Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 60 (1916)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Zunz im Verkehr mit Behörden und Hochgestellten
- Date
- 1916-01-01
- Page
- Seite 324 (sequence 4)
- Language
- German
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324 Zunz im Verkehr mit Behörden und Hochgestellten. Gförer, Großmann, von Bohlen, Hartmann hinzuweisen. Noch manches, das der Wissenschaft ersprießlich sein kann, habe ich vorbereitet: aber meine Verhältnisse binden mich an ein untergeordnetes Lehramt, Kraft und Muße gehen fast ganz für die Studien verloren, und an wissenschaftliche Reisen darf ich nicht denken. Einen im Aufträge des Ministers Uwarow (8. März 1841) mir gewordenen Antrag, in Rußland einen theologischen Wirkungskreis als Staatsdiener mit 13—1400 Th. Gehalt zu übernehmen, habe ich mit dem Bemerken abgelehnt, daß für meine Studien* in denen allein ich lebe, nur Deutschland der geeignete Boden sei. Dennoch werden meine Arbeiten, die ich nicht vollenden kann, mir ein Gegenstand beständigen Schmerzes sein, wenn nicht Ew. Majestät die huldvolle Anerkennung, mit der Sie mich beglückt haben, auf eine Verbesserung meiner Stellung aus״ zudehnen, die Gnade haben. Daher stelle ich das untertänige Gesuch: Ew. Majestät wollen geruhen, mir eine Existenz zu geben, die mir erlaubte, mich ganz der Wissenschaft zu widmen* eine Anstellung oder eine Beschäftigung, bei welcher ich im Interesse jener Studien und Arbeiten, reisen, lehren, schreiben könnte. Der Gerechtigkeit, Weisheit und der Gnade meines Königs vertrauend verharre ich , . . .« Der Abschrift dieses Schreibens,״ die das Brief buch von 1843—50 enthält, ist das oben erwähnte Schreiben des Ministers Eichhorn vom 21. Januar 1842 beigefügt Ferner ein Zeugnis Ritters, vom 1. November 1842, in dem besonders Zunz’ Studien über die Topographie Palästinas anerkannt werden, so wie ein Schreiben Wilkens vom 11. Mai 1840, in dem Zunz aufgefordert wird, den Katalog einer hebräischen Büchersammlung zu prüfen und darüber ein Gutachten zu erteilen. Das gleichfalls mitgeteilte Schreiben von Tholuck vom 25. November 1837 begleitet die Zusendung einer Schrift und erbittet Antwort auf wissenschaftliche Fragen. Das Schreiben an den König vom 28. April 1843 unter״ stützte Zunz durch folgenden Brief an Alexander von Humboldt vom 1. Mai 1843: