermähnen — schneller zu antworten — reichlicher und ergiebiger den unerschöpflichen Quell des Witzes und der Laune fließen zu lassen, daß auch ich, der entfernte und gewiß um Nichts lauere Freund — des• Segens mich freue. Ihre Frau, die von mir und der meinigen nichts scheint wissen zu wollen — seit Hannchen Kley1), wie es scheint, uns den Rücken gewendet hat — Gott weiß, warum —־ grüße ich herzlich und freundschaftlich und bitte um einen huldvollen Blick. Meine Frau, die mir procura gegeben hat und meine beiden Buben — die jeder seine Sprache reden, grüßen und empfehlen sich ihrer Huld und Liebe wie auch ich Ihr Freund — [Von Zz. Hand: erhalten 23. October Beantw. ] Mannheimer, 15. Zunz an Mannheimer. d. d. 18. Januar 1835. Verehrter Freund! Da man mir von Prag2) aus das Anerbieten gemacht hat, daselbst das Amt eines Predigers zu übernehmen, mir ג) Vgl. oben S. 106. *) Bin Ausxug aas dem Briefe bei Maybaum a. a. Q. S. 38.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.