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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1914-01-01 · Heft 3 · p. Seite 340

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
58 (1914)
Issue
Heft 3
Article
Das Königlich Westphälische Konsistorium der Israeliten
Date
1914-01-01
Page
Seite 340 (sequence 15)
Language
German
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IRI
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340 Das Königlich Westphälische Konsistorium der Israeliten• Die Erziehung sanstalt. Nr. 21 der Berliner Akten enthält eine detaillierte Rechnung von G. J. Rieberg für die »Consistorial-Erziehungs- Anstalt« für das Jahr 18131). Vermutlich handelt es sich bei dieser »Erziehungsanstalt« um in Familien untergebrachte auswärtige oder einheimische arme Zöglinge der Casseler Schule, sowie um Lehrlinge. 1810 soli Benlevi diejenigen Geschäfte übernehmen, welche »die anhero Berufenen Freischüler, welche zugleich freien Unterhalt bekommen, vorzüglich angehen«. In dem Stundenplan von 1813/14 erteilt Rosenbach am Sonnabend eine biblische Geschichtsstunde für die Lehrknaben. Bei Unterbringung von etwa 25 Knaben von den seinerzeit ausgelosten 50 in Seesen und Wolfenbüttel (?) blieben noch ungefähr ebensoviele nicht in Cassel beheimatete Schüler der israelitischen Konsistorialanstalt zurück, für deren Unterhalt gesorgt werden mußte8). Nach dem Wortlaut in Benlevis Instruktion könnte es scheinen, als ob man für diese Freischüler ein gemeinschaftliches Internat mit eigener Ökonomie begründet hätte. Indessen finden sich keine weiteren Anhaltspunkte für eine solche Auffassung. Aus der späteren Zeit wissen wir mit Bestimmtheit, daß die Zöglinge der »Consistorial-Erziehungs-Anstalt« in Familien untergebracht und verpflegt wurden. Das Konsistorium stellte die Betten, für die eine Kaution hinterlegt werden mußte* *), bezahlte das *) Bibi. d. jüd. Gemeinde Berlin a. a. O. Nr. 21. י) Vergleiche oben S. 203 ff. •) Für 2 Betten betrug die Kaution, die Abraham Adler zu hinterlegen hatte, 16 Taler. Betten waren ferner untergebracht am 31. Dezember 1813 bei Goldstücker 2 Betten für Aschbnrg und Mückenbein, bei Rosenbach ebenfalls 2 für Reis und Emmerich. (Akten der jüdischen Gemeinde Berlin über die israelitische Konaistorialschule Nr. 12.) Nach Nr. 15 war bei Rosenbach außer Reis und Emmerich noch Oppenheim uatergebracht.

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