Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 60 (1916)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Zunz im Verkehr mit Behörden und Hochgestellten
- Date
- 1916-01-01
- Page
- Seite 261 (sequence 17)
- Language
- German
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Zunz im Verkehr mit Behörden und Hochgestellten. 26L 2. Ob es gestattet ist, ohne vorgängige Genehmigung Seiner Majestät Schriften einzuschicken, ferner wie und von wem solche Erlaubnis zu erhalten ist. Daß diese zweite Frage ebenfalls mich betrifft, brauche ich kaum hinzuzufügen.« Es ist aus dem Brief buche Zunzens nicht ersichtlich, was Humboldt geantwortet hat. Dagegen hat Zunz den Brief an den König wirklich geschrieben. Er ist in den Akten des Kultusministeriums erhalten, das mir die Benutzung gütigst gestattete und hat folgenden Wortlaut: (U. III. Teil I, Nr. 3.) 9. Allerdurchlauchtigster usw. Von der Gerechtigkeit und der Huld, diesen himmlischen Begleitern ihrer Majestät erglänzt das Land: sie erfüllen mit Hoffnungen für den steigenden Flor des Vaterlandes mit Liebe zu der Allerhöchsten Person ihrer Majestät. Hat auch der unbeachtet fern Stehende das Verlangen, dies auszusprechen und ist diese Empfindung, weil sie minder laut sein kann, darum nicht minder innig, so wollen Ihre Königliche Majestät Ihre Huld auch mir gewähren und es nicht ungnädig aufnehmen, wenn ich bei־ folgende Schriften: 1. Die heiligen Schriften, Berlin 183S 2. Zeittafel, Berlin 1839 3. Die gottesdienstlichen Vorträge, Berlin 1832 4. Dibre Hayamim, Paris 1838 Traurede, Berlin 1840 Damaskus, Leipzig 1840 an den Stufen des Thrones niederzulegen und vor meinem Aller־ gnädigsten Könige und Herrn mit dem Ausdruck meiner tiefen Verehrung zu erscheinen mich erkühne. Ich bringe nichts, was der Majestät würdig wäre, nichts als ein auf Studien und geistige Bestrebungen verwandtes halbes Leben, nichts als mich selbst.