Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 58 (1914)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Das Königlich Westphälische Konsistorium der Israeliten
- Date
- 1914-01-01
- Page
- Seite 335 (sequence 10)
- Language
- German
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Das Königlich Westphälische Konsistorium der Israeliten. 333 israelitischen Schule geht über den Rahmen einer damaligen Volksschule weit hinaus und scheint im wesentlichen dem der um jene Zeit begründeten Realanstalt zu entsprechen1), wenn sich auch eine Vergleichung im einzelnen bei den äußerst dürftigen Angaben als unmöglich erweist. Selbst Lateinisch wurde gelehrt, wenn auch nur als fakultatives Fach2). *) In den hannoverschen Elementarschulen waren Lesen und Religion Hauptunterrichtsgegenstände. »Schreiben und Rechnen wurden weniger betrieben, Geschichte, Erdkunde und Naturlehre nur nebenher und in vielen Schulen überhaupt nicht.« Siehe Thimme, »Die inneren Zustände des Kurfürstentums Hannover« Bd. II, Hannover 1895, S. 261. 2) Siehe oben bei Hanno S. 329. In der uns erhaltenen Schiilgeldliste findet sich bei dem Namen Leo die Bemerkung »bezähst nur fünf Groschen wöchentlich, weil sein Sohn kein Latein mehr lernt«. S. S, 343. In dem Tableau wird ebenfalls das Lat einische als Unterrichtsgegenstand genannt. Vgl. weiter im Anhang,. Dagegen figuriert es in der Verfügung vom?.Juli 1809 noch nicht (vgl. Anhang) und wird in dem Stundenplan von 1813/14 nicht mehr erwähnt.