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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1916-01-01 · Heft 5 · p. Seite 390

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
60 (1916)
Issue
Heft 5
Article
Joseph Jonas Theomim-Fränkel, Rabbiner in Krakau (1742-1745), und seine Zeit
Date
1916-01-01
Page
Seite 390 (sequence 10)
Language
German
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390 Joseph Jonas Theomim-Fränkel, Rabbiner in Krakau. Gläubigern einzelne Schuldner zu. So wurden der Frau Goluchowska die Schulden der Judengemeinde zugewiesen und wurde ihr im Jahre 1726 sogar gestattet, die sechs Synagogen am Kasimir zu schließen1). Iü. Während dieser bitterbösen Zeit standen an der Spitze der Gemeinde einige Männer die das sinkende Schiff über dem Wasser halten mußten und alles taten, um dieses durchzusetzen. Der erste war der genannte Zodek und nach seinem Tode (1634)2) Zacharias Mendel! Kantorowicz aus der einflußreichen Familie R’schach (3גרש״ך). R. Josua ben Joseph, der Verf. des S. M*ginne Schelomohf hatte eine Tochter an Schal om Schach na Kohen (starb 1688), Sohn des Aron Menachem ha־Kohen, genannt R’ Mendel R’ Salman Chasens, verheiratet. Dieser hatte 8 Kinder, 3 Söhne und 5 Töchter. Ein Sohn, Samuel war Rabbiner in Dubno, ein anderer, Abraham Rabbiner in Ostrog,, und der dritte Josua, war Obmann des Rabbinatsgerichtes (ראב״ד) in Krakau; eine Tochter Ester4) war an unseren Zacharias Mendel verheiratet, der von seinem Schwieger״ vater, außer der reichen Mitgift, auch den Beinamen Mendel Chasens erhielt und darum in den Staatsakten mit dem Zu״ namen Kantorowicz bezeichnet wird5). ב) Rel. castr. 150 (678), S. 1587. Im Jahre 1726 Exekution auf dieSyna״ gogen vom 22. IX. 1726 ut supra pg. 1591. 2) Vgl. S. 389, ferner Excurs II und Rel. castr. 100, S. 1141, wo wir lesen, daß Zodek Isaakowicz »a tota Synagoga Judaeorum craco• viensium ablegatus senior, nomine suo et eorundem Judaeorum agens« erklärt, daß seine Gemeinde dem lemberger Thesaurarius Konarzewski 50 Dukaten in Gold gegeben hat, nicht, weil sie ihm das Geld schuldig war, sondern damit die Vorsteher, die ungerechter Weise eingekerkert wurden, befreit werden. 3) Dembitzer: כלילת יופי II, fol. 26 aff., siehe auch die Stamm• bäume I u. il. 4) a. a. O. und Rel castr 135 A S. 186 (J. 1711). *) ln den Akten aus den Jahren 1694—1716 kommt unzählige Mal Mendel Kantorowicz vor. Auch andere R’schach werden über״ all Kantorowicz genannt.

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