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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1914-01-01 · Heft 3 · p. Seite 333

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
58 (1914)
Issue
Heft 3
Article
Das Königlich Westphälische Konsistorium der Israeliten
Date
1914-01-01
Page
Seite 333 (sequence 8)
Language
German
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Das Königlich Westphälische Konsistorium der Israeliten. 333 senzweig1), Salheim2 3 *) und Wiegand5). Reis mit 28 und Salheim mit 14 Unterrichtsstunden waren, wie es scheint, Hannos und Benlevis Nachfolger geworden. Auch Rosenbach hatte nach dem Plan nur eine verhältnismäßig geringe Stundenzahl zu erteilen. Der Rektor des Casseler Friedrichs-Gymnasiums hatte um die gleiche Zeit mindestens 18 Stunden, die Lehrer bis 30 Stunden zu erteilen. Siehe Weber a. a. O. S. 304. Diese geringe Stundenzahl für, wie ich annehme, ordentliche Lehrer muß auffallen und berechtigt uns zu der bereits ausgesprochenen Vermutung, daß sie außer in der Schule auch am Seminar Unterricht erteilten. welche in der Allgemeinen Casseler Zeitung vom 10. März 1822 eine Notiz erschienen ist, die er seinem Anstellungsgesuche beilegt. Er wurde in der Tat angestelit und für eine Vergütung von 96 Talern zu 14 Stunden Schreib- und Rechenunterricht verpflichtet. (Acta der Regierung zu Niederhessen.) 0 Isak Rosenzweig war nach Auflösung der Schule und des Seminars Destillateur in Cassel und ist der Begründer des weitbekannten Handlungshauses Rosenzv/eig & Baumann hier geworden. Nach dem Stundenplan von 1813/14 erteilte er nur Schreibunterricht (3 Stunden Schreiben in der kombinierten ersten und zweiten Klasse und außerdem 4 Stunden in der letzteren allein.) Nach dem Tode Rosenbachs übernahm er den rabbinischen und hebräischen Unterricht am Seminar. 1819 wohnte er an der Fuldabrücke Nr. 640 (Casseler Adreßbuch von 1819). Während er hier noch als Lehrer bezeichnet wird, führt das nächstälteste Adreßbuch von 1822 »Rosenzweig, Destillateur, Hohenthorstraße 481« auf. Er war 1785 zu Inowrazlaw geboren und starb am 22. Juni 1835 zu Cassel, wie sich aus der Grabschriffc ergibt. *) Salheim erteilte drei Stunden Französisch, 6 Schreiben, 5 Deutsch =: 14 Stunden in Klasse III. 3) Wiegand ist wohl identisch mit dem gleichnamigen Lehrer am Landschullehrerseminar, welcher in Cassel von 1799—1813 dieses Amt inne hatte und bereits am 4. Sept. 1813 starb. Siehe Otto, »Das evangelische Schullehrerseminar zu Homberg«, Homberg 1885 1 S. 11. 18. 19. Weber »Geschichte der städtischen Cielehrtenschule zu Cassel« S. 339. Er erteilte 3 Stunden deutsche Sprache in Klasse I, 2 Stunden Singen in den kombinierten 3 Schulklassen.

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