Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 61 (1917)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Lazarus Bendavid
- Date
- 1917-01-01
- Page
- 176 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Lazarus Bendavid, Seine Stellung zum Judentum und seine literarische Wirksamkeit. Von Jacob öuttnsann. (Schluß) Neben seiner allgemein wissenschaftlichen Tätigkeit, auf die wir im Weiteren noch zurückkommen werden, hat sich Bendavid andauernd auch mit wissenschaftlichen Forschungen auf dem Gebiete des Judentums beschäftigt. Im Mittelpunkt seiner Studien standen: »Untersuchungen über den Pentateuch«, von denen der historische Teil im Jahre 1812 schon ziemlich vorgerückt war1) und deren Veröffentlichung er noch im Jahre 1823 plante2). In seinem Nachlaß finden sich mehrere Recensionen dieses Werkes, das er aber doch zu keinem endgiltigen Abschluß gebracht hat 1ן Religion der Hebräer vor Moses (1812), Vorrede. 2) Zunz, Zeitschrift S. 500. In Bendavids Nachlaß findet sich die undatierte Kopie eines an den Verlagsbuchhändler Hofrat Parthey gerichteten Briefes, in dem er diesem, in dessen Verlage er schon im Jahre 1801 eine Schrift hatte erscheinen lassen, eine bis zur Ostermesse des Jahres 1822 fertig zu stellende Sammlung von Abhandlungen anbietet, deren zweite den Titel führt: »Vergleichung des 5. Buches mit den vier vorhergehenden«. Von dieser Abhandlung, die im Nachlaß noch vorhanden ist, sagt er: »Ein Werk, an dem ich so zu sagen, seit meiner frühesten Jugend arbeite, und von welchem meine Abhandlungen: Über die Religion der Hebräer vor Moses und über die Berechnung und Geschichte des jüdischen Kalenders nur abgefallene Splitter sind. In demselben werden die Bemühungen der talmudischen und jüdischen Kommentatoren zur Herstellung der Harmonie zwischen beiden verglichenen Büchern beigebracht. Ich glaube nicht, daß ich es erst zu sagen brauche, wie wichtig diese Untersuchung für die ältere Geschichte ist, und ohne Stolz darf ich behaupten, daß niemand vor mir die Vergleichung auf eine so unbefangene und vollständige Weise angestellt noch benutzt habe, was von jüdischen Gelehrten in diesem Fache geleistet worden ist.«