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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1913-01-01 · Heft 6 · p. 753

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
57 (1913)
Issue
Heft 6
Article
[Rezension]
Date
1913-01-01
Page
753 (sequence 1)
Language
German
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Perls, Armin: Szöaokla'ok (Reden) IV. 179 S. 4». Pecs [1912], Über den dritten Band des P e'r 1 *,scheu Predigt Werkes ist seinerzeit an dieser Steile (Jahrgang 1910, S. 236 ff.) berichtet worden. Die glänzende Aufnahme desselben hat wohl den Verfasser veranlaßt, mit der Fortsetzung hervorzutreten. Mit Dank und mit Genugtuung empfangen wir diese neue Gabe aus seinen Meisterhänden. Denn sie bietet uns eine reiche Fülle neuer Werte an Gedankeninhalt und künstlerischer Einkleidung. Zu den alten Tugenden Perl sicher Redekunst und Redegewalt: Reichtum und Originalität der Gedanken, echt homileusche Verarbeitung des vielfach herangezogenen biblischen und agadischen Stoffes, Gesinnungstreue und Charakterfestigkeit in Vertretung der einmal befolgten religiösen Riehtung, von einem liebebeseelten Herzen getragene Begeisterung für Gott und Welt, für die Menschheit und ihre Ideale, eine bilderreiche Sprache und ein fein bezeichnender Stil — zu all diesen Vorzügen, die auch vorliegende Reden auszeichnen, gesellt sich in diesem Bande auch noch eine reiche Manmchfaltigkeit der Redegelegenheilen und des dadurch bedingten Stoffes, sowie der entsprechend gewählten Form. Dies alles aber erhöht den Genuß, den man Leim Lesen dieser Reden empfindet und beim Zuhören gewiß noch in höherem Maße empfunden hat. Denn es ist keine leichte Lektüre, die uns Perls in seinen Reden bietet. Wie man es ihm selber anmerkt, daß er bei Ausarbeitung der Reden den alten Maimunischen Grundsatz von der genauen und wiederholten Vorbereitung des Predigers befolgt hat, so beanspruchen auch seine Reden ein Verständnis- und liebevolles Versenken von Seiten des Lesers, dem nicht, wie dem Zuhörer, die lebendige Persönlichkeit des Redners die Gedanken erläuternd und das Veiständnis erleichternd vor Augen steht. Nicht leichtbeflügelt und über der Oberfläche flatternd ist die Perls’sctie Muse, für zerstreute Leser taugen seine Reden nichts. Aber gedankenvollen oder gar gebeugten Gemütern werden sie ohne Zweifel innerliche Erhebung, aufrichtenden Trost zu spenden vermögen. Die in dem stattlichen Bande gesammelten Reden zerfallen übrigens in drei Abteilungen, von denen die erste 11 Festpredigten, die zweiie 7 Gelegenheits- und die dritte 21 Grab- und Gedenkreden Monatsschrift, 57. Jahrgang. 48

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