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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1914-01-01 · Heft 3 · p. Seite 347

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
58 (1914)
Issue
Heft 3
Article
Das Königlich Westphälische Konsistorium der Israeliten
Date
1914-01-01
Page
Seite 347 (sequence 22)
Language
German
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IRI
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Das Königlich Westphälische Konsistorium der Israeliten. 347 *Gegensätzen entspringenden Mißtrauen gegen Schott ist ein eklatanter Beweis die durch Kalkar und Heinemann am 29־. Januar 1812 in Seesen plötzlich vorgenommene Prüfung. Der Direktor klagt dem Konsistorium, das sei geschehen, »ohne, wie es sonst Sitte und Brauch ist, dem Direktor vorher Anzeige gemacht zu haben«1). Sonstige jüdische Schalen in westphälischer Zeit1). In allen Teilen des Königreichs nahm sich das Konsistorium des Schulwesens mit unermüdlichem, durch nichts zu entmutigendem Eifer an. Für die hanseatischen Gebietsteile wurde, wie es scheint, auf Jacobsohns Veranlassung die Bildung eines besonderen Konsistoriums angestrebt, das aber von Paris und dem dortigen Zentral-Konsistorium ressortieren sollte, da diese Gebiete ja zu Frankreich gehörten* *). Indessen die dem Casseler Konsistorium zugemessene Lebensdauer war zu kurz, und die Widerstände waren zu stark, als daß es überall hätte durchdringen können. Das hanseatische Konsistorium trat gar nicht ins Leben9), und in vielen Städten konnte man bei der kläglichen Finanznot im Königreich und dem daraus hervorgehenden Widerstreben des Ministers bei Geldausgaben, nicht an neue Schulen denken. Am 29. November 1811 teilte das Konsistorium dem Minister mit, daß es zwei seiner Mitglieder, nämlich die Räte Kalkar und Heinemann, nach einer Reihe von Orten, Braunschweig, Halberstadt, Hildesheim, Peine braucht wurden, ln dem Verzeichnis der Bibliothek (oben S. 338) findet sich sonderbarer Weise nicht ein einziges hebräisches Buch oder ein Buch mit jüdisch religiösem Inhalte genannt. So können wir auch nicht wissen, ob Wolfssohns >precis« (vgl. oben S. 94) ■dort eingefüfart wurde. ג) Archiv der Jacobsohnschule a. a. O. *) Staatsarchiv Hannover a. a. O. Nr. 46. Über die Paderborner Schule s. Anhang. *) 1813 wurde eine Liste von 25 israelitischen Kandidaten für das hans. Konsistorium eingefordert.

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