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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1916-01-01 · Heft 3 · p. Seite 200

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
60 (1916)
Issue
Heft 3
Article
Die Wiederherstellung der Kommentare Ibn Esras zu den Büchern Jeremias, Ezechiel, Sprüchen Salomos, Esra, Nehemia und Chronik
Date
1916-01-01
Page
Seite 200 (sequence 8)
Language
German
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200 Die Wiederherstellung der Kommentare Ibn Esras. auf der indischen, obwohl er die indischen Ziffern durch hebräische ersetzt; nur das Zeichen Null (גלגל) behält er bei. Dieses arithmetische Werk wurde im Mittelalter sehr viel studiert. In der Studienordnung desjehuda ben Samuel Abbas1) heißt es: »Dann beginne er (der Schüler) zu lernen in einem Buche die Wissen- Schaft der Zahl im Werke Abraham Ibn Esra’s, denn es umfaßt die meisten Gegenstände der Rechenkunst« Eine ähnliche Empfehlung dieses Werkes finden wir bei Joseph Caspi2) aus Argentieres (Anfang des 14. Jahrhundert). Nach Rosin stammen aus jener Zeit die Lobgedichte für den Richter R. Samuel ben Jakob Ibn Gami; dies bedarf aber einer weiteren Bestätigung. Einige Jahre darauf verfaßte IE. das grammatische Werk Safa berura3), dessen Abfassungsort sich nicht feststellen läßt. Die Lesart in Codex de Rossi 314, nach der es IE. im Jahre 1167 in Rom verfaßt haben soll, erklärt Graetz4) für einen Zusatz des Abschreibers. Diese letzte grammatische Schrift schrieb er für einen Schüler, Namens Salomo; dieser bat ihn nämlich, er möge ihm ein grammatisches Buch verfassen; zuerst zögerte IE., seinen Wunsch zu erfüllen, indem er ihn auf seine bereits verfaßten grammatischen Werke verwies. Doch gab er dem Drängen des Schülers nach, da dieser behauptete, es sei ihm unmöglich, sich jene Werke zu verschaffen. Dem eigentlichen grammatischen Werke geht eine ungewöhnlich große Einleitung voran, in der IE. allgemeine exegetisch-grammatische Fragen behandelt. Das eigentliche Werk beginnt mit der Besprechung des Buchstaben V5). Zuerst behandelt er die 4 Kehlbuchstaben (נעחהא und die L) Güdemann, Unterrichtswesen I, S. 251; Steinschneider in d. Zisch, f. M. u, Ph. Suppl., S. 118. 2) Steinschneider 117ff., Ta’am Sekenim Frankfurt a. M. 1857, S. 51b, Silberberg in d. Einl. z. ׳ המספרD. Einen anonymen Komm, zu ם, המספר enthält Cod. Berlin 244 Oct. 3) ed. Lippmann, Fürth, 1839. 4) Graetz VI, 449. &) Als Vorbild dafür mag ihm das bekannte arab. Wörterbuch Kitab al־ain v. Halil b. Ahmad aus ’Oman (717—79) gedient haben,

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