Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 58 (1914)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Das Königlich Westphälische Konsistorium der Israeliten
- Date
- 1914-01-01
- Page
- Seite 201 (sequence 24)
- Language
- German
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Das Königlich Wesiphälische Konsistorium der Israeliten. 201 dort projektierte, aber nicht zustande gekommene Lehrer- Seminar im Anschluß an die Wilhelmsschule gedacht war1), so plante man in Cassel die Verbindung des Seminars mit einer öffentlichen Volksschule, die zugleich als eine Art Präparandie den Unterbau des Seminars und die Vorbereitungs-Anstalt für dasselbe darstellen sollte2). Das Seminar. Durch Erlaß vom 1. Oktober 18103) zeigte das Konsistorium die Begründung eines Seminars an. Die schon am 26. April 1809, sowie am 7. Juli desselben Jahres angekündigte Anstalt war am 28. September 1810 wirklich eröffnet und durch Herrn Konsistorialrat Steinhardt der Unterricht im Talmud und Maimonides angefangen worden3). Plan und Einrichtung eines solchen Institutes, das in der Geschichte des modernen Judentums ein völliges Novum darstellte, waren Gegenstand sorgfähigster Beratung gewesen4), sind uns aber leider ein Berlin, Rep. 6, IV. B.) »so sei unser erstes Augenmerk auf die Bildüng und den Unterricht der Jugend gerichtet« »wie wir nicht weniger allhier in der Residenz Cassel eine Lehr״ und Bildungsanstalt für künftige Rabbiner und Schulmänner errichten werden«. 0 Freadenthal a. a. O. S. 480 Anmerk. 2. 2) Siehe weiter. s) »Sulamith«, Bd. III, S. 383. Daraus bei Amram a. a. O,, Oppenheim »warum soll die israelitische Elementarschule Hessens erhalten werden?« S. 6 f., Horwitz a. a. O. S. 73, Stein »Bericht über seine fünfundzwanzigjährige Amtstätigkeit« Cassel 1891 S. 6 ff. Die gedruckte Bekanntmachung auch in mehreren Staatsarchiven, so zu Hannover und Berlin. 4) »Die Errichtung des Seminars betreffend, so muß dies vorläufig hier in Cassel etabliert werden; da aber natürlicherweise von diesem Etablissement erst bestimmt werden muß, worauf die Theologie der jüdischen Religionspartei sich gründet, welches bis diesen Augenblick noch gar nicht im reinen war, so hat das Konsistorium darüber mehreremale deliberiert und die Vorschläge, welche der Präsident Jacobson in dem unter 2 beiliegenden Aufsatze gemacht hat, angenommen (sic)«. (Aus dem sehr ausführlichen Bericht an den Minister des