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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1914-01-01 · Heft 5 · p. Seite 585

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
58 (1914)
Issue
Heft 5
Article
Bibliographische Übersicht über die im Jahre 1912 erschienenen Schriften [Nachricht]
Date
1914-01-01
Page
Seite 585 (sequence 1)
Language
German
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des zwanzigsten Jahrhunderts. 585 sie werde Elias folgen. »Du weißt, daß du deine Liebe an einen Juden gehängt hast?« »Ja, das weiß ich, und was weiter?« »Daß du in dem Augenblicke, wo du sein Weib wirst, für mich und alle vernünftigen Menschen gestorben bist?« ... Sei nur erst das Weib dieses Juden, und du wirst schon sehen, was es heißt, von denen gemieden zu werden, die dich sonst zu grüßen pflegten . . . den Juden grüßt man nicht. Er ist gar kein Mensch. Man übersieht ihn, oder, wenn es gar nicht anders geht, wenn man ihm einmal aus irgend welchem Grunde gar nicht ausweichen kann, dann faßt man ihn mit so einer Art Feuerzange an, mit so einer hochnäsigen Geringschätzung...« Eva bleibt fest. Da erklärt der alte Mann, er sei ihr Vater, sie seine Tochter aus einem ehebrecherischen Verhältnis. Das ist zu viel für die Liebende. Sie sinkt ohnmächtig zu Boden; wieder zu sich gekommen, wirft sie sich aus dem Fenster und bleibt sofort tot. Elias aber meint, nachdem der erste, herbste Schmerz vorüber, er werde vielleicht einmal hinuntergehen nach Süden in seine Heimat (in der alten können ja die Gegensätze nicht überbrückt werden) zu den Brüdern und mit ihnen den heimatlichen Boden bestellen, ohne aufzusehen, ohne zu denken ... Es ist klar, daß das Entsagung ist, nicht freier Entschluß aus Überzeugung, und daß ein solches Endergebnis mit der eigentlichen Frage, dem Zionismus, der Heimat der Juden, gar nichts zu tun hat. Auch die Juden in diesem Buche, obwohl freundlich behandelt, sind nur Schemen. (Fortsetzung folgt )

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